LMA – The League Managers Association

Seit 1992 haben die Trainer bzw. respektive Manager der Premiership und der Football League (2. bis 4. Liga) eine eigene Interessensvertretung: The League Managers Association (LMA). Das bedeutet natürlich auch, dass Alphatiere wie Arsène Wenger und Sir Alex gemeinsam mit einer Stimme Lobbyarbeit für ihre Zunft betreiben sollen. Wobei ich mir eine Mitgliederversammlung des imaginären deutschen Pendants mit Otto Rehhagel und Udo Lattek auch ganz amüsant vorstelle. Neid und Missgunst.

Vorsitzender dieses Verbandes ist übrigens üblicherweise der Trainer der Englischen Nationalmannschaft, momentan also Fabio Capello.

Learning Poschmann – Lektion 1

Imbissdeutsch? Alter Hut: „Ich war den Schaschlick“ et al.. Doch auch in der Sprache der Fußballreporter haben sich so manche  (bislang) ungeschriebenen Gesetze heraussterilisiert. Diese Artikel-Serie möchte ambitionierten  Nachwuchskommentatoren Sicherheit in kniffligen Kommunikationssituationen anhand von Beispielmonologen und einfach zu merkenden Redewendungen geben.

Lektion 1: Artikel-Aktionismus

Bei der Nennung (insbesondere bei Aufzählungen) von Spielernamen muss, wenn die besondere Bedeutung dieser Kicker betont werden soll, ein unbestimmter Artikel vorangestellt werden (und dazu denken Sie sich jetzt am besten das sonore Brrrrrummen eines Gerd Rubenbauers):

Selbst ein Völler oder ein Brehme hat (sic!) unter einem Beckenbauer keinen sicheren Stammplatz.

Diese für Fernsehkommentatoren verbindliche Vorgabe wurde vermutlich von der traditionell sprachbegabten Trainergilde übernommen. Während sich dieser Habitus auch in Fankreisen wachsender Beliebtheit erfreut,  konnte er sich bei der schreibenden Journallie leider noch nicht durchsetzen.

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