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Zuletzt aktualisiert: 17.09.2015, 20:03 Uhr

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Rezension: Fehlpass (Ulli Schubert)

Tim und Marvin sind beste Freunde. Sie spielen gemeinsam beim FC Eimsbüttel in der A-Jugend-Bundesliga. Tim hat etwas mit Marvins Schwester Denise. Die ist blöderweise plötzlich tot. Ermordet. Verdächtigt wird Mannschaftskamerad Nelson, ein brasilianischer Jungstar. Der hatte auch etwas mit Denise. Und ist auf einmal verschwunden. Punkt, Punkt, Punkt.

Einen, ähm, „Fußballthriller der Extraklasse“ rund um die dubiosen Machenschaften von Spielervermittlern aufbauen? Warum nicht. Aber selbst ein Fußballthriller der Mittelklasse bräuchte gewissen Grundzutaten: Eine pfiffige Story, einen Spannungsbogen und wenigstens halbwegs realistische agierende Protagonisten.

Prinzipiell wäre es auch durchaus ok, mit fiktiven Vereinen zu arbeiten. Weil man als Autor beispielsweise keine Lust darauf hat, verklagt zu werden (oder warum auch immer). Was aber gar nicht geht: Fiktive Clubs in ein Universum aus real existierenden zu verpflanzen.

Über weite Teile der Lektüre ging ich davon aus, dass es sich beim „FC Hamburg“ um die Fehlpass-Version des Hamburger SV handelt. Nur um dann irgendwann festzustellen, dass es im Buch drei Hamburger Proficlubs gibt. So schafft man es, auch das letzte Bisschen Restatmosphäre zu killen.

Fazit

Ich empfehle „Fehlpass“ nur wirklich hartgesottenen Sammlern oder Hamburger Lokalpatrioten. Auch in der schmalen Nische „Fußballkrimi für Jugendliche“ gib es vermutlich Besseres.

Produktinformation

Fehlpass

Autor: Ulli Schubert
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: rororo (3. Mai 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499215543
ISBN-13: 978-3499215544

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Die Nr. 2 der Stadt

Nachdem wir uns spätestens gestern gedanklich in die Winterpause verabschiedet haben, ist es mal wieder an der Zeit für eine kleine Statistikspielerei. Einfache Frage: Auf welchem Niveau kicken eigentlich die am zweithöchsten klassierten Vereine der 20 größten Städte Deutschlands?

Einfache Antwort:

Rang Stadt Level Verein(e) Einwohner
1. Frankfurt/Main II Eintracht Frankfurt; FSV Frankfurt 679.664
2. München II TSV 1860 München 1.353.186
3. Hamburg II FC St. Pauli 1.786.448
4. Berlin II 1. FC Union Berlin 3.460.725
5. Stuttgart IV Stuttgarter Kickers 606.588
6. Köln IV Fortuna Köln 1.007.119
7. Mannheim V VfR Mannheim 313.174
8. Bielefeld V TuS Dornberg 323.270
9. Duisburg V VfB Homberg 489.599
10. Leipzig V 1. FC Lok Leipzig 522.883
11. Bremen V die meisten Vereine der Bremen-Liga 547.340
12. Essen V ETB Schwarz-Weiß 574.635
13. Bochum VI SG Wattenscheid 09; DJK TuS Hordel 374.737
14. Nürnberg VI Dergah Spor Nürnberg 505.664
15. Hannover VI mehrere Vereine der Landesliga Hannover 522.686
16. Dortmund VI mehrere Vereine in der Verbandsliga Westfalen II 580.444
17. Düsseldorf VI TuRu Düsseldorf 588.735
18. Bonn VII Bonner SC; DJK BW Friesdorf; 1. SF Brüser Berg 324.899
19. Wuppertal VII mehrere Vereine in der Landesliga Gruppe 1 349.721
20. Dresden* VII FV Dresden 06 Laubegast, SG Weixdorf, Post SV Dresden 523.058

*Der eigentlich in der fünftklassigen Oberliga Nordost-Süd aktive SC Borea Dresden hat seine Mannschaft kurz nach Saisonbeginn zurückgezogen.

Bei der Sortierung der Liste wurde bei gleichem Level die kleinere Stadt besser platziert. Den Vogel abgeschossen hat mal wieder die ehemalige Hauptstadt Bonn, wo selbst der beste Verein der Stadt nicht über einen Mittelfeldplatz in der 7. Liga hinaus kommt. Aber auch so manche als Fußballhochburg geltende Ortschaft hat neben dem sportlichen Aushängeschild augenscheinlich nicht viel zu bieten.

Links KW 13 2010

Mit Lichtorgel in der Bullendisko (11freunde.de)

Wie männliche Cheerleader (ZEIT Online)

Ein-Mann-Armee des Weltfußballs (SPON)

Ultras in Britain are wrongly persecuted (WSC)

In die Enge getrieben (sueddeutsche.de)