Fotos: Osnatel-Arena / Stadion an der Bremer Brücke, VfL Osnabrück

Osnatel-Arena, Osnabrück

Adresse: Scharnhorststraße 50, 49084 Osnabrück
Heimatverein: VfL Osnabrück
Kapazität: 16.667 (10.475 Stehplätze und 6.192 Sitzplätze)
Zuschauerrekord: 38.000 (1952, Endrunde um die Deutsche Meisterschaft: VfL Osnabrück – VfB Stuttgart 0:0)
Erbaut: 1933
Renovierungen: 1952, 1968, 2008

Frühere Namen: Städtisches Stadion an der Bremer Brücke und Piepenbrock-Stadion an der Bremer Brücke.

Video:

Fotogalerie (Bilder durch Anklicken vergrößern):

Osnatel-Arena / Bremer Brücke, VfL Osnabrück Osnatel-Arena / Bremer Brücke, VfL Osnabrück
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Live-Bericht: VfL Osnabrück – Preußen Münster | Groundhopping

Aus unserem Archiv:

Regionalliga Nord – 01/02
VfL Osnabrück – SC Preußen Münster
2:0 (0:0)
07.12.2001, Stadion an der Bremer Brücke (Osnabrück)
6.800 Zuschauer (ca. 1.500 Gäste)

Ein knappes Jahrzehnt mussten die Anhänger beider Vereine warten, bis es endlich mal wieder ein Pflichtspielderby gab. Lange war man durch durch unterschiedliche Regional- bzw. Oberligen getrennt, aber Zu Beginn der Hinrunde war es dann endlich soweit. Dieses brisannte Duell vor immerhin 9.200 Zuschauern entschieden die Lila-Weisen mit 3:1 für sich.

Damals wurde beiden Vereinen zugetraut, ein Wörtchen um den Aufstieg mitzusprechen, die Saison nahm dann aber bekanntlich einen ganz anderen Verlauf. Münster nimmt schon etwas abgeschlagen die vorletzte Tabellenposition ein, aber auch Osnabrück enttäuschte bislang und befand sich vor dieser Partie im unteren Mittelfeld.

Das Stadion an der Bremer Brücke dürfte mit das Beste in der 3. Liga sein, nur die Tornetze stören doch ziemlich. Ansonsten gibt es an der bis auf die Gegengerade überdachten und mit zugebauten Ecken versehenen Arena aber kaum etwas zu bemängeln.

Die Gästeblöcke waren gut gefüllt und die Preussen-Fans sorgten vor allem Angesicht der schlechten Leistung ihrer Mannschaft für eine tolle Stimmung. Von den Osnabrückern war von meiner Position aus leider nicht besonders viel zu hören.

Wie schon oben angedeutet versagten die Aktiven des SCP einmal mehr. Osnabrück war technisch überlegen, die wenigen Torchancen versiebten die Gästte auch noch kläglich. So wirds logischerweise ganz schwer, die Klasse zu halten. Wäre natürlich sehr schade für so einen Traditionsverein, andererseits „droht“ die Oberliga Westfalen in der nächsten Saison ein echter Knaller zu werden: Paderborn, Münster, Gütersloh, Herne in einer Liga, das hätte schon was.

Live-Bericht: VfL Osnabrück – SV Wilhelmshaven | Groundhopping

Aus unserem Archiv:

Finale NFV-Pokal – 06/07
VfL Osnabrück – SV Wilhelmshaven
1:3 (1:1)
18.07.07, Sportpark Illoshöhe (Osnabrück)
1.800 Zuschauer (ca. 100 Gäste)

Osnabrück, Hauptstadt und Perle des Tecklenburger Landes, weltbekannt für seinen herrlichen Rotwein (traditionelles Weinfest: 19. bis 22. Juli). Gibt es einen besseren Spielort für ein Pokalfinale? „Ja, ein gut ausgebautes Stadion auf neutralem Ort, z.B. in Barsinghausen“ würde jetzt sicher so mancher auf diese rhetorische Frage antworten, aber man will ja nicht meckern.
Obwohl ich es dem NFV durchaus zutrauen würde, eine komplette Pokalrunde durch geschicktes Verteilen von Freilosen in der Vorbereitungszeit abzuwickeln, dreht sich dieser Spielbereicht selbstredend um das Finale aus der abgelaufenen Spielzeit. Da in Niedersachsen ja beide Halbfinalsieger für den DfB-Pokal qualifiziert sind, haben sich die Verantwortlichen wohl einvernehmlich darauf geeinigt, das End- als Testspiel in der neuen Saison auszutragen. Macht ja irgendwie auch Sinn…

…vor allem wenn man dadurch zu einem neuen und schwer zu machenden Ground kommt. Die Illoshöhe ist ein Leichtathletikstadion vom Typ B und nur auf einer Längsseite ausgebaut. Diese ist jedoch recht ansehlich, mit einer zweistelligen Anzahl an Stufen die bis in die Kurven hineinreichen und einem sehr wuchtig wirkenden Dach. Dort finden so gut wie keine Fußballspiele statt, die Oberligareserve des VfL trägt seine Heimspiele normalerweise auf dem wesentlich schlechter ausgebauten Klushügel aus.

Zunächst war der zwei Klassen höher spielende Favorit klar überlegen, leistete sich nach der schnellen Führung allerdings den Luxus, mehrere klarste Torchancen (inkl. Foulelmeter) kläglich zu verballern. So kam der Oberligist zunächst immer besser ins Spiel und kurz vor dem Pauseneistee auch zum Ausgleich durch einen sehenswerten Flugkopfball des ehemaligen Bundesligaprofis Leonardo Manzi (mittlerweile 38). Akrobat schön.
Im zweiten Abschnitt machten den Profis dann offensichtlich neben einem motivierten Gegner die eigenen, schweren Beine zu schaffen und schlussendlich ging dieser Überraschungserfolg für die Jungs vom Jadebusen auch in Ordnung.

Die anwesende Zuschauerschaft (gibt es dieses Wort?) würde ich wohl als „typisches Testspielpublikum“ beschreiben, besäße ich nicht diese chronische Abneigung gegen derlei Veranstaltungen. Aber so stelle ich mir das zumindest vor. Eben viele Familien mit noch mehr nervigen Kindern. Zwei Buslandungen Gästefans waren ebenfalls zugegen, diese bemerkte man aber nur nach den drei Treffern.

Return of the Relegation

Jetzt ist sie also wieder da, nach 18 Jahren Pause. Nur die Älteren werden sich an legendäre Partien wie das Duell des juvenilen Tony Yeboah (verstärkt durch zehn andere Saarbrücker) mit Eintracht Frankfurt erinnern.

Mein Tipp: Die Paarungen sind wirklich sehr ausgeglichen und versprechen vier spannende Kampfspiele. Nürnberg und Osnabrück werden sich jeweils knapp durchsetzen.

Relegation zur 1. Bundesliga
LIVE IN DER ARD

Do 28.05.09 18:00
Energie Cottbus – 1. FC Nürnberg
So 31.05.09 15:30
1. FC Nürnberg – Energie Cottbus

Relegation zur 2. Bundesliga
LIVE IM NDR / WDR

Fr 29.05.09 20:30
SC Paderborn 07 – VfL Osnabrück
Mo 01.06.09 15:30
VfL Osnabrück – SC Paderborn 07

De Zoch kütt!

2. Bundesliga – 08/09
FSV Frankfurt – VfL Osnabrück
1:0 (0:0)
22.02.09, C**-Arena (Frankfurt)
4.084 Zuschauer (ca. 400 Gäste)

Fastnachtssonntag. Welcher Teil dieser wunderschönen Republik bietet sich besser an, jeglichem närrischem Treiben aus dem Weg zu gehen, als das nicht gerade als karnevalistisches Epizentrum bekannte Hessen? Konfettibunt ist alle Theorie, empfangen mich doch bereits am Hbf die ersten Pappnasen.

Kaum von diesem Schock erholt, gibt es an der Haltestelle Sportfeld die nächste Aufregung: Ultras aus Osnabrück blockieren die Treppen und formieren sich zum Marsch gen WM-Stadion. Ein Vorbeikommen ist unmöglich, was nicht nicht nur mir, sondern auch vielen aus Niedersachsen angereisten „Normalos“ sichtlich auf die Nerven geht. In solchen Situation zeigt sich, dass sich mittlerweile große Teile der deutschen Ultra-Szene von der Geisteshaltung ihrer Mitstreiter in der Fankurve entfernt haben.

Als sich der Zug endlich in Bewegung setzt, fliegen statt Kamelle markige Loblieder auf vom bundesweiten Profifußball ausgeschlossene Kameraden durch die neblige Luft.

Echte Solidarität oder pure Selbstinzinierung? Macht pauschales Bagatellisieren von Stadionverboten wirklich Sinn? Oder schneiden sich die Fanszenen in letzter Instanz damit ins eigene Fleisch, indem sie so das Handeln stadtbekannter Radaubrüder legitimieren? Haftet solchen Aktionen nicht eine ähnliche Beliebigkeit an wie beispielsweise der berühmt-berüchtigten Datei „Gewalttäter Sport“?

Nein, „Fußballfans sind keine Verbrecher“. Aber viel zu oft angetrunkene, schlecht erzogene Rotzlöffel ohne Eier in der Hose. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass beim Betreten der S-Bahn im vermeintlichen Schutz einer anonymisierenden Masse eine zufällig am Bahnsteig stehende Familie mit Migrationshintergrund aufs Übelste beschimpft worden ist? Warum werden die diensthabenden Ordnungshüter, obwohl angenehm zurückhaltend agierend, als „Bullenschweine“ tituliert?

Natürlich gibt es ungerechtfertigte Stadionverbote, gegen die etwas unternommen werden muss. Ich wage aber die kühne These, dass die bloße Eventisierung von einem Kilometer Fußweg keinen merkbaren Erfolg haben wird. Der Dialog mit den Vereinen und fundierte Rechtsberatung erscheinen jedenfalls weitaus erfolgsversprechender.

Im Stadion herrscht Tristesse pur. Nicht verwunderlich, bei etwa 4.000 Zuschauern in einer die 13-fache Menge fassenden Arena. Wenigstens verspricht die Paarung nach den Vorfällen des turbulenten Hinspiels, als dem VfL sage und schreibe drei Elfmeter zugesprochen wurden, ein wenig Brisanz. FSV-Manager Reisig sprach ob der Publikumsreaktionen von „kriegsähnlichen Zuständen“, was bei Gästetrainer Pele Wollitz nicht wirklich gut ankam.

Dementsprechend verweigert dieser seinem Gegenüber Thomas Oral kurz vor Anpfiff den eigentlich obligatorischen Handschlag. Sozusagen der eisige Auftakt für ein ordentliches Zweitligaspiel, das Franfkurt die größeren Spielanteile, Osnabrück hingegen die klareren Torchancen beschert. Lila-Weißes Unvermögen, ein großartig haltender Patric Klandt (Kicker-Note: 1) und das Torgestänge konservieren ein torloses Unentschieden bis in die Nachspielzeit hinein.

Der Allerletzte von 13 Frankfurter Eckbällen sorgt dann für die Entscheidung. Youssef Mokhtari findet den Kopf des langen Verteidigers Emil Noll und Stefan Wessels ist geschlagen. Drei ganz wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten für die Bornheimer, die ihre erstaunliche Erfolgsserie damit auf 14 Punkte aus den letzten sechs Spielen ausbauen.

Aber natürlich lassen es die beiden temperamentvollen Übungsleiter damit nicht bewenden. Ihr verbales Duell auf der Pressekonferenz endet mit einem leistungsgerechten 1:1. Nein, Freunde werden die Herren Wollitz und Oral in naher Zukunft bestimmt nicht werden.

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