„Als käme ich vom Mars“

„Man kommt ja gar nicht mehr an die Stars ran. Exklusiv™ schon gar nicht. Und wenn, dann allerhöchstens unter der Fuchtel eines Werbepartners.“

Jo. Stimmt vermutlich. War vor einer Dekade aber bereits auch schon so, wie die Schilderungen von Spiegel-Journalist Ullrich Fichtner über Zustandekommen und Ablauf seiner Audienz beim damals wohl besten Fußballspieler des Planeten eindrucksvoll dokumentieren. Ein zehn Jahre alter Text, immer noch sehr lesenswert: Elf Minuten Zidane.

Werner Biskup: In agro veritas

Werner Biskup ist eine dieser “Kultfiguren der Bundesliga”, mit der ich kraft meiner späten Geburt nicht mehr so wirklich in Berührung gekommen bin. Zu seinen Fähigkeiten als Trainer kann ich also wenig sagen. Wohl aber, dass der am 22. Juni verstorbene Biskup meisterhaft mit Trollen umgehen konnte – lange bevor dieser Begriff in einer durch die Netzkultur beeinflussten Bedeutung den Weg in unseren Sprachgebrauch fand. Anekdote?

Anekdote: Irgendwann ist ein Kumpel von mir als Teil einer angeschickerten Truppe von Abiturienten bei einem von Werner Biskup geleiteten Training aufgelaufen.… […] WEITERLESEN

They tried to make me go to rehab, but I said…

Ich bin einigermaßen von mir selbst überrascht; oder auch nicht: Nachdem ich am Mittwoch noch absolut keine Lust auf das Turnier in Brasilien hatte, ist heute, nur drei Tage später, auch hier ohne Thermometer leicht erhöhte Temperatur messbar.

Dieser Zustand ist freilich nicht mit dem WM-Fieber von 1990 zu vergleichen. Weil man die rund um den Fußball geschehende Gesamtscheiße inzwischen besser einordnen kann, weil es tatsächlich immer schlimmer wird oder weil man als Erwachsener einfach generell viel von seiner Begeisterungsfähigkeit eingebüßt hat?… […] WEITERLESEN

Das größte Spiel in der Geschichte des SV Lohhof

Vielleicht fand es in der Saison 94/95 in der damals drittklassigen Regionalliga Süd gegen Darmstadt 98 oder die Offenbacher Kickers statt. Oder 1999/00 in der selben Division gegen den FC Augsburg. Man weiß es nicht genau.

Auf keinen Fall aber war es ein Freundschaftsspiel gegen Hastenichgesehen vor bezahlten Fan-Darstellern, wie es die Marketing-Abteilung eines Pay-TV-Anbieters gerne hätte.