So ein Rant wegen der paar Rand

Hassgefühle auf Verkehrsgesellschaften sind für die meisten modernen Großstädter nichts Unbekanntes. Wer kann schon ruhig bleiben, wenn der ICE, bis vor wenigen Momenten noch als pünktlich deklariert, urplötzlich eine Stunde Verspätung auf dem Tacho hat und ein wichtiger Termin deshalb nicht eingehalten werden kann? Dennoch sollte mensch seiner Wut nach Möglichkeit nicht im Innenraum des gewählten Verkehrsmittels Luft verschaffen. Das gilt umso mehr, wenn es sich dabei um ein Passagierflugzeug handelt.

Mit der Aussicht, auf Tickets im Wert von umgerechnet 3735,24 Euro sitzenzubleiben und zum ersten mal seit 20 (zwanzig!) Jahren ein Spiel der DFB-Elf zu verpassen, hat ein deutscher Fußball-Fan allerdings genau das getan: Der in Groundhopper-Kreisen nicht unbekannte 37-Jährige randalierte auf seinem verspäteten Flug zum WM-Halbfinale in Durban.

„Drei Monate Haft auf Bewährung“ lautete das im Juli gefällte Urteil. Liest sich angesichts eines derartigen Vergehens vergleichsweise nachsichtig, wofür Richter Peter Campbell natürlich auch die passende Begründung parat hatte:

You’ve lost so much already, I’m not going to add to your burden.

Helden aus der zweiten Reihe

Mit Spanien und den Niederlanden treffen im heutigen WM-Finale zwei Fußballnationen aufeinander, die, bei allen Unterschieden, eine Sache eint: die Schwäche der heimischen zweiten Liga.

Für die Vereine in Spaniens Segunda División A bleibt im medialen Schatten der Giganten aus Madrid und Barcelona scheinbar einfach kaum noch Aufmerksamkeit übrig. Dementsprechend gestalten sich die durchschnittliche Zuschauerzahl, die in den vergangen Jahren stets im vierstelligen Bereich bewegte. Zum Vergleich: Die zweite Bundesliga verzeichnete in der abgelaufenen Saison einen Mittelwert von knapp über 15.000 Besuchern, die englische Championship kratzte sogar knapp an der 18.000er-Marke.

Und wer sich schon einmal in unserem Nachbarland das Gebolze in der Eerste Divisie – die momentan freilich nach einer belgischen Brauerei benannt ist – angetan hat, muss sich angesichts des schieren Überfluss an Weltklassespielern in der Elftal eigentlich regelmäßig verwundert die Augen reiben. Die können doch nicht alle in der Ajax-Akademie gezüchtet worden sein!?

Wie dem auch sei – für das in wenigen Minuten beginnende Endspiel tippe ich auf das mittlerweile schon fast obligatorische 1:0 für Spanien. Die Iberer scheinen sich bei ihrem wirklich bärenstarken Auftritt im Halbfinale endgültig gefunden zu haben.

WM 2010: Tipps 16. Juni

██ = Buchmacher | ██ = ich

Auswertung von gestern:

7 Punkte | 3 Punkte

Gesamtstand:

26 Punkte | 17 Punkte

Tipps für den 16. Juni:

Honduras – Chile 0:1 | 0:2

Erwarte eine ganz schwere WM für die Zentralamerikaner.

Spanien – Schweiz 2:0 | 2:1

Der Topfavorit wird mäßig ins Turnier starten. Dank individueller Klasse werden sich die Spanier dennoch durchsetzen.

Südafrika – Uruguay 1:1 | 1:0

Auch hier ist wieder der Wunsch Vater des Tipps.

54, 74, 90, 2014

„Potential“ ist ein Begriff, den Bundestrainer Joachim Löw häufig benutzt, wenn er nach den den Stärken seiner Mannschaft gefragt wird. Dabei würde ihm wohl niemand widersprechen wollen. Und doch ist Potential vor allem etwas nicht Greifbares, in erster Linie ein Versprechen in die Zukunft.

Einer der wenigen im Kader, die bereits heute ihr volles Potential ausgeschöpft haben, ist Phillip Lahm. Genau genommen ist der Münchner nach aktuellem Stand der einzige Feldspieler im Team, dem getrost das Attribut „Internationale Klasse“ angeheftet werden kann. Neben sportlichem Können sticht beim 26-Jährigen die Routine aus 65 Länderspieleinsätzen hervor.

Erfahrung ist ein Gut, über das ein Großteil der Auswahl nur in homöopathischen Dosen verfügt. Dass Deutschland bei dieser WM nicht zu den Topfavoriten zählt, dürfte in erster Linie diesem Umstand geschuldet sein. Zudem fehlt nach Ballacks Ausfall der Anführer, einer, der dem sicherlich talentierte Ensemble in kritischen Situationen Halt verleiht.

Doch was ist tatsächlich möglich in Südafrika? Die Vorrunde wird die DFB-Auswahl überstehen. Ghana und vor allem die überalterten Australier sollten keine Stolpersteine darstellen. In der KO-Runde ist dann zwar alles möglich – das Erreichen des Viertelfinales müsste aber bereits als Erfolg gewertet werden.

Brainless Body in Topless Bar

Screenshot: lidl-reisen.de

Dolle Sache, dass ich mid dem Liddel zum Foddoschuding nach Südaffrriga farrn durfte. In einer ruhichen Minude hab ich mich aber fei scho gfracht, wieso die Leude in Südaffrriga wie als mei ehemalichen Schüdslinge in Barranaense sbrrechn.