Der Zweck scheinheiligt die Mittel

Um ihre Lieblingskapitalgesellschaft live vor Ort in der Gelsenkirchener Arena zu erleben, müssen BVB-Fans in diesem Herbst relativ tief in die Tasche greifen. Stehplätze kosten 20 Euro, wer lieber sitzt, ist ab 40 Euro aufwärts dabei (+10 % Vorverkaufsgebühr).

Für verschiedene schwarz-gelbe Fanorganisationen ist das Grund genug, mit einem Rundschreiben zum Boykott des Bundesligaspiels am 19. September aufzurufen. Unter anderem heißt es darin:

Wir sehen darin einen Versuch, höhere Ticketpreise zu etablieren und setzen uns dagegen zu Wehr.

Neben der übermäßig pathetischen Ausdrucksweise liegt die unfreiwillige Komik dieses Pamphlets vor allem darin begründet, dass die Etablierung „höherer Ticketpreise“ längst stattgefunden hat. Ein Epizentrum dieser Entwicklung lag dabei rund 40 km östlich**:

Wenn man nun noch 10 Prozent Vorverkaufsgebühr addiert und von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2 Prozent ausgeht, ergibt sich ein Preis von 45,24 Euro nach heutigem Preisniveau. Wohlgemerkt: für einen Platz in einem der hässlichen Eckblöcke, und nicht etwa auf der Haupttribüne Höhe Mittellinie oder ähnliches. Für solche Tickets mussten die wehrhaften Anhänger der KGaA bereits vor Jahren deutlich mehr hinblättern.

Es geht hier ausdrücklich nicht um eine Aktion gegen Gelsenkirchen

Latürnich nicht. Nun stellt sich allerdings die Frage, wieso es dann noch nie einen theatralischen Aufruf zum Boykott des Auswärtsspiel beim HSV gegeben hat. Schließlich bewegen sich die Hamburger Kartenpreise für Auswärtsfahrer großer Vereine seit Jahren in diesen Sphären. Letzte Saison etwa mussten Schalke-Fans 19,00 Euro für einen Stehplatz entrichten.

Die aufgeregte Stimmung rund um den Rheinlanddamm ist also nicht wirklich nachvollziehbar. Und getz ma unter uns Pastorentöchtern: Die obligatorische Klatsche lässt sich vor der heimischen Glotze doch sowieso viel entspannter als im Stadion ertragen.

*um mal auf eine inhaltliche Diskussionsgrundlage zurückzukehren

**über das zur Eintrittskarte gehörende Spiel breiten wir an dieser Stelle selbstverständlich sämtliche Mäntel des Schweigens aus


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25 thoughts on “Der Zweck scheinheiligt die Mittel

  1. sagt:

    Welch ein unqualifizierter Blogeintrag!

    Hätte man den Boykottaufruf vernünftig gelesen, wäre einem aufgefallen, dass er gegen Ticketpreiserhöhung überall in den Bundesligastadien gerichtet ist, AUCH in Dortmund! Außerdem gab es seitens einiger BVB-Fans bereits vor ca. 2 Wochen ein Spruchband gegen die EIGENE Preispolitik!

    Wer Fan eines großen, traditionsreichen Vereins ist, der von den eigenen Fans lebt und für genau diese berühmt ist, sollte die nie enden wollende Preiserhöhung eigentlich kritisch sehen.
    Eine Arena auf Schalke gefüllt mit Managern und anderen wohlhabenden Menschen aus der Oberschicht ist nicht mehr das, was es mal war!

    Warum der Boykott auf Schalke stattfindet und nicht in Hamburg? Ganz einfach: die mediale Aufmerksamkeit ist beim Revierderby um einiges höher als bei einem Auswärtsspiel in Hamburg. Diese mediale Aufmerksamkeit ist nötig, um betroffene Fußballfans in gesamt Deutschland zu erreichen und zu sensibilisieren.

    Den Nazivergleich spreche ich erst gar nicht an…

    Glück auf!

    1. stadioncheck sagt:

      Es ist schön, dass Du einige im Artikel aufgeworfene Fragen indirekt beantwortest. Es geht also um die mediale Aufmerksamkeit. Und nicht etwa um die Sache an sich. Also nochmal: Wieso hat ein derartige Aktion nicht vor dem Derby in Dortmund vor 40 Monaten oder bei einem beliebigen Auswärtsspiel in Hamburg stattgefunden?

      Schalke hatte im Ligavergleich als Spitzenclub jahrelang Ticketpreise im unteren Drittel. Wenn der BVB-Fanbeauftragte nun ernsthaft behauptet „dass die Schalker Preise immer eine Kategorie höher sind als in Dortmund“ seien, kann ich darüber nicht einmal mehr lachen. Jahrelang war es nämlich genau andersherum. Und jetzt kommt ihr „vor ca. 2 Wochen“ plötzlich auf die Idee, gegen die eigene Priespolitik zu protestieren? Mitbekommen hat das natürlich kaum jemand. Ach ja, „mediale Aufmerksamkeit“, ich vergaß. Und bin beeindruckt von so viel Konsequenz. Not.

      Dass das Arena-Schalke nicht mehr allzuviel mit dem Parkstadion-Schalke zu tun hat, ist sicher richtig. Aber mal abgesehen davon, dass das ein Thema für sich ist, frage ich mich, wieso man sich nun auf einmal in Dortmund für die soziodemographische Zusammensetzung des „GEsindel“[sic]-Publikums interessiert. Mir kommen gleich die Tränen…

      Ihr nennt es Boykott. Ich nenne es bigott.

      PS: Du solltest lernen, zwischen einem Vergleich und Polemik zu unterscheiden.

  2. sagt:

    Richig @stadioncheck,

    und ich gehe sogar noch weiter. Auch ich hab noch mein Ticket von 08/09 und kann mich errinern auf eine Platz gesessen zu haben von dem aus ich das Spielfeld nur unter dem Risiko einer Nackenstarre sehen konnte. Wer gerade aus geguckt, sieht zwar ne schöne blau-weiße Nordktribüne, aber sonst nicht viel. Dafür habe ich a.f.a.i.r. auch die o.g. 38,50 + vvk + versand bezahlt. Will man WIRKLICH mediale Aufmerksamkeit boykottiert man doch am besten ein Heimspiel und keine Auswärtsspiel. Wie beeindruckenend wäre ein halb leeres Westfalenstadion? (formerly know as Signla Iduna Sarg) DAS wäre medienwirksam, Tagesthemen, die großen überregionalen Tageszeitungen und RTL + Pro7 wären sicherlich vor dabei in der berichterstattung, würde sowas passieren.

    Warum Schalke, warum jetzt, warum das Derby? Für mich nicht nur Zeichen gegen Preispolitik, sondern auch Provkation gegenüber dem S04. Das Stimmungsmache im Vorfeld des Derbys in den letzten Jahren immer aus dem Lager des BVB mam ist ja kein Geheimnis und allgemein Bekannt.

    btw „Schalke immer eine Stufe höher als Dortmund“ Der BVB marschiert in Sachen Bierpreisen immer gute 10-20 cent vor dem S04 her. (Quelle: ) Dazu kommt unsäglicher Pfand von 1,50 bei dem man auch mal ne halbe stunde zeit mitbringen muss, möchte man ihn nach dem Spiel eintauschen.

  3. sagt:

    Fast noch besser als der Artikel an sich gefällt mir Dein Kommentar, den Du an Deinen Leser „xy“ richtest. Das Thema liegt mir auch einigermaßen quer im Magen, genau aus den von Dir aufgezeigten Gründen.
    Ich tippe übrigens mal, dass ein „Manager“ – was heutzutage natürlich auch alles und nichts sein kann – vermutlich auch mehr verdient als der Durchschnitts-Dortmunder…Das Gehaltsgefüge sollte auf die paar Kilometer nicht sonderlich unterschiedlich ausfallen 😉

  4. sagt:

    „Es geht also um die mediale Aufmerksamkeit. Und nicht etwa um die Sache an sich. Also nochmal: Wieso hat ein derartige Aktion nicht vor dem Derby in Dortmund vor 40 Monaten oder bei einem beliebigen Auswärtsspiel in Hamburg stattgefunden?“

    Das mußt Du mir erklären: Die „Sache an sich“ ist die mediale Aufmerksamkeit darauf, dass die Eintrittspreise sozial bleiben – wie soll dass denn bitte ohne mediale Aufmerksamkeit gehen?

    Und, bei aller Liebe, einer Gruppe vorzuwerfen, dass sie „nicht schon vor 3 Jahren“ was gemacht hat, obwohl sie jetzt als erste Gruppe die Problematik öffentlich in dieser Form anspricht… finde ich etwas komisch. Und auch nichtgrade intelligent. Zumal wenn man sich selbst über die preise in HH aufregt, aber selbst nichts unternimmt…

  5. sagt:

    Wie kann man so wenig verstanden haben? Klar, wir alle freuen uns darauf, unseren Verein im wichtigsten Spiel des Jahres nicht zu unterstützen. Für viele das erste Borussia-Spiel seit Jahren, welches sie nicht im Stadion erleben, aber wir machen das ja nur, um euch eins auszuwischen. Welch eine sinnlose Argumentation. Und wozu die Kritik daran, dass der Boykott medial möglichst hoch frequentiert wird? Ohne die Medien auf unserer Seite werden wir es niemals schaffen, die unmögliche Preis-Entwicklung in ALLEN Bundesliga-Stadien zu stoppen. Das, und einzig und alleine DAS ist unser Ziel!
    Viel Spaß wenn du nächste Saison 250€ für deine NK-Dauerkarte zahlen darfst. Und die 40 Euro für den Kurvenplatz gg Hapoel Tel Aviv hast du sicher auch locker auf der hohen Kante.
    Das ist heute, im Jahr 2010. Wie sieht’s aus, wenn der heute 20-jährige seine Kinder irgendwann mal mit ins Stadion nehmen will? Wenn es so weitergeht, gleicht das heute noch so normale Stadionerlebnis bald vom Kostenfaktor her einem Familienurlaub.

  6. stadioncheck sagt:

    Das mußt Du mir erklären: Die “Sache an sich” ist die mediale Aufmerksamkeit darauf, dass die Eintrittspreise sozial bleiben – wie soll dass denn bitte ohne mediale Aufmerksamkeit gehen?

    Ein leerer Gästeblock – oder besser bzw. konsequenter: ein verwaister SI-Park –… DAS wäre mediale Aufmerksamkeit, die vielleicht zum Nachdenken anregen würde. Stattdessen wird hier eine billige Provokation im Vorfeld gefahren, der Gästeblock am Spieltag wird dennoch voll (wenn auch vllt. nicht ausverkauft) sein.

    Natürlich ist das keine Aktion gegen Schalke, natürlich wird hier kein Öl ins Feuer gegossen. Ganz ehrlich: Sucht euch einen anderen Dummen, der euch das abnimmt.

    Und, bei aller Liebe, einer Gruppe vorzuwerfen, dass sie “nicht schon vor 3 Jahren” was gemacht hat, obwohl sie jetzt als erste Gruppe die Problematik öffentlich in dieser Form anspricht… finde ich etwas komisch.

    Was ist daran „komisch“? Ich finde 20 Euro für einen Stehplatz auch zum Kotzen, aber das sind nunmal die Geister, die gerufen wurden. Euer Verein hat jahrelang mit am lautesten geschrien und ihr habt euch schön die Ohren zugehalten und eben keine „mediale Aufmerksamkeit“ hergestellt. Jetzt, wo Schalke zum ersten mal nachgezogen hat (was ich, nochmal, nicht gut finde), kommt ihr mit dieser Aktion um die Ecke. Macht sowas in eurem Stadion, wenn ihr halbwegs glaubhaft sein wollt.

    Und auch nichtgrade intelligent. Zumal wenn man sich selbst über die preise in HH aufregt, aber selbst nichts unternimmt…

    Aha. Wer Hirn einschaltet und sich nicht vor diesen doppelzüngigen Karren spannen lässt, ist also nicht gerade intelligent.
    Ich bin nicht der FC Schalke 04 und auch nicht _die_ Schalkefans. Von daher kann ich nur meine ganz persönlichen Konsequenzen ziehe. Und nur weil mein Bedürfnis nach Mitteilung und „medialer Aufmerksamkeit“ nicht so stark ausgepräft ist wie das von 758 BVB-Fanclubs, heißt das nicht, dass ich das nicht tue. Ich fahre jedenfalls bei diesen Preisen nicht nach Hamburg.

  7. sagt:

    Vielleicht zum besseren Verständnis warum dies ausgerechnet jetzt und ausgerechnet beim Derby passiert:
    Erstmals haben BVB-Fans für einen steher ohne jegliche Vorverkaufsgebühren 20€ zu zahlen.

    Natürlich ist das auch nur 3€ mehr als letzte Woche beim VfB und natürlich gibt es viele Vereine bei denen der Preis in eine ähnlich Richting geht.
    Aber 20€ ist eben eine, für viele Leicht verständliche Schwelle.

    Irgendwann muss halt mal was gegen die Preise in der Bundesliga (ja, auch beim BVB) getan werden. Macht man es jetzt nicht bei 20€, müsste man es morgen auch nicht bei 22€ machen. Oder in 2 Jahren bei 24€. Oder in 3 Jahren bei 27€. Und dann ist die nächste Preiserhöhung bis zu 30€ ja auch nur 3€ mehr. Wer beklagt sich schon wegen 3€ mehr?

  8. sagt:

    „Und nur weil mein Bedürfnis nach Mitteilung und “medialer Aufmerksamkeit” nicht so stark ausgepräft ist wie das von 758 BVB-Fanclubs, heißt das nicht, dass ich das nicht tue. Ich fahre jedenfalls bei diesen Preisen nicht nach Hamburg.“

    Stellt sich die Frage womit man mehr erreicht.
    Wenn du und eine hundert weitere still und leise wegbleiben, oder wenn man laut auf die Problematik aufmerksam macht und eine Veränderung fordert.

  9. stadioncheck sagt:

    Wie kann man so wenig verstanden haben?

    Nein Clemens, ich habe es schon verstanden. Euch treibt einfach die Sorge um die Schalker Anhängerschaft (sonst wahlweise als Pack oder Gesindel bezeichnet) um. Dieser so schmerzhafte Boykott ist im Endeffekt also nur dazu da, um auch späteren Gelsenkirchener Fan-Generationen den Besuch eines Bundesliga-Spiels zu ermöglichen.

    Und wozu die Kritik daran, dass der Boykott medial möglichst hoch frequentiert wird? Ohne die Medien auf unserer Seite werden wir es niemals schaffen, die unmögliche Preis-Entwicklung in ALLEN Bundesliga-Stadien zu stoppen.

    Das ist doch einer der springenden Punkte. Wenn ihr (oder meinetwegen auch „wir“) die Preis-Entwicklung in „ALLEN Bundesliga-Stadien“ stoppen möchten, warum gibt es dann keine koordinierte Aktion in „ALLEN Bundesliga-Stadien“ (könnte ja über zwei Spieltage verteilt stattfinden) unter dem Dach einer Organisation wie „ProFans“?

    Na, merkste was?

    Und die 40 Euro für den Kurvenplatz gg Hapoel Tel Aviv hast du sicher auch locker auf der hohen Kante.

    Du hast da was nicht verstanden: Mir schmecken derartige Preise auch nicht…

    Das ist heute, im Jahr 2010. Wie sieht’s aus, wenn der heute 20-jährige seine Kinder irgendwann mal mit ins Stadion nehmen will? Wenn es so weitergeht, gleicht das heute noch so normale Stadionerlebnis bald vom Kostenfaktor her einem Familienurlaub.

    …aber wenn hier die Tatsachen derart verdreht werden, wenn die Fans eines Verursachers mediengeil gegen die Auswirkungen demonstrieren, da mache ich sicher nicht mit. Fangt doch einfach mal an vor der eigenen Haustür zu kehren und lasst die albernen Versuche, eure Provokationen als Opfer fürs Allgemeinwohl zu verkaufen.

  10. @7 ,
    obwohl sie jetzt als erste Gruppe die Problematik öffentlich in dieser Form anspricht…

    Erst mal abwarten , ob die Dortmunder zuhause bleiben , das Spiel ist noch gar nicht gespielt .Danach wissen wir mehr . Es gilt zu vermuten , das es nicht weniger sein werden als in der letzten Saison , und es nur um ein provokantes Störfeuer vor dem Derby handelt , mehr nicht . Wenn die Dortmunder glaubwürdig sein wollten , hätte man erst mal vor der eigen Stadiontür den Mist weggekehrt . Was hier zelebriert wird , ist provokante , billige Polemik , die man seit einigen Jahren von der Nr.2 im Pott gewohnt ist .Mal sind es T-Shirts , mal Flugzeuge . Es ist vielleicht ein gefundenes Fressen für die Presse , euch selbst erwächst kein Vorteil dadurch . Im Gegenteil : Viele schütteln nur den Kopf über solche wenig glaubhaften Aktionen .

  11. sagt:

    @ 14: Es heißt in dem Schreiben: „Wir sehen den Derbyboykott deshalb auch nur als Auftakt weiterer zukünftiger Aktionen unter dem Motto „Kein Zwanni für nen Steher“. Langfristiges Ziel sind faire Eintrittspreise für alle Fans in allen Stadien.“

    Und so wird es auch kommen. Selbst die eigene Haustür wird nicht verschont bleiben. Sei dir da mal gewiss.

  12. stadioncheck sagt:

    @ 14: Es heißt in dem Schreiben: “Wir sehen den Derbyboykott deshalb auch nur als Auftakt weiterer zukünftiger Aktionen unter dem Motto „Kein Zwanni für nen Steher“. Langfristiges Ziel sind faire Eintrittspreise für alle Fans in allen Stadien.”

    Und so wird es auch kommen. Selbst die eigene Haustür wird nicht verschont bleiben. Sei dir da mal gewiss.

    Dann nochmal meine Frage: Wenn es euch um Nachhaltigkeit geht, warum gibt es dann keine einvernehmliche und koordinierte Aktion in allen Stadien (könnte ja über zwei Spieltage verteilt stattfinden) unter dem Dach einer Organisation wie „ProFans“?

  13. sagt:

    Noch einmal: Warum nicht einfach mal das Heimspiel boykottieren? Eine leere Süd im SI-Park wärs doch mal.
    Aber ne, dann könnte man ja niemandem ausser dem eigenen Verein (Und ihr habt den Watzke ja so gern, weil der gegen Schalke immer auf die Kacke haut, dem kann man ja keinen reindrücken) eins verpassen.
    So steht Schalke als der Abzocker-Verein da, der dazu noch dumme Fans hat, weil die die Kohle für die Karten zahlen.

  14. sagt:

    „Wenn es euch um Nachhaltigkeit geht, warum gibt es dann keine einvernehmliche und koordinierte Aktion in allen Stadien (könnte ja über zwei Spieltage verteilt stattfinden) unter dem Dach einer Organisation wie “ProFans”?“

    So etwas kann sicherlich folgen, und wenn die Fangrupen anderer Vereine daran interessiert sind, wird es das auch.
    Ich glaube jede Aktion in diese Richtung ist ein Schritt in die richtige Richtung.
    Jetzt beim Derby wurden viele halt, aufgrund der stark gestiegenen Preise, erstmal überhaupt wach und sich darüber bewusst, dass es so nicht weitergehen kann.

  15. sagt:

    in den 100000 foren die es zu diesem thema gibt hauen sich die poster argumente für und gegen den boykott um die ohren und kommen auf keinen grünen zweig. fakt ist dass das spiel von den bvb-fans boykottiert wird und wenn die schalker nicht darauf klar kommen und nicht verstehen dass es sich nicht um eine aktion gegen die blau-weißen anhänger handelt tut es mir leid. ich glaube dass es immerhin ein anfang ist und besser ist als sich über hohe eintrittspreise zu beschweren aber anstatt zu protestieren einfach wegzubleiben…genau das ist es was alle bisher gemacht haben…und jetz meinen plötzlich die schalker dass die bvb-fans provozieren wollen…lächerlich…

  16. sagt:

    Was bringt denn bitte eine leere Südtribüne?
    Es geht hier vorrangig auch darum, dass man die Karten gar nicht erst kauft. Wenn man sich Karten kauft, aber nicht hingeht, ist das dem Verein doch egal, er bekommt trotzdem das Geld, deswegen werden die Karten beim Boykott auch zurückgegeben und nicht gekauft, um nicht hinzugehen.

  17. sagt:

    Hast Du eigentlich „vergessen“, dass es sich bei Deinem Ticket um einen Sitzplatz handelt und die Aktion sich primär um Stehplatzprese dreht?
    Auch sonst finden sich zur Zuspitzung allerhand Taschenspielertricks in dem Beitrag wie z.B die Einrechnung der Vvk-Gebühr für Preise in Dortmund, während diese einleitend bei den Preisen in Ge selbstredend nicht mitberechnet werden.
    Später dann die Nazikeule zu schwingen in Anbetracht der rechtlichen Auseinandersetzungen und dem Widerstand der Dortmunder Bevölkerung gegen die Nazidemos ist ein geistiger Tiefschlag und einfach nur dämlich. Die Aneinanderreihung von Worthülsen und das bemühte ignorieren des Städtenamens erzeugen zudem auch keine inhaltlich Tiefe oder Überzeugungskraft.
    Sprich es doch einfach offen aus: ich hasse Dortmund, den BVB und die Fans und deshalb kann und darf von denen nichts positives kommen.

  18. stadioncheck sagt:


    Hast Du eigentlich “vergessen”, dass es sich bei Deinem Ticket um einen Sitzplatz handelt und die Aktion sich primär um Stehplatzprese dreht?

    In nahezu jedem Artikel (s. auch den verlinkten Text von Westline) den ich mittlerweile zu diesem Thema gelesen habe, wurden Sitz- und Stehplatzpreise gleichermaßen angeprangert. Was wollt ihr denn nun? Den Status Quo einer Elite (aka Auswärtsdauerkarteninhaber) sichern oder für einen möglichst günstigen Stadionbesuch in allen Kategorien kämpfen? Entscheidet euch mal…

    Auch sonst finden sich zur Zuspitzung allerhand Taschenspielertricks in dem Beitrag wie z.B die Einrechnung der Vvk-Gebühr für Preise in Dortmund, während diese einleitend bei den Preisen in Ge selbstredend nicht mitberechnet werden.

    Gute Güte. Hab eben mit nem Kollegen telefoniert: Tatsächlich werden diese VVK-Gebühren bei Auswärtskarten jeweils vom Heimverein erhoben. Hab das im Artikel angepasst. Ganz ohne „Taschenspielertricks“.

    Später dann die Nazikeule zu schwingen in Anbetracht der rechtlichen Auseinandersetzungen und dem Widerstand der Dortmunder Bevölkerung gegen die Nazidemos ist ein geistiger Tiefschlag und einfach nur dämlich.

    Werter Leser, auch für dich noch mal als Erklärung: als „Nazikeulke“ werden in der Regel alberne Vergleiche im Zusammenhang mit dem dritten Reich genannt (z. B. „die Bullen scheuchten uns wie KZ-Häftlinge in den Gästeblock“).

    Ich denke, ich bin nicht der einzige, der mit Dortmund (da!) unweigerlich den hohen Fascho-Anteil bei euren Ultras, Neonazi-Demos, durch die Innenstadt gescheuchte Ausländer, SS-Siggi, Fangesänge über „Gelsenkirchener Juden“ und Graffitis mit ähnlichem Inhalt verbindet. Auch hier nochmal ein Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn Kiel als „Handballhochburg“ bezeichnet wird geht wohl niemand davon aus, dass jeder der 237.000 Einwohner diesen Sport aktiv betreibt. Ich wüsste also nicht, inwiefern durch diesen Artikel die juristischen Anstrengungen der Dortmunder (schon wieder!) Résistance tangiert werden.
    Soviel zum Thema „dämlich“. Interessant und verräterisch zugleich, dass sich diese total unwichtige Spitze als Hauptkritikpunkt herausgepickt wird.

    Die Aneinanderreihung von Worthülsen und das bemühte ignorieren des Städtenamens erzeugen zudem auch keine inhaltlich Tiefe oder Überzeugungskraft.

    Sprich es doch einfach offen aus: ich hasse Dortmund, den BVB und die Fans

    Natürlich kann es dieser Artikel mit der inhaltlichen Tiefe solcher Aussagen nicht im entferntesten aufnehmen.

    und deshalb kann und darf von denen nichts positives kommen.

    Oh Mann… ich habe mich mit der ganzen Geschichte auseinandergesetzt und versucht, meine Standpunkte zu untermauern. Und euch fällt nichts besseres ein, als wie Mädchen zu argumentieren? „Wer nicht bei unserem tollen Boykott mitmachen will ist doof und hat nichts verstanden.“ Ist das Dein Ernst?

    In dieser fadenscheinigen Art und Weise ist euer Boykott aus meiner Sicht einfach nicht unterstützungswürdig. Es bleiben natürlich die immer noch nicht beantworteten Fragen:

    Warum gibt es keine gemeinschaftliche und vorher abgesprochene Aktion?

    Warum keine sofortige und klare Distanzierung von den Aussagen von Klopp und Watzke?

    Warum dieses Logo in neutralem Schwarzgelb?

  19. sagt:

    In nahezu jedem Artikel (s. auch den verlinkten Text von Westline) den ich mittlerweile zu diesem Thema gelsen habe, wurden Sitz- und Stehplatzpreise gleichermaßen angeprangert. Was wollt ihr denn nun? Den Status Quo einer Elite (aka Auswärtsdauerkarteninhaber) sichern oder für einen möglichst günstigen Stadionbesuch in allen Kategorien kämpfen? Entscheidet euch mal…

    Und dennoch wird bewusst der Preis einer Sitzplatzkarte an dem einer Stehplatzkarte gemessen.

    Es ging bei der Aktion darum, einen konkteten Anlass, der da lautet „Ein Stehplatz kostet mehr als 20 €“ öffenlichkeitswirksam zu nutzen, um zu sagen: das ist unserer Meinung nach zu teuer, bis hier hin und nicht weiter. Das diese Preisentwicklung natürlich auch im Kontext der Sitzplatzprese zu sehen ist, ist völlig klar, aber der Derbyboykott ist (hoffentlich) ja auch nur ein erster Schritt.
    Der Begriff Elite ist an dieser Stelle sicherlich missverständlich, denn den Zutritt zu dieser vermeintlich Elite kann sich jeder daran Interessierter leicht verschaffen.

    Werter Leser, auch für dich noch mal als Erklärung: als “Nazikeulke” werden in der Regel alberne Vergleiche im Zusammenhang mit dem dritten Reich genannt (z. B. “die Bullen scheuchten uns wie KZ-Häftlinge in den Gästeblock”).
    Danke für den belehrenden Ausschnitt aus dem Taschebuch für Journalismusstudenten. Dennoch gibt es haufenweise Begriffe in der Alltagssprache, deren Bedeutung eben nicht so eindeutig festgelegt und unumstößlich sind wie der Ursprungsbegriff möglichweise mal gemeint war. Dementsprechend ist es sprachlich sicherlich nicht wirklich missverständlich, wenn man auch jemanden sprachlich die Nazikeule in die Hand drückt, der allzu vorschnell die Bewohner von Dortmund als Einwohner eine Nazihochburg beleidigt.

    Ich denke, ich bin nicht der einzige, der mit Dortmund (da!) unweigerlich den hohen Fascho-Anteil bei euren Ultras, Neonazi-Demos, durch die Innenstadt gescheuchte Ausländer, SS-Siggi, Fangesänge über “Gelsenkirchener Juden” und Graffitis mit ähnlichem Inhalt verbindet. Auch hier nochmal ein Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn Kiel als “Handballhochburg” bezeichnet wird geht wohl niemand davon aus, dass jeder der 237.000 Einwohner diesen Sport aktiv betreibt. Ich wüsste also nicht, inwiefern durch diesen Artikel die juristischen Anstrengungen der Dortmunder (schon wieder!) Résistance tangiert werden.<br
    Es ist aber schon ein Unterschied, ob man 600000 Leuten die Eigenschaft "Einwohner einer Nazihochburg" oder 237000 Leuten die Eigenschaft "Handballfan" zuschreibt. Denn es geht um die inhaltlich Festlegung, nicht um das sprachliche Mittel. Der Inhalt der ersten Charakterisierung ist eine heftige Diffamierung, das ist nicht wirklich zweideutig.

    Beim Begirff "Resistance" bin ich mir nicht sicher, ob der einfach nur originell sein sollte oder ob Du wirklich der Meinung bist, dass die Nazigegener in Dortmund eine Minderheit sind. Denn die Resistance ist eine Minderheit, die sich gegen die herrschende Ideologie stemmt.

    Soviel zum Thema “dämlich”. Interessant und verräterisch zugleich, dass sich diese total unwichtige Spitze als Hauptkritikpunkt herausgepickt wird.

    Wenn diese Spitze so unwichtig ist, warum setzt Du sie dann?
    Es dürfte doch klar sein, dass die entsprechend Ettikettierten das nicht einfach hinnehmen.
    Ich würde zudem gern wissen, was denn der Bezug auf diese Spitze so alles über die Replik verrät!

    “Wer nicht bei unserem tollen Boykott mitmachen will ist doof und hat nichts verstanden.” Ist das Dein Ernst?
    Wo steht das?

    In dieser fadenscheinigen Art und Weise ist euer Boykott aus meiner Sicht einfach nicht unterstützungswürdig. Es bleiben natürlich die immer noch nicht beantworteten Fragen:
    Warum gibt es keine gemeinschaftliche und vorher abgesprochene Aktion?
    Weil es zunächst und primär eine Aktion von BVB-Fans zu einem BVB-Spiel war. Es sind aber ausdrücklich weitere Fans und Gruppen aller Vereine zur Fortsetzung der Aktion eingeladen. Dieses Angebot wird offenbar ja auch langsam genutzt.

    Warum keine sofortige und klare Distanzierung von den Aussagen von Klopp und Watzke?
    Warum das denn? Das sind doch keine Sprecher der Initiative.
    Im übrigen ist es auch nicht gerade der Gipfel der Analyse der Initiative, sich an einem Bild-Zitat einer flapsigen Bemerkung von Klopp hochzuziehen und diese Aussage immer wieder hoch zu kochen. Insbesondere wenn man einen Herrn Rojek als führenden Fanvertreter kennt, dessen emotionale Aussagen über den BVB nur allzugern unwidersprochen hingenommen werden.
    Warum dieses Logo in neutralem Schwarzgelb?
    Weil es seinen Ursprung in der BVB-Fanszene hat?
    Zudem steht das Logo auch in andere Farben bereit.

    Mir fehlt grundsätzlich bei den allermeisten blauweißen Betrachtern (damit ist nicht UGE gemeint) die Anerkennung der Initiative als Versuch etwas zu bewegen und die Bereitschaft als Blauer auch mal zu sagen, es ist richtig den Mund auzumachen, die Gästesteher sind einfach zu teuer. Und das nicht nur, aber auch in GE. Stattdessen heißt es: Macht doch was bei Euch zu Hause, nehmt andere Szenen schon vor dem Start mit ins Boot, distanziert Euch von Vereinsaussagen und nehmt nicht Eure Farben für das Logo. Niemand von der Initiative hat den Anspruch sofort alle offenen Fragen beantworten zu können und alles perfekt zu organisieren und kommunizieren. Aber es passiert etwas sinnvolles und wahrnehmbares, das zumindest das Thema mal in die Schlagzeilen gespült hat.

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