Der Pokal hat keine eigenen Gesetze

KNVB beker – 08/09
AZ – Achilles’29
3:0 (1:0)
21.01.09, D** Stadion (Alkmaar)
13.313 Zuschauer (ca. 500 Gäste)

Alkmaar Zaanstreek erlebte in der niederländischen Eliteliga bis dato einen äußerst kuriosen Saisonerlauf. Zwei peinlichen Pleiten zum Auftakt folgte eine atemberaubende Serie von 16 Spielen ohne Niederlage. Allein 14 dreifache Punktgewinne bedeuteten die Herbstmeisterschaft und nähren die Hoffnung auf den zweiten Titel nach 1981.

Damals konnte AZ sogar das Double erringen. Auch in der aktuellen Auflage des nationalen Pokalwettbewerbs bewiesen die Kicker aus der Provinz Noord-Holland von Anfang an ihre Top-Form. Nach einem lockeren Erstrundensieg gegen Almelo wurde der Serienmeister PSV Eindhoven durch ein hart-umkämpftes 1:0 n.V. eliminiert. Was sollte da in einem Heimspiel gegen eine Amateurtruppe mit diesem putzigen Namen schon passieren?

Und genau das war das Problem – es passierte nicht viel. Der haushohe Favorit zeigte wenig Laufbereitschaft und begnügte sich lange mit der Verwaltung des frühen Führungstreffers. Startrainer Louis van Gaal fasste die uninspirierte Vorstellung seiner Mannschaft folgendermaßen zusammen:

Achilles hat sehr konservativ agiert: mit fünf Verteidigern, vier Mittelfeldspielern und einer Spitze. Damit hatten wir große Schwierigkeiten. Dennoch haben wir unsere Mission erfüllt. Wir haben die nächste Runde erreicht und ich konnte einige Jungprofis 90 Minuten spielen lassen. Mit unserem Spiel bin ich wirklich nicht zufrieden, es war mäßig bis schlecht.

Zum Sportlichen wäre damit auch alles gesagt. Der Ausflug in Rudi Carrells Heimatstadt besaß allerdings auch einen architektonischen Konnex: Vor zweieinhalb Jahren ersetzte dort ein modernes Stadion mit 17.000 Plätzen die Bruchbude Alkmaarderhout. Und im Gegensatz zu vielen seiner Artgenossen kann Alkmaars neues Zuhause durchaus überzeugen. Während geschwungene Tribünendächer der nach einer Bank benannten Spielstätte Eleganz verleihen, sorgen vier darauf montierte Flutlichtmasten für einen gewissen Retro-Look.

Einzig über einen Wechsel des Stadion-DJs sollten die Vereins-Verantwortlichen vielleicht einmal nachdenken. „Was wollen wir trinken“ auf Niederländisch, unterlegt mit übelstem Techno-Gebumse der Kategorie Autoscooter, ist wirklich mehr als grenzwertig.

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