Böllhoff-Stadion, Bielefeld (Brackwede) | Fotos & Infos

Böllhoff-Stadion, Bielefeld

Böllhoff-Stadion, Bielefeld

Adresse: Sauerlandstraße 68, 33647 Bielefeld
Heimatverein: SV Brackwede; Jugendmannschaften von Arminia Bielefeld
Kapazität: 3.000

Im Jahr 2012 erhielt das vormalige Stadion Brackwede seinen neuen Namen. Die Bezirksvertretung würdigte damit die finanzielle Unterstützung des Unternehmens bei Umbau- und Renovierungsarbeiten.

Fotogalerie (Bilder durch Anklicken vergrößern):

„My last name is Fuchs and I’m amazing at soccer only“

Stefan Kuntz, Creedence Clearwater Couto und mein ehemaliger Klassenkamerad Gaylord haben mindestens zwei Dinge gemeinsam:

  1. Der Engländer findet ihre Namen zum Schießen
  2. Sie haben nie für einen englischen Verein Fußball gespielt

Dass den Engländer, dem man ja gemeinhin ein feines Gespür für die Art von Humor nachsagt, die einem nicht direkt mit dem nackten Jörg Butt ins Gesicht springt, allerdings auch ein deutscher Allerstaatsname wie Fuchs zum Beömmeln bringt, verwundert dann doch ein bisschen. Ja, wirklich. Fuchs… ausgesprochen wie Fucks… ach, Sie verstehen schon.

However, ein gewisser Uwe Fuchs hat dem Engländer jedenfalls den Gefallen getan und in den Neunzigern anderthalb Spielzeiten als Profi auf der Insel verbracht. Und obwohl vor allem das erste halbe Jahr in Middlesbrough ziemlich erfolgreich für den bulligen Mittelstürmer verlief, war mir dieser Umstand bis heute nicht bewusst.

Seine äußerst respektable Ausbeute von neun Toren in 15 Ligaspielen trug nicht nur maßgeblich zum Aufstieg in die Premier League bei, sie sicherte der Leihgabe von Fortuna Köln(!) auch lebenslangen Kultstatus bei den Anhängern von Boro. Zu einer Weiterverpflichtung konnte sich der frischgebackene Erstligist nach der Saison 94/95 dennoch nicht durchringen. So wechselte Fuchs für 750.000 Pfund zum Skandalverein Millwall nach London, ehe er seine Karriere nach nur einer Saison bei Arminia Bielefeld ausklingen ließ.

Ein netter Youtube-User hat seine Treffer für Middlesbrough dankenswerterweise zu einem Wissenslücken stopfenden Video zusammen geschnitten. Neben ein paar wirklich grandiosen Buden ist auch das Drumherum sehenswert. Der heutige Trainer des VfL Osnabrück hatte nämlich die Ehre, die letzten Spiele auf dem Rasen, oder besser Acker, des legendären Ayresome Park (Spielstätte der WM 1966) zu erleben. Bitte überzeugen Sie Sich selbst (Boxen voll aufdrehen!):


Nirgendwo in Afrika

Oppa Ennatz Ewald erzählt bei Spox ausm Krieg. Früher war alles besser. Außer die Jungprofis natürlich. Jene Berufsanfänger also, die je nach Tabellenstand des Arbeitgebers wahlweise „top ausgebildet“ sind oder – wie beim abgeschlagenen Schlusslicht der 2. Bundesliga? – „Ideale und Werte“ vermissen lassen.

Soweit, so bekannt. Bei der einen oder anderen Passage kann man dem Bielefelder Trainer mit viel Wohlwollen sogar zustimmen. In der Mitte des Artikels offenbart sich dann aber, wieso dieser die Überschrift „Zunahmen an Frechheit und Überheblichkeit“ wirklich trägt:

Ich weiß nur, dass Demba Ba gesagt haben soll, dass er weg will, sonst wird er nicht mehr spielen. Wenn sich jemand so verhält, dann musst du ihm mit der ganzen Härte der gesetzlichen Möglichkeit entgegentreten. Das sind natürlich Leute, die nicht mehr tragbar sind und da ist es besser, man sucht sich jemand anderen. Wenn jemand wie Ba aus Afrika kommt und plötzlich das Doppelte verdienen kann, obwohl er schon sehr gut verdient, dann sagt er sich anscheinend, dass das für ihn wichtiger ist. Wie schon gesagt, das hat es früher so nicht gegeben, da wurde auf Werte geachtet und es gab auch diese riesigen Geldmengen nicht, die heute im Umlauf sind. Geld verdirbt manchmal den Charakter.

Ich möchte Lienen ob der Stoßrichtung dieser Aussage wirklich keine politischen Motive unterstellen und vermute eher Altersstarrsinn. Um eine kleine aber entscheidende Korrektur kommen wir jedoch nicht herum: Demba Ba, der nicht mehr ganz so junge Jungprofi mit senegalesischem Pass ist in Frankreich geboren und aufgewachsen. Das liegt in Westeuropa. Genau, dieser unglaublich kultivierte Erdteil mit den Werten und so.

Links KW 5 2011

„Silvio Berlusconi ist ein cooler Typ“ (Zeit Online)

Was bleibt, was war gut, was weniger? Das war Katar 2011 (ballverliebt.eu)

Record transfer fees? Who says the economy isn’t booming? (guardian.co.uk)

Endstand 21:16 (blog5)

Die Demut des Exzentrikers (sueddeutsche.de)

Euphemismus-Tretmühle

Das schöne deutsche Wörtchen „billig“ ist, je nach Kontext, gleichbedeutend mit dem Gegenteil von teuer, minderwertiger Qualität oder gar moralischer Armseligkeit. Arminia Bielefelds Geschäftsführer Detlev Dammeier setzt da noch einen drauf: Für ihn geht das gefällige Arrangement der drei Adjektive

unverbraucht, jung und dynamisch

ebenfalls als akzeptables Synonym durch.