„Außer XY könnt ihr alle geh’n“

Außer XY könnt ihr alle gehn

Gehört zur deutschen Stadion-Folklore wie Wunderkerzen zur Adventszeit oder von Metzgereien präsentierte Eckballstatistiken: Nach sportlichem Misserfolg wird genau ein Spieler – oft, aber nicht zwingend regional verwurzelt – vom Publikum lautstark von der auf die Mannschaft einprasselnden Kritik ausgenommen. Zuletzt am Wochenende in Stuttgart eindrucksvoll zu beobachten.

Warum ist schwer zu erklären, hat dieser in der Regel weder signifikant bessere Leistungen erbracht noch ein geringeres Gehalt als seine Teamkollegen bezogen. Manuel Andrack versucht es dennoch am Beispiel Thomas Cichon:

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Das Mutter aller Derbys

KRC Mechelen – KV Mechelen, 27.09.2003, 10.000 Zuschauer.
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In jeder anderen Sportart wäre Borussia Dortmund deutscher Europameister

Erst waren da nur die Schattenseiten kontinentaler Geopolitik,

neuerdings wird die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA allerdings auch von gängigen Regeln der Statistikerfassung getrollt:

Moritz leitner, Scorerpunkt im Eishockey

Ausriss: „Borussia – Das Mitgliedermagazin“; Heft 103 (13.02.2016), Seite 14

Dieses Fehlen jeglicher ironischer Distanz vom Sichselbstgeilfinden. Immer wieder erstaunlich.

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2015 in Bildern

"Paris is about life, we don't need more religion." Zustimmung, aber wenn die Religion Red Star heißt, kann man auch mal eine Ausnahme machen.

Belgische Stadionkneipen sind spezielle Orte. Wo man aufpassen muss, nicht hoffnungslos zu versumpfen. Das eine obligatorische Jupiler sollte man sich dennoch immer gönnen.

Manchmal heißt das Spiel des Jahres auch einfach Hürth gegen Eilendorf in der Mittelrheinliga. 3:2 nach 90 Minuten, 3:4 nach Ende der Nachspielzeit. Totale Ekstase.

Setz mal Deine Hessen-Kassel-Brille ab!

2015 ging auch eine ganz ordentliche Fußballkarriere zu Ende. Danke, Asa.

Planet Arminia. Mitgereiste Fans feiern auf heiligem Großaspacher Rasen die Drittligameisterschaft.

Sind Bengalos ok, wen sie von frisch in die Oberliga aufgestiegenen Torhütern gezündet werden? Ein Fall für Johannes Bekerner.

Ganz selten liefert ein falsch fokussierendes Objektiv interessante Ergebnisse. Wie hier bei Wacker Nordhausen. +++ SPOILERALARM +++ Die Torchance wurde übrigens verdaddelt.

Volksfeststimmung in Ahlen. Regionalliga-Auftakt, Alemannia Aachen, über 5.000 Zuschauer. Passt.

Yours truly. Entspannt.

25 Jahre nach dem Abstieg aus der 1. Liga wird die grüne Bestie FC Homburg auswärts immer noch von Anhängern und schönen Zaunfahnen begleitet.

Für Kai Diekmann lief das Jahr nur so mittel.

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09 Gründe, warum Schalke Kevin Großkreutz holen muss

Orrrrrrr. Durchgefallen! Continue reading “09 Gründe, warum Schalke Kevin Großkreutz holen muss” »

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Antisemitismus in Heidenheim?

Wenn auf

das hier

folgt, wird man unweigerlich an eine Debatte von vor anderthalb Jahren erinnert. Damals musste sich 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster als Reaktion auf eine eher mäßige (persönliche Meinung) Polemik gegen RBS Leipzig den Vorwurf des „strukturellen Antisemitismus“ gefallen lassen.

Schauen wir uns das Corpus Delicti doch einfach einmal etwas genauer an. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus den Reihen spätpubertierender Provinzultras ein derart begnadeter Künstler rekrutiert?

Eher klein, denke ich, sagt mir mein mittelgesunder Menschenverstand und nach Stunden aufwändiger Recherche einer Google-Bildersuche ist der Urheber des mateschitzschen Konterfeis auch gefunden: Das Ding stammt höchstwahrscheinlich aus der Feder des österreichischen Karikaturisten Petar Pismestrović.

Bitte entscheiden Sie selbst:

Links: Fragment eines beim Spiel Heidenheim – RBS Leipzig verteilten Geldscheins // Rechts: Dietrich Mateschitz, gezeichnet von Petar Pismestrović

Karikaturen übertreiben, überspitzen bestimmte physiognomische Merkmale der zu porträtierenden Person und hier unterscheidet sich Pismestrović‘ Herangehensweise auch nicht wesentlich von der anderer bekannter Berufskollegen. Betrachtet man auf seiner Webseite eine Galerie von Arbeitsproben, wird eigentlich schnell klar, dass diese Darstellung Matteschitz‘ einfach seinem Stil entspricht.

Die „Hakennase“ wirkt an Mahmud Ahmadinedschad (leider nicht direkt verlinkbar; bitte in der Flash-Galerie selbst erscrollen) als Indiz oder gar Beweis für Antisemitismus jedenfalls extrem schwach auf der Brust.

tl;dr

Man kann den Heidenheimer Fans hier durchaus Unreife, mangelnde Sensibilität, Doppelmoral oder eine Urheberrechtsverletzung vorwerfen. Aber Antisemitismus? Sollte wenn, dann wohl eher in Richtung des Zeichners gehen. Oder man atmet erst mal durch und fragt sich, ob Missverständnisse und Fehler nicht oft auch unbeabsichtigt passieren.*

*deplatzierte Unsachlichkeit entfernt (d.Red.)

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#BILDnotwelcome

Zuletzt aktualisiert: 17.09.2015, 20:03 Uhr

BILDnotwelcome

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Legende: Teilnahme an Bild-AktionAbsage – keine eindeutige Aussage

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Tunnelblick

Hatten wir das Thema „Spielertunnel“ eigentlich schon unter fußballkulturellen Gesichtspunkten besprochen? Nein? Dann wird es Zeit. Die schönsten Exemplare gibt es – natürlich – in Südamerika, wo die Spieler nicht selten aus unterirdischen Katakomben durch überdimensionierte Schläuche in das gespült werden, was mit Fug und Recht als Hexenkessel bezeichnet werden kann.

Aber auch hierzulande lassen sich schöne Exemplare finden. Zum Beispiel dieses Prachtstück im südbadischen Villingen. Dort, im Stadion Friedengrund, ist der Verfasser dieser Zeilen in Jugendjahren selbst einige male zu Punktspielen und bei Turnieren angetreten.

Das Highlight war dabei nicht etwa, dass man sich in einer Sportstätte messen durfte, die als einzige im Kreis den Bezeichnung als Stadion (Vgl. die URL dieser Webseite) auch verdiente. Nein, die Besonderheit lag im Tunnel zum Spielfeld. Das Klackern von Schraubstollen auf den Betonstufen vor der Tribüne, die veränderten Lichtverhältnisse, die Abschottung von der brodelnden spärlichen Zuschauerkulisse… ein bisschen wie Bundesliga. Toll.

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