Jugendfußballzentrum Kurtekotten, Bayer Leverkusen, Köln | Fotos & Infos

Jugendfußballzentrum Kurtekotten, Bayer 04 Leverkusen

Jugendfußballzentrum Kurtekotten

Adresse: Otto-Bayer-Straße 2, 51061 Köln
Heimatverein: Jugendmannschaften Bayer 04 Leverkusen
Kapazität: ca. 3.500 Plätze
Erbaut: 2000

Ja, das oben ist kein Tippfehler – Bayer Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten befindet sich noch knapp auf Kölner Stadtgebiet.

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Die Nr. 2 der Stadt

Nachdem wir uns spätestens gestern gedanklich in die Winterpause verabschiedet haben, ist es mal wieder an der Zeit für eine kleine Statistikspielerei. Einfache Frage: Auf welchem Niveau kicken eigentlich die am zweithöchsten klassierten Vereine der 20 größten Städte Deutschlands?

Einfache Antwort:

Rang Stadt Level Verein(e) Einwohner
1. Frankfurt/Main II Eintracht Frankfurt; FSV Frankfurt 679.664
2. München II TSV 1860 München 1.353.186
3. Hamburg II FC St. Pauli 1.786.448
4. Berlin II 1. FC Union Berlin 3.460.725
5. Stuttgart IV Stuttgarter Kickers 606.588
6. Köln IV Fortuna Köln 1.007.119
7. Mannheim V VfR Mannheim 313.174
8. Bielefeld V TuS Dornberg 323.270
9. Duisburg V VfB Homberg 489.599
10. Leipzig V 1. FC Lok Leipzig 522.883
11. Bremen V die meisten Vereine der Bremen-Liga 547.340
12. Essen V ETB Schwarz-Weiß 574.635
13. Bochum VI SG Wattenscheid 09; DJK TuS Hordel 374.737
14. Nürnberg VI Dergah Spor Nürnberg 505.664
15. Hannover VI mehrere Vereine der Landesliga Hannover 522.686
16. Dortmund VI mehrere Vereine in der Verbandsliga Westfalen II 580.444
17. Düsseldorf VI TuRu Düsseldorf 588.735
18. Bonn VII Bonner SC; DJK BW Friesdorf; 1. SF Brüser Berg 324.899
19. Wuppertal VII mehrere Vereine in der Landesliga Gruppe 1 349.721
20. Dresden* VII FV Dresden 06 Laubegast, SG Weixdorf, Post SV Dresden 523.058

*Der eigentlich in der fünftklassigen Oberliga Nordost-Süd aktive SC Borea Dresden hat seine Mannschaft kurz nach Saisonbeginn zurückgezogen.

Bei der Sortierung der Liste wurde bei gleichem Level die kleinere Stadt besser platziert. Den Vogel abgeschossen hat mal wieder die ehemalige Hauptstadt Bonn, wo selbst der beste Verein der Stadt nicht über einen Mittelfeldplatz in der 7. Liga hinaus kommt. Aber auch so manche als Fußballhochburg geltende Ortschaft hat neben dem sportlichen Aushängeschild augenscheinlich nicht viel zu bieten.

Zu Besuch bei der Schäng-Gäng: Fortuna Köln – Westfalia Herne

NRW-Liga – 10/11
SC Fortuna Köln – SC Westfalia Herne
2:0 (1:0)
22.05.11, Südstadion (Köln)
500 Zuschauer (ca. 25 Gäste)

Über zehn Jahre wohnt er nun schon im weltbesten Bundesland Europas, hat das eine oder andere Fußballspiel mitgenommen, doch bis in die Bezirkssportanlage Köln-Süd hatte es der Verfasser dieser Zeilen bislang noch nicht geschafft. Einmal, 2002, befand ich mich bereits auf dem Weg zu einer Regionalliga-Partie gegen die Namensbase aus Düsseldorf, ehe mir unwetterartige Regenfälle einen Spielausfall und einen nicht geplanten Ausflug nach Wuppertal bescherten.

Regen ist eine gute, nein, eine phantastische Überleitung. Denn auch am vergangenen Sonntag beginnt es etwa eine Stunde vor Spielbeginn wie aus Kübeln zu kübeln. Doch der Mai war noch nie ein Februar, und so steht eine eine erneute Absage natürlich nicht zur Debatte. Und zumindest uns Zuschauern bietet die erst seit kurzem mit Plastiksitzen ausgestattete Haupttribüne auch ausreichend Regenschutz.

Ferner kann das Südstadion auch mit einer fünfstelligen Anzahl an Stehplätzen auftrumpfen. Von deren Steilheit bin ich doch einigermaßen angetan, ich hätte mir die Sichtverhältnissen insbesondere von den Hintertorbereichen deutlich schlimmer vorgestellt. Netter Kontrast: Während sich auf der Tribüne die Kirmesproll-Fraktion niederlässt, hat sich in einer der Kurven alternativ angehauchte Fortuna-Fans eingerichtet. Mit zahlreichen Fahnen, Reggae-Musik vom eigenen DJ-Pult samt passender Rauchwaren. Garantiert kunstrasenfrei.

Game Over?

Kölsches Original oder unerträglicher Dampfplauderer? Ich habe mir noch keine abschließende Meinung gebildet. Die Rede ist nicht etwa von Calli, sondern von einem älteren Herrn mit Vollglatze, der kurz nach Anpfiff mit der Sammelbüchse durch die Reihen wandert. Ich hoffe nur, dass meine 57 Cent an die Jugendabteilung und nicht etwa an „deinfussballclub.de“ gehen.

Dabei könnte das ambitioniert gestartete Projekt vermutlich jeden Penny gebrauchen. Der Real-Life-Fußballmanager für die Freaks unter den Nerds verzeichnet trotz tatkräftiger Unterstützung durch Nachwuchsregisseur Sönke Wortmann momentan lediglich 7.313 Mitglieder. Zu wenig, meint unter anderem der Kölner Stadtanzeiger und befürchtet bereits das Aus der ganzen Geschichte, sollte der angepeilte Aufstieg auch in der nächsten Spielzeit nicht realisiert werden. Abwarten.

Die Westfalia wird hingegen von ganz anderer Sorgen geplagt. Abstiegsängste. Und die sind nach der verdienten 0:2-Niederlage nicht kleiner geworden. Einer unterirdischen ersten folgt eine passable zweite Halbzeit, für die man sich in Herne aber nichts kaufen kann, da die durchaus vorhandenen guten Chancen inklusive Foulelfmeter kläglich versemmelt werden.

Im letzten Saisonspiel gegen Homberg geht es nun um Alles oder Nichts. Und kompliziert wird es auch. Alle möglichen Szenarien durchzuspielen würde den Rahmen sprengen, deshalb nur soviel: Westfalia ist von den Ergebnissen der Konkurrenz genauso abhängig wie von denen der abstiegsgefährdeten NRW-Vereine in der Regionalliga West. Auch der Lizenzentzug des bisherigen Drittligisten RW Ahlen könnte noch eine Rolle spielen. Kompliziert, wie gesagt.

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Fotos Fortuna Köln – Westfalia Herne Fotos Fortuna Köln – Westfalia Herne
Fotos Fortuna Köln – Westfalia Herne Fotos Fortuna Köln – Westfalia Herne

Köln ist eine große Stadt

…da kann man was er-leheben. Oder sich auf dem Weg zum Training gnadenlos verfahren. Dachte sich wohl auch Sławomir Peszko, momentan als potentielle Winterpausen-Verstärkung beim Effzeh im Gespräch. Der polnische Nationalspieler demonstriert uns jedenfalls dankenswerterweise, was unter der bislang zu unrecht als nichtssagend eingestuften Floskel „das Gesamtpaket hat einfach gestimmt“ tatsächlich zu verstehen ist:

Wie EXPRESS erfuhr, wurden am Montag Abend die letzten Details (u.a. ging es um ein Navigationssystem im neuen Dienst-Ford) mit dem polnischen Nationalspieler geklärt.

Fotos: Sportpark Höhenberg (Flughafenstadion), Viktoria Köln

Sportpark Höhenberg, Köln

Adresse: Frankfurter Straße 399, 51103 Köln
Heimatverein: FC Viktoria Köln
Kapazität: 6.214 (3.000 überdachte Sitzplätze)
Erbaut: 1931

Die Anlage ist auch unter dem Namen Flughafenstadion bekannt. Zuletzt wurde das Stadion in den Jahren 2011 und 2012 modernisiert und besitzt seitdem eine Flutlichtanlage.

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Christoph Street Day

Nach wie vor hat sich kein Profifußballer in Deutschland offen dazu bekannt, homosexuell zu sein. Für Christoph Daum jedenfalls sind Schwule

normale Kumpels.

Ferner befürwortet der Trainer des 1. FC Köln ausdrücklich ein mögliches Outing:

Ich bin für das Coming-Out von schwulen Fußballern. […] Wenn ein Profi zu mir käme und sich outen würde, würde ich ihn unterstützen.

Erstaunlich! Ist es doch noch nicht einmal ein Jahr her, dass sich der Kumpel-Typ in einer TV-Dokumentation über den Umgang mit Homosexuellen in der Nachwuchsarbeit folgendermaßen geäußert hat:

Ich hätte da wirklich meine Bedenken, wenn dort von Theo Zwanziger irgendwelche Liberalisierungsgedanken einfließen sollten. Ich würde den Schutz der Kinder über jegliche Liberalisierung stellen.

Da hat sich in der total verrückten Spaßmetropole am Rhein offenbar ein bemerkenswerter Gesinnungswandel vollzogen. Oder auch nicht.

Getz ma ehrlich, Christoph den PR-Berater gewechselt? Oder einfach nur den Stoff?

Fußballmuseum: Entscheidung fällt erst im April

Im Sportteil der gedruckten WAZ-Ausgabe vom 21.02. sorgt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach in einem ausführlichen Interview für etwas mehr Klarheit in der unübersichtlichen Debatte um den Standort des Nationalen Fußballmuseums.

Nachdem der endgültige Entschluss zunächst bereits im vergangenen Jahr gefasst werden sollte und dann auf Ende Januar verschoben wurde (wir berichteten), nennt Niersbach nun den 24. April als verbindlichen Termin. An diesem Tag findet in Düsseldorf ein außerordentlicher Bundestag des weltweit größten Einzelsportverbandes statt. Insofern ist diese Aussage also durchaus als glaubwürdig anzusehen.

Fragt sich nur, welche Kommunen sich jetzt überhaupt noch Chancen ausrechnen dürfen. Wurde im November 2008 noch gemeldet, Gelsenkirchen und Dortmund seien nach dem Ausscheiden von Oberhausen und Köln die lezten beiden verbliebenen Kandidatenstädte, brachte sich die Domstadt im Januar auf ihrer offiziellen Internetpräsenz selbst wieder ins Gespräch.

Nun liegt es vermutlich in der Natur des Kölners, sich stets etwas wichtiger zu nehmen, als er tatsächlich ist. Der gebürtige Düsseldorfer Niersbach erteilt jedenfalls allen eventuell neu entfachten Hoffnungen eine klare Absage :

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Der historische Schuss (01): Bitte nicht drängeln

WM 2006: Angola – Portugal 0:1 (in Köln)

Luís Figo, Simão, Cristiano Ronaldo, Pauleta. Eine Offensivabteilung, die eigentlich mehr als fünf Minuten guten Fußball erwarten lässt. Aber nach einem Treffer und einem Schuss an den Außenpfosten stellen die Mannen um den aktuellen Weltfußballer bereits nach 300 Sekunden alle Angriffsbemühungen ein.

Dennoch schafft es ein von jeglichem Sachverstand unbelastetes Publikum problemlos, die schwache Darbietung auf dem Rasen zu unterbieten. Effzeh-Hymnen wechseln sich ab mit Karnevalschlagern, deren Tolerierung einen durch Genuss der exklusiv ausgeschenkten Ami-Plörre unmöglich zu erreichenden Alkoholisierungsgrad erfordern. Wer nicht aus Köln kommt, stimmt wahlweise mexikanische Wellen oder Deutschland-Sprechchöre an. So toll die WM auch wahr – gleichwohl lernte man irgendwie auch jeden aufrichtigen Fußball-Hasser zu schätzen.

Es waren die kleinen Geschichten, abseits des Sommermärchen-Hypes, die diesem durchkommerzialisierten Turnier eine Nuance Charme verliehen haben. Und so ließ ein einziges Foto, respektive die ulkige Begebennheit, die mich zum Betätigen des Auslösers animierte, selbst diesen eher durchwachsenen Juniabend in Müngersdorf in guter Erinnerung bleiben:

Die Umständlichkeit, die ein Großteil der angolanischen Fans beim Betreten des Stadions an den Tag legte, war einfach bemerkenswert. Wie Lemminge bildeten die Südwest-Afrikaner lange Schlangen vor den ersten vier Eingangstoren, obwohl sich direkt daneben etwa 15 weitere völlig menschenleer präsentierten. Eine wirklich absurde Szenerie, die in unserer Reisegruppe natürlich eine intensiv geführte Diskussion über soziologische und kulturelle Ursachen zur Folge hatte.

Die von Political Correctness geprägte Debatte hat ihren Höhepunkt längst überschritten, als sich Oberstudienrat Keek B.* aus L. in seinem ihm ureigenen Habitus zu einem lakonischen Fazit hinreißen lässt:

Das sind die bestimmt von der Essensausgabe so gewohnt.

Das nennt man wohl pädagogischen Pragmatismus.

* Name der Redaktion bekannt