Ortstermin #Fußballkultur: Sané – Déplacer les buts

Lost Places sind cool. Vor sich hin gammelnde Fußballplätze sind cool. Die Schnittmenge aus beiden natürlich der Hammer. Kann man nun noch die Verbindung zu einem bekannten Namen herstellen, wird die Angelegenheit sogar ein Thema für diese Seite.

:: Hollandes Sparzwänge

Im Oktober 2013 verkündete das französische Verteidigungsministerium die Auflösung des 110. Infanterieregiments. Eine hierzulande vernachlässigbare Meldung, wäre jenes nicht als Teil der Deutsch-Französischen Brigade im südbadischen Donaueschingen stationiert gewesen.


Kasernengebiet zwischen Villinger Str., Hindenburgring und Friedhofstr.

Genau 50 Jahre waren die Franzosen für die 21.000 Einwohner-Stadt und die umliegenden Gemeinden ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Und darüber hinaus bei der restlichen Bevölkerung überaus beliebt. Aus und vorbei – die überwiegende Mehrheit der zuletzt rund Tausend Soldaten und Zivilangestellten sagte bereits 2014 zum letzten mal au revoir.

Über die zukünftige Nutzung des Areals wurde bislang nicht endgültig entschieden, die Verantwortlichen geben sich trotz der bevorstehenden Mammutaufgabe aber betont gelassen. Wohnen, Gewerbe, Mischnutzung – vieles scheint möglich. Vergangenen Sommer führte eine Lokalzeitung erstmals eine Gruppe interessierter Bürger über das riesige Gelände mit seinen knapp fünfzig Gebäuden.

Ende Mai 2015 sind noch einige wenige Wohnungen direkt hinter dem Eingangsbereich der Foch-Kaserne bewohnt. Eine Notbesatzung ist damit beschäftigt, die ordnungsgemäße Übergabe und Abtransporte zu organisieren. Dürfen wir hier überhaupt sein? Es gibt keine Wachen mehr, klar. Doch nach wie vor verbieten nicht zu übersehende Schilder bilingual das Betreten des Terrains. Sich einfach nicht erwischen lassen ist vielleicht eine gute Idee.

:: Auf den Punkt kommen

Ach ja, das hier ist ein Fußballblog. Und ein bisschen Promi-Glitzer hatte ich ja auch angedeutet. Gestern Abend hatte einer der – persönliche Meinung – wichtigsten Protagonisten der Bundesliga in der Nachwendezeit einen seinen selten gewordenen Auftritte im deutschen Fernsehen. Live aus seinem ehemaligen Wohnzimmer, in dem gut zwei Stunden später einem seiner Söhne ein Meisterpokal überreicht werden sollte.

Für Schnellmerker: Die Rede ist von Souleymane „Samy“ Sané. Und bevor dieser in Freiburg und noch etwas später in Bochum 6 für Schlagzeilen und vor allem Tore sorgte, leistete er am Rande des Schwarzwalds seinen Militärdienst ab. Als Teil des 110. Infanterieregiments.

Ohne es beweisen zu können: Die ersten Tore auf deutschem Boden dürfte der Mann mit den 51 Bundesligatreffern auf einem denkbar unglamourösen Kasernensportplatz als Mitglied der Kompaniemannschaft erzielt haben. Und diesen Platz gibt es immer noch.

Sogar eine kleine Tribüne ist vorhanden, deren massive Betonstufen ihre besten Tage allerdings hinter und die sich auf der Rückwand austobenden Graffitikünstler hoffentlich noch vor sich haben. Die Laufbahn ist uneben, der Rasen wird nur selten und im unmittelbaren Torbereich gar nicht mehr gemäht. Vor sich hin gammelnde Fußballplätze sind cool.

Genug gelabert – Fotos (zum Vergrößern anklicken):

Militärgelände - Zutritt verboten

Tourbericht: Wiesbaden & Nürnberg

Endlich mal wieder Zeit für Schalke, endlich mal wieder Zeit für eine Auswärtsfahrt. Nach einigem Hin- und Herüberlegen entschied ich mich, am Freitag vor der königsblauen Stippvisite in Nürnberg noch eine Partie des SV Wehen Wiesbaden mitzunehmen.

Die dortige Fertigbau-Arena habe ich bereits Ende 2007 während eines Zweitligaspiels begutachten dürfen. Durch einen kompletten Festplattencrash – der mich, nebenbei erwähnt, zum Datensicherungsstreber werden ließ – sind allerdings sämtliche Fotos von damals über die Wupper. Von daher „musste“ ich so oder so noch einmal ein Heimspiel des SVWW besuchen.

Die Hinfahrt mit Umstieg in Mainz verlief weitestgehend ereignislos, sieht man einmal von einem völlig euphorisierten Zugführer ab, der die nahende Ankunft in Wiesbaden fast schon ekstatisch zelebrierte. Gerne hätte man den Grund dafür herausgefunden, doch trotz gewohnt pünktlicher Ankunft blieb wenig Zeit für Sightseeing – ab in’s Stadion!

Von der durch Klassizismus und Jugendstil geprägten und gemäß Reiseführer sehr harmonisch wirkenden Innenstadt bekommt man auf dem direkten Weg von Hauptbahnhof zum Stadion leider nichts mit. Dafür läuft, respektive fährt der geneigte Fußballfan an der Zentrale des Statistischen Bundesamtes entlang.

Vielleicht trägt der kühl und technokratisch wirkende Hochhauskomplex eine Mitschuld an Wiesbadens suboptimalem Abschneiden bei „Hessens schönste Städte“. Die Zuschauer der Kultsendereihe des hr wählten ihre Landeshauptstadt jedenfalls nur auf Rang 16. Hinter Käffern wie Bad Orb oder Schlitz. Was wohl unser Lokführer dazu sagen würde?

3. Liga – 2011/2012
SV Wehen Wiesbaden – SpVgg Unterhaching
0:0
10.04.2012, Brita-Arena
2.300 Zuschauer (ca. 20 Gäste)

Tja, was soll man zu solch einem Spiel großartig schreiben? Am besten nur das Nötigste: keine Tore, kaum Chancen, Abstiegskrampf pur, wenig Zuschauer, die, wenn überhaupt vernehmbar, fast ausschließlich zusammengeklautes Liedgut präsentierten. Schnell weg hier.

Die Übernachtungsfrage wurde wie üblich bereits im Vorfeld geklärt und über HRS ein Hotelzimmer gebucht. Die Anforderungen waren klar:

  • zentral gelegen mit guter ÖPNV-Anbindung
  • 24h-Rezeption, da die Anreise erst am späten Abend/in der Nacht erfolgen würde
  • gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • zumindest ordentliche Bewertungen

Die Wahl fiel schlussendlich auf das Hotel Diplomat in Frankfurt, das allen Ansprüchen gerecht werden konnte. Zudem konnte ich von Wiesbaden HBF direkt ohne umzusteigen zu einem S-Bahnhof in unmittelbarer Nähe fahren. Das doch recht kleine, aber saubere Zimmer wurde als absolut ausreichend für eine erholsame Nacht befunden und nach einem Absackerbier gingen im Ostend auch rasch die Lichter aus.

Bevor es am nächsten Morgen weiter gen Nürnberg gehen sollte, stand noch ein kurzer Ausflug nach Frankfurt-Rödelheim auf dem Programm. Immer wieder toll: Der ÖPNV in Frankfurt. Schnelle Taktungen, gute Umstiegsmöglichkeiten, halbwegs saubere Fahrgastbereiche. Ja, ich glaube, von allen deutschen Großstädten mit über 250.000 Einwohnern hat Frankfurt den besten Nahverkehr.

Rödelheim erhielt seinen Namen durch ein früher in Deutschland weltbekanntes Hip-Hop-Duo und, naja, ist nicht unbedingt ein Ort zum Urlaub machen. Der bereits erwähnte Festplattendefekt führte mich gleichwohl zum zweiten mal in meinem Leben in diese pittoreske Ecke der Bankenmetropole. Keine ist, keine andere ist.

Das Stadion am Brentanobad war dann auch zum Glück geöffnet und in einer guten Viertelstunde zufriedenstellend abfotografiert. Ganz so reibungslos verlief die weitere Reise in Richtung Frankenland dann allerdings nicht, der IC hatte am Ende über eine halbe Stunde Verspätung.

Dennoch blieb genügend Zeit, um vor dem Spiel das Reichparteitagsgelände samt Zeppelinfeld zu erkunden und auch noch auf dem Vereinsgelände des 1. FC Nürnberg vorbeizuschauen. Rund um den Sportpark Valznerweiher hat der Glubb ein neues zentrales Funktionsgebäude mit allem Zipp und Zapp (Jugendinternat, Lizenzspielerbereich, Museum, Verwaltung) errichtet. Durchaus beeindruckend.

1. Bundesliga – 2011/2012
1. FC Nürnberg – FC Schalke 04
4:1 (3:0)
11.04.2012, Stadion Nürnberg
44.031 Zuschauer (ca. 3.500 Gäste)

Nach einer erneuten Derbyniederlage war bereits vor diesem Spiel die Luft aus der eigentlich recht erfolgreich verlaufenden Saison raus. Zumindest der zur CL-Qualifikation berechtigende 4. Tabellenplatz war Schalke kaum noch zu nehmen. Und das merkte man Huub Stevens‘ Truppe dann auch an. Mit „katastrophal“ ist diese Leistung noch wohlwollend umschrieben. Ganz anders die Mannschaft des FCN, der mit diesem beherzten Auftritt ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelang.

Deutlich interessanter als der dargebotene Sport war aber ohnehin das Geschehen auf den Rängen. Schalker und Nürnberger Anhänger forderten gemeinsam lautstark das „Max-Morlock-Stadion“:


Auch auf dem Hauptbahnhof blieb die Atmosphäre im Anschluss ausgelassen und friedlich. Vermutlich hat die Fanfreundschaft schon bessere Tage erlebt, dennoch ist es immer wieder eine nette Erfahrung, wenn man als Auswärtsfan wohlwollend und ohne Anfeindungen empfangen wird. In diesem Sinne: Schalke und der FCN!

Die Dinosaurier wer’n immer weniger

Trotz des jüngsten Auswärtssiegs in Kaiserslautern schwebt der Hamburger SV in echter Abstiegsgefahr. Wir wollen ja nichts beschreien… aber: Wann haben eigentlich die anderen 15 Teilnehmer der ersten Saison ihren Status als „Bundesliga-Dino“ verloren?

  • 1964: Als erste Gründungsmitglieder der Bundesliga steigen Preußen Münster und der 1. FC Saarbrücken sofort wieder ab.
  • 1965: Sportliche Absteiger gibt es aufgrund der Aufstockung auf 18 Teams nicht, Hertha BSC wird allerdings die Lizenz entzogen.
  • 1968: Der Karlsruher SC landet abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.
  • 1969: Der 1. FC Nürnberg schafft das bis heute unwiederholte Kunststück, als amtierender Meister abzusteigen.
  • 1970: Der TSV 1860 verlässt nur vier Jahre nach seiner ersten und einzigen Meisterschaft die 1. Liga.
  • 1972: Borussia Dortmund verschwindet für vier Spielzeiten in der Zweitklassigkeit.
  • 1973: Sechs Jahre nach dem Titelgewinn muss Eintracht Braunschweig erstmalig den Gang in die Regionalliga antreten.
  • 1975: Der VfB Stuttgart steigt in die neu gegründete 2. Bundesliga Süd ab.
  • 1980: Ähnlich wie den VfB erwischte es Werder Bremen bislang nur einmal.
  • 1981: Die 80er waren eine schwierige Zeit für den FC Schalke 04, die mit dem ersten Abstieg begann.
  • 1982: Erstaunlich, dass sich der MSV Duisburg so viele Jahre am Stück in der Bundesliga halten konnte.
  • 1996: Nach 14 Jahren Schonzeit erwischt es mit dem 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt gleich zwei „Dinos“.
  • 1998: Der 1. FC Köln erhält seine Bestimmung als Fahrstuhlteam.

Was sagt uns diese Auflistung? Nicht viel. Muss sie ja auch nicht. Interessant, dass Preußen Münster als einziger Club nie den Wiederaufstieg geschafft hat. Immerhin: Dass der MSV Duisburg erst nach seiner 19. Bundesliga-Saison die Bundesliga erstmalig verlassen musste, hat mich wirklich überrascht.

Ehrenamtsschimmel

+++ Update (24.11.11): Werder Bremen und der VfL Wolfsburg wurden mit in die Liste aufgenommen. An der Weser wird die Ausbeutung von Arbeitskraft übrigens besonders professionell betrieben: Die Rekrutierung der Freiwilligen erledigt eine Zeitarbeitsfirma, die dadurch entstehenden Kosten holt man (teilweise) über eine als Sponsor fungierende Versicherung wieder rein. +++

Vor gut einem Monat haben wir über das höchst erfolgreiche Volunteer-Programm von Hannover 96 berichtet. Was wir damals noch nicht ahnten: Nach 96er-Vorbild hat sich das Einspannen von kostenneutralen Arbeitskräften im deutschen Fußball mittlerweile zu einem regelrechten Industriezweig entwickelt.

Da wir uns außerdem nicht nachsagen lassen möchten, bewusst negativ oder einseitig über die Niedersachsen zu schreiben, haben wir uns die Mühe gemacht, nach anderen Programmen dieser Art zu suchen. Diese Auflistung erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist das Ergebnis einer semi-intensiven Google-Recherche und dem Absuchen der offiziellen Vereinswebseiten. Wer weitere Volunteer-Programme kennt, darf sich natürlich gerne in den Kommentaren zu Wort melden.

1. Bundesliga

Hannover 96

Programm existiert seit: Beginn Saison 05/06

Anzahl Volunteers: 80

Aufgaben: Auskunftserteilung und Hilfestellung, Platzanweisung, Ticketing, Mitwirken in der EDV, Kinderbetreuung

Leistungen: keine Angabe

Quelle: www.hannover96.de/CDA/awd-arena/volunteer-programm.html

Borussia Dortmund

Programm existiert seit: Beginn Saison 07/08

Anzahl Volunteers: 130

Aufgaben: Auskunftserteilung und Hilfestellung, Platzanweisung, Betreuung von behinderten Gästen, VIPs und Journalisten

Leistungen: Volunteer-Kleidung für jedes Wetter, Verpflegung und ein Exemplar des Stadionmagazins; sofern Aufgabengebiet und Platzsituation auf den Ränge es zulassen, können manche Volunteers auch das Spiel verfolgen

Quelle: BVB-Webseite (siehe Google)

1. FC Köln

Programm existiert seit: 2007

Anzahl Volunteers: 60

Aufgaben: als Ansprechpartner für Fan-Fragen dienen

Leistungen: keine Angabe

Quelle: www.fc-volunteers.de und www.fc-koeln.de/stadion/volunteers/

1. FC Nürnberg

Programm existiert seit: keine Angabe

Anzahl Volunteers: keine Angabe

Aufgaben: Auskunftserteilung, allgemeine Kundenbetreuung, Verkauf des Stadionmagazins, Überwachung der Nichtraucherblöcke, Ausgabe hinterlegter Tickets,

Leistungen: Kleidung (Polo-Shirt darf nach Beendigung der Tätigkeit behalten werden), kostenlose Verpflegung, Ticket für den Nahverkehr, Urkunde

Quelle: www.fcn.de/stadion/clubvolunteers/fakten/

FC Augsburg

keine näheren Angaben

Quelle: www.fcaugsburg.de/cms/website.php?id=/index/stadion/data8201.htm

Hertha BSC

Programm existiert seit: Beginn Saison 07/08

Anzahl Volunteers: 80 bis 100 pro Heimspiel

Aufgaben: allgemeine Informationserteilung, Toiletten- und Kioskauskunft, Platzanweisung

Leistungen: keine Angabe

Quelle: www.herthabsc.de/index.php?id=1589 und www.herthabsc.de/index.php?id=413&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1313

FC Schalke 04

Supportersclub und Thorsten Wieland haben mich auf Twitter darauf aufmerksam gemacht, dass es auch bei Schalke ein Volunteers-Programm gibt oder zumindest gegeben hat. Ein entsprechender News-Artikel auf der Schalke-Webseite (wohl relaunchbedingt heute nicht mehr aufrufbar) wurde Anfang 2008 von Thorsten in seinem Königsblog kommentiert.

Auf dem im Sommer 2009 neu gestalten Internetangebot des S04 lässt sich aktuell allerdings kein Hinweis mehr auf ein derartiges Freiwilligen-Programm finden.

Programm existiert seit: 2007

Anzahl Volunteers: Pool von 140 Helfern

Aufgaben: Auskunftserteilung an verschiedenen Stellen

Leistungen: keine Angabe

Quelle: http://www.schalke04.de/aktuell/news/einzelansicht/artikel/s04-volunteers-helfer-in-jeder-lebenslage.html (Danke an Supportersclub!)

TSG Hoffenheim

Programm existiert seit: Saison 07/08

Anzahl Volunteers: keine Angabe

Aufgaben: Medienbetreuung, als Ansprechpartner für Fans fungieren, Umsetzung von Werbemaßnahmen

Leistungen: keine Angabe

Quelle: http://www.achtzehn99.de/achtzehn99-volunteers-1899-hoffenheim-sucht-dich/

Bayer Leverkusen

Programm existiert seit: keine Angabe

Anzahl Volunteers: rund 65 am Spieltag

Aufgaben: Auskunftserteilung, Arbeit im Innenraum, Pressebetreuung, Tätigkeiten für den „Löwenclub“ (teilweise kostenpflichtiges Programm, um Kinder an den Verein zu binden)

Leistungen: keine Angabe

Quelle: http://www.bayer04.de/B04-DEU/de/_md_aktuell-dt.aspx?aktuell=aktuell-4059&guid=0-79106AF3-9D98-4F55-B709-4085FA5D246F-667

VfB Stuttgart

Programm existiert seit: neu zu Beginn der Saison 11/12

Ansonsten keine näheren Angaben

Quelle: http://www.vfb.de/de/verein/volunteers/bewerbung/page/2066-0-8-1307539352.html

Werder Bremen

Programm existiert seit: Bundesligasaison 2008/09

Anzahl Volunteers: keine Angabe

Aufgaben: Presse-, VIP und Besucher-Betreuung, Mitarbeit im Marketing und bei Werder-TV

Leistungen: einheitliche Ausrüstung, Verpflegung während der Einsätze, Bescheinigung bei Bedarf

Quelle: http://www.werder.de/de/business/news/36495.php (Danke an denTrainer!)

VfL Wolfsburg

Programm existiert seit: Saison 2006/2007

Anzahl Volunteers: keine Angabe

Aufgaben: Medien und Kommunikation, Sicherheit, Service, Transport & Verkehr

Leistungen: Uniform, kostenlose Verpflegung, Tageseintrittskarte, kostenlose Mitgliedschaft im Wölfeclub (nach zehn Einsätzen)

Quelle: https://www.vfl-wolfsburg.de/info/ueber-uns/stellenangebote/volunteers.html (Danke an vflwobarchiv)

2. Bundesliga

VfL Bochum

Programm existiert seit: Juli 2009

Anzahl Volunteers: keine Angabe

Aufgaben: Unterstützung in verschiedenen Servicebereichen, Betreuung behinderter Gäste, Auskunftserteilung, allgemeine Kundenbetreuung

Leistungen: keine Angabe

Quelle: www.vfl-bochum.de/site/_verein/volunteersp.htm

3. Liga und darunter

Preussen Münster

Programm existiert seit: Saison 09/10

Anzahl Volunteers: bis zu 20 pro Spieltag

Aufgaben: Unterstützung in verschiedenen Servicebereichen, Betreuung behinderter Gäste, Auskunftserteilung, allgemeine Kundenbetreuung

Leistungen: Verfolgen der Spiele, Zeugnis, Ermäßigung auf den Beitrag für die Vereinsmitgliedschaft

Quelle: www.scpreussen-muenster.de/stadion/stadionhelfer

SV Wehen Wiesbaden

Programm existiert seit: keine Angabe

Anzahl Volunteers: keine Angabe

Aufgaben: u.a. Gästebetreuung

Leistungen: Volunteer-Teamkleidung, kostenlose Verpflegung am Spieltag, die Möglichkeit Heimspiele live zu verfolgen, 2 Eintrittskarten für 3 Heimspiele pro Saison, Tickets für Auswärtsspiele, gemeinsame Veranstaltungen

Quelle: http://www.svwehen-wiesbaden.de/verein/sport-gmbh/volunteers (Danke an stehblog)

Random Fact: Gründerjahre sind (keine?) Herrenjahre

Ich weiß nicht, ob sie etwas aussagt, und wenn ja, was – als interessante Randerscheinung taugt folgende Beobachtung meiner Meinung nach allemal:

Alle 14 Teams die in der ersten Bundesligasaison die Klasse gehalten haben, spielen auch in der kommenden Spielzeit in der (1. und 2.) Bundesliga. Die beiden damaligen Absteiger, 1. FC Saarbrücken und Preußen Münster, werden in der ebenfalls eingleisigen 3. Liga antreten.

Während es Letztgenannte in jüngerer Vergangenheit bis in die Niederungen der vierten (Münster) und fünften (Saarbrücken) Spielklasse verschlagen hatte, haben sich die ersten 14 „Überlebenden“ durch die Bank mindestens auf Level drei gehalten.

In Frankfurt könnte sich nun zu Aidas Triumphmarsch eine Herrenrunde „Genau die Richtigen ausgewählt“-gröhlend auf die welken Schenkel klopfen. In Pirmasens, Aachen oder Offenbach hingegen mehr denn je die Ansicht vertreten werden, bei der Auswahl der 16 Debütanten nicht nur übergangen, sondern auch dauerhaft benachteiligt worden zu sein.

Derweil hat die dem Rekordmeister anhängende Leserschaft vermutlich schon ihr grausigtes Miasanmia-Grinsen aufgesetzt. Aber, hey, so eine bestätigende Ausnahme hat doch noch keiner Verschwörungstheorie geschadet.

Patschinski, der Regen und ich

DFB-Pokal – 10/11
Eintracht Trier – 1. FC Nürnberg
0:2 (0:1)
15.08.10, Moselstadion (Trier)
5.200 Zuschauer (ca. 1.400 Gäste)

Wer gestern von den Stehplatzterassen in Trier an, oder besser: in der Mosel Fußball geschaut hat, dem dürfte dieses Bild bekannt vorkommen:

Es schüttete im gesamten Südwesten wirklich aus allen Rohren. Hach, die Dächer dieser modernen Plastikarenen sind schon irgendwie nicht verkehrt,

Ansonsten war’s ein Pokalspiel wie vom Reißbrett: Die Amateure aus der Regionalliga West hatten viele gute Chancen, am Ende obsiegte die Effizienz des Erstligisten. Sinnbildlich für die vergeblichen Anstrengungen der Trierer steht deren prominentester Spieler – Stürmer Nico Patschinski. Ein Glücksritter von tragikkomischer Gestalt, der in seiner Karriere auch den einen oder anderen Abstieg mitgenommen hat. Er hat sich stets bemüht.

Ausdrücklich gelobt werden sollen an dieser Stelle die Eintrittspreise beim Pokalschreck aus der ältesten Stadt Deutschlands. 6,50 EUR für einen ermäßigten Stehplatz gehen mehr als klar.

Fotogalerie (Bilder durch Anklicken vergrößern):

Moselstadion Trier Moselstadion Trier
Moselstadion Trier Moselstadion Trier
Moselstadion Trier Moselstadion Trier
Moselstadion Trier Club-Fans

Spielberichte: Kicker.de | Eintracht-Trier.com | FCN.de | Clubfans United

Die Puppenkiste bleibt zu

Die fünf größten* Städte in Deutschland, die nie einen Verein in der 1. Bundesliga hatten:

  1. Bonn (317.949 Einwohner)
  2. Wiesbaden (276.742 Einwohner)
  3. Augsburg (263.313 Einwohner)
  4. Chemnitz (243.880 Einwohner)
  5. Kiel (237.579 Einwohner)

Der Glubb allein kann verhindern, dass sich an dieser schönen Rangliste etwas ändert. Unreflektiertes „FCA“-Gesabbel in der ersten Liga geht ginge jedenfalls gar nicht. Das Hinspiel gibt es heute ab 20:15 Uhr (Anpfiff: 20:30 Uhr) live im Ersten.

* nach Einwohnerzahlen von 2008

Belanglos im Ersten

Noch nie Dagewesenes trug sich am Samstag während des Bundesligaspiels in Wolfsburg zu, sämtliche Vereinschroniken des 1. FC Nürnberg müssen jetzt zwangsläufig neu geschrieben werden. Acht mal haben die Glubberer in der ersten Spielhälfte versucht, die Kugel im Wolfsburger Gehäuse unterzubringen, was nicht weniger als einen neuen Vereinsrekord darstellt. Behaupten die Weltklasse-Journalisten der Sportschau.

Jeder Bambino weiß: Die Anzahl der Schüsse in der ersten Halbzeit ist eine der wichtigsten Kennziffern im Fußballsport überhaupt. Da verwundert es nicht, dass die vor Glück besoffenen Franken im zweiten Abschnitt noch drei Treffer erzielen und das Duell für sich entscheiden konnten. Dennoch bleibt der überraschende Auswärtserfolg an diesem sporthistorischen Tag nicht mehr als eine kleine Randnotiz.

Ich habe nichts gegen Statistiken. Wirklich nicht. Ganz im Gegenteil. Irgendeine Art von Gehalt sollten sie allerdings schon haben. Gleichwohl ist die Debatte über Sinn und Unsinn solch sperriger Superlative die eine, deren Wahrheitsgehalt noch einmal eine ganz andere Sache. Bei Freiburg oder Mainz würde ich wohl gar nicht auf die Idee kommen, daran zu zweifeln. Aber wir reden hier immerhin vom Glubb. Traditionsverein, Neunmaliger, Gründungsmitglied, Abstieg als Titelträger, you name it.

Wie darf man sich die Ermittlung des nun gebrochenen Rekordwertes vorstellen? Jahrzehntelanges Stöbern nach verstaubten Radiomitschnitten auf den Dachböden Nürnberger Privathaushalte samt anschließender Auswertung? Oder hat man sich vielleicht doch eher auf eine von Reinhold Beckmann angefertigte Privatkopie der ran-Datenbank verlassen und die Zeit vor Beginn der Aufzeichnungen nonchalant unter den Tisch fallen lassen? The answer my friend…

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Return of the Relegation

Jetzt ist sie also wieder da, nach 18 Jahren Pause. Nur die Älteren werden sich an legendäre Partien wie das Duell des juvenilen Tony Yeboah (verstärkt durch zehn andere Saarbrücker) mit Eintracht Frankfurt erinnern.

Mein Tipp: Die Paarungen sind wirklich sehr ausgeglichen und versprechen vier spannende Kampfspiele. Nürnberg und Osnabrück werden sich jeweils knapp durchsetzen.

Relegation zur 1. Bundesliga
LIVE IN DER ARD

Do 28.05.09 18:00
Energie Cottbus – 1. FC Nürnberg
So 31.05.09 15:30
1. FC Nürnberg – Energie Cottbus

Relegation zur 2. Bundesliga
LIVE IM NDR / WDR

Fr 29.05.09 20:30
SC Paderborn 07 – VfL Osnabrück
Mo 01.06.09 15:30
VfL Osnabrück – SC Paderborn 07