Fotos: Stadion Strahov in Prag – das größte Stadion der Welt

Bereits die reinen Daten sind beeindruckend: Bei einer Innenraumfläche von 310,5 x 202,5 Metern bot das Strahov-Stadion Platz für bis zu 250.000 Zuschauer. 1926 eröffnet waren es vor allem Massenveranstaltungen wie die Spartakiaden, die Hundertausende auf den Petřín-Berg im namensstiftenden Staddteil Strahov lockten.

Und auch von außen betrachtet wirkt die Anlage gewaltig, noch dazu im direkten Vergleich mit dem sich nebenan befindlichen und ebenfalls Strahov genannten Stadion Evžena Rošického. Wie bei vielen Gebäuden werden die wahren Dimensionen dieses Ungetüms aber wohl erst aus der Vogelperspektive wirklich deutlich:

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Momentan wird das Stadion nicht oder nur selten für Sportveranstaltungen genutzt. Im Innenraum hat Sparta Prag seine Geschäftsstelle sowie ein Trainingszentrum mit acht Fußballfeldern errichtet, davon sechs in Standardgröße. Das letzte große Konzert war der Auftritt von George Michael im Jahr 2007. Seitdem verfällt das Stadion zusehends. Konkrete Pläne, wie das einzigartige Monument erhalten werden kann, existieren wohl nicht.

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„Was mir der Fußball gibt, das kann mir keine Frau geben“

Screenshot "DSF Reportage - Die Groundhopper"

Screenshot "DSF Reportage - Die Groundhopper"

Wenn de sowatt siehs, datt isssss… wie gesacht, dassss… phänomenal. Sowatt gibbet bei uns in Deutschland gar nich mehr. So ne… so ne Absperrung zum Spielfeld. Also… einfach nur gigantisch. Kann ich gar nichts zu sagen vor allen Dingen… hier in der Scheschei das ist einfach nur geil.

Es gab Zeiten, da wiederholte unser Lieblingsspartensender die „DSF Reportage – Die Groundhopper“ quasi täglich in seinem Nachmittagsprogramm. Doch mittlerweile ist es etwas ruhiger geworden um Jens-Uwe, Tom, „Junior“ Marcel und ihren Abenteuern.

Leider. Denn neben der Liebeserklärung (s. obiges Zitat) von „Nachwuchshopper“ Marcel an einen grünen Zaun, noch mehr unfreiwilliger Komik und dem dsf-typischen Geschwafel wirft dieser Film in seltenen Momenten tatsächlich einen authentischen Blick auf die Lebenswirklichkeit jener Sportfreunde, die an 52 Wochenenden im Jahr dem Fußball hinterher reisen.

Da hätten wir also nächtliche Tankstellenaufenthalte mit schlecht frisierten Gestalten, kurzfristig verlegte Spiele, den unvermeidlichen Umbro-Pulli oder natürlich auch schlecht frisierte Gestalten, die „sich schonmal besser geben, als man eigentlich ist“.

Bliebe noch zu klären, was die nichts zum Thema beitragenden Einspieler von Ebby Kleinrensing und seinen „Notts“ (eigentlich „Lads“) in diesem Machwerk zu suchen haben. Aber vermutlich ist Irren einfach menschlich. In diesem Sinne: Prostěvic oder Prostějov, hauptsache nen schönen scheschischen Grillschinken.

Und deshalb: Unbedingt „mal ne Konzession an die Leute machen“ und sich die knapp 23-minütige „DSF Reportage – Die Groundhopper“ zu Gemüte führen.