Neue Serie: Profivereine, die wie ein Internetcafé heißen

…beziehungsweise hießen, jetzt also einen anderen Namen tragen, in Wirklichkeit aber nach einem Stockholmer „Nachtclub und Eventlokal“ benannt wurden und deren Spieler vermutlich auch eher Halbprofis sind waren:

FC Café Opera (Ende der Serie).

Selbst die Spielklassen in Schweden tragen drollige Bezeichnungen und so spielt der Club in der aktuellen Saison in der „Superettan“ genannten zweiten Liga. Nach einer notwendig gewordenen Fusion passiert das allerdings seit 2005 unter der äußerst drögen Firmierung „Väsby United“.… […] WEITERLESEN

Sonntagsfoto: Es fährt ein Zug wie nirgendwo

West Stand, Lansdowne Road, DART-Train

Dublin Area Rapid Transit (kurz DART) ist ein S-Bahn-ähnliches Nahverkehrssystem, das seit 1984 die Vororte der irischen Hauptstadt Dublin mit der Stadt verbindet. Die charakteristischen grünen Wagen nutzen ein Oberleitungsystem mit 1500 Volt Gleichstrom.

So nüchtern beginnt der deutsche Wikipedia-Artikel über ein Thema, das Trainspotter und Groundhopper gleichermaßen in Verzückung versetzt. Der DART-Train ist – oder besser: war – der einzige (mir bekannte) Zug der Welt, dessen Streckenverlauf durch ein Fußballstadion führte.… […] WEITERLESEN

Housearrest

Wappen ASV DurlachWappen Normannia GmündOberliga Baden-Württemberg – 10/11
ASV Durlach – 1. FC Normannia Gmünd
0:0
25.08.10, Turmbergstadion (Karlsruhe)
350 Zuschauer (ca. 10 Gäste)

Der Unterschied zwischen Pech und Unvermögen ist schnell erklärt.

Wenn in der Startaufstellung der Gastmannschaft gleich zwei Spieler mit dem für nordbadische Stadionsprecherzungen schier unaussprechlichen Vornamen „Tschuhuisäppe“ stehen, dann ist das Pech.

Wenn hingegen ein zum Großteil aus Best Agern bestehende Publikum mit Kirmestechno in Kirmeslautstärke belästigt wird, wenn selbst ich, als relativ junger und relativ musiktoleranter Mensch, eben jenem Stadionsprecher am liebsten „MACH SOFORT DIESE UNFASSBARE SCHEISSE AUS!“… […] WEITERLESEN

Nolympia

Nolympia für Brasilien

Sie haben scheinbar alles gewonnen, was es im Weltfußball zu gewinnen gibt: Fünf Weltmeisterschaften, acht Copa Americas und dreimal die Schwiegermutter aller Titel, den Konföderationen-Pokal. Um auch noch mit den Triumphen im Juniorenbereich zu protzen, reicht der Platz auf dem Briefkopf der Confederação Brasileira de Futebol (CBF) vermutlich gar nicht aus.

Doch selbst dem prächtig bestückten CBF-Museum in São Paulo fehlt noch das eine oder andere wichtige Exponat. Zum Beispiel eine güldene Medaille mit fünf eingravierten Ringen.… […] WEITERLESEN

Der Zweck scheinheiligt die Mittel

Um ihre Lieblingskapitalgesellschaft live vor Ort in der Gelsenkirchener Arena zu erleben, müssen BVB-Fans in diesem Herbst relativ tief in die Tasche greifen. Stehplätze kosten 20 Euro, wer lieber sitzt, ist ab 40 Euro aufwärts dabei (+10 % Vorverkaufsgebühr).

Für verschiedene schwarz-gelbe Fanorganisationen ist das Grund genug, mit einem Rundschreiben zum Boykott des Bundesligaspiels am 19. September aufzurufen. Unter anderem heißt es darin:

Wir sehen darin einen Versuch, höhere Ticketpreise zu etablieren und setzen uns dagegen zu Wehr.

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Kehl ist warm

Oberliga Baden-Württemberg – 10/11
Kehler FV – TSG Balingen
3:1 (1:0)
21.08.10, Rheinstadion (Kehl)
400 Zuschauer (ca. 40 Gäste)

Sehr warm sogar. Man hatte also Verständnis für Schiedsrichter Michael Schroeter, der sich in der Halbzeitpause wegen Kreislauf mit dem Krankenwagen abtransportieren ließ. Sein Assi pfiff die Partie aber halbwegs souverän zu Ende.

Höhepunkt eines richtig guten Oberliga-Spiels:

Nach einem neuerlichen Madegwa-Blackout prügelte Imbs das Spielgerät aus spitzem Winkel mit voller Wucht ins lange Eck – ein Traumtor zum 2:0 (77.).

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Aussage-Handlungs-Scheren

Ihr kennt sicher alle den ehemaligen Jugend-Nationalspieler Martin Marten Laciny von Hansa Rostock. Nein? Macht nichts. In einem 11Freunde-Interview erklärt der heute unter seinem Künstlernamen „Marteria“ nicht weniger unbekannte Musiker, warum er bereits mit 17 Jahren die Kickerei aufgab und so auf eine mögliche Profi-Karriere verzichtete:

Ich wollte nicht mit überdimensionierten Autos und dicken Felgen in die Großraumdiskothek fahren, ich wollte auch keinen Berater und ich wollte nicht im Spotlight in Sporthallen einlaufen.

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