Links KW 48 2010

Es gab nur Lügen, große Lügen.

Lokalzeitungen sind oft am dichtesten dran am Geschehen. Und so berichtet „Der Neue Tag“ auch in aller Ausführlichkeit über die bedauernswerten Vorgänge, die zur Insolvenz des Süd-Regionalligisten SpVgg Weiden geführt haben.

Und der Kommentator Yahiro Kazama, der Ende der 80er-Jahre für zwei Spielzeiten in der zweiten deutschen Bundesliga in Remscheid und Braunschweig gespielt hat, ist genau so schlecht wie bei euch Marcel Reiff: Er sagt nur, was er sagen will, auch wenn das mit dem Spiel manchmal gar nichts zu tun hat.

Big in Japan: Matthias von Schalkefan.de hat ein wirklich herausragend interessantes Interview mit einem weiblichen Schalkeanhänger aus Tokyo geführt. Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

All das, was vorher passiert war, war in dem Moment ja nicht wichtig: Wir schüttelten uns die Hand und damit war diese Sache nun endgültig erledigt. Wenn auch es für eine Privatperson ein klein wenig anstrengender ist, so etwas durchzuexerzieren, als für ein Unternehmen.

Ein Tag in Hollenbach. Was mit einem großen Missverständnis begann, hat mit dem Besuch des Trainers im Katar unter Deutschlands Oberligametropolen einen versöhnlichen Abschluss gefunden. Gottseidank.

MyFootballClub Deluxe Edition

Wie der Guardian berichtet, könnte auf der Insel der Fall auftreten, dass die Gläubiger des insolventen Portsmouth FC die Mannschaft für das anstehende Finale des FA-Cups bestimmen. Mit satten 122,8 Millionen Pfund steht der Verein von der Südküste derzeit in der Kreide. Einige Kreditoren haben Bedenken, dass sich dieser Schuldenberg im „Erfolgsfall“ durch etwaige Bonuszahlungen noch vergrößern könnte.

Der Insolvenzverwalter möchte nun alle offenen Fragen auf einer Gläubigersitzung am heutigen Donnerstag klären lassen. Sollte er es nicht schaffen, die besorgten Gläubiger zu überzeugen, könnte es tatsächlich passieren, dass Trainer Avram Grant die Spieler mit den niedrigsten festgeschriebenen Prämien aufstellen muss. Ob das dann eine konkurrenzfähige Elf sein wird, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Das wäre dann quasi eine ganz neue und allerdings etwas kostspielige Form von MyFootballClub – einfach ein paar Milliönchen in in den Sand setzen und dafür (Trainer-)Gott spielen dürfen.