Sonntagsschuss: Abstieg

Westfalia Herne ist aus der Oberliga Westfalen abgestiegen

Viel ist seit der Winterpause bei Westfalia Herne passiert. Neuer Trainer, neue Spieler, fünf Niederlangen in Folge nach einer Serie von sieben ungeschlagenen Spielen. Durch den freiwilligen Rückzug des VfB Hüls hatte man vor dem finalen Spieltag der Oberliga Westfalen den Klassenerhalt dennoch in der eigenen Hand. Allein dieser Umstand musste nach einer Vorrunde mit nur sechs(!) Punkten bereits als Erfolg gewertet werden.

Westfalias seit Jahren vor sich hin darbende Fanszene hatte noch einmal alles mobilisiert und zeigte im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck dreistellig Präsenz. Die Mannschaft bot ein gutes, ein mitreißendes, in der zweiten Halbzeit sogar hervorragendes Spiel. Zumindest in der Offensive. Denn „dass man keine Querpässe im eigenen Strafraum spielt, lernt man schon bei Schonnebeck in der E-Jugend“ – 83. Minute, das 2:3 für Aplerbeck, die Entscheidung. Konkurrent SV Zweckel wird seine Partie sicher gewinnen und somit hätte nur ein Sieg Herne gerettet.

Trainer Holger Wortmann betont während der Pressekonferenz noch einmal, dass man den Abstieg nicht dem heutigen Ergebnis, sondern der desaströsen Hinserie zu verdanken habe. Er mag recht haben, aber… kein Trost. Abstieg.

Stadien in Gelsenkirchen (04): Rotthausen

Name: Bezirkssportanlage „Auf der Reihe“
Adresse: Auf der Reihe 40, 45884 Gelsenkirchen-Rotthausen
Fassungsvermögen: ca. 4.500 (400 überdachte Sitzplätze)
Heimatverein(e): SSV/FCA Rotthausen 2000; DJK TuS 1910 Rotthausen
Zuschauerrekord: k. A.

Fotos (zum Vergrößern anklicken):

Wie der Vereinsname schon vermuten lässt: Der SSV/FCA Rotthausen 2000 ist gerade einmal neun Jahre alt. Dabei war der Vorgängerverein Ende des letzten Jahrtausends einer der erfolgreichsten Amateurvereine der Stadt. Vier Spielzeiten tummelte sich der SV Rotthausen in der damals viertklassigen Oberliga Westfalen.

Nach dem 17. Spieltag der Saison 1999/2000 kam dann aber das abrupte Aus. Der Club aus dem Gelsenkirchener Süden sah sich gezwungen, Insolvenz an- und sich selbst vom Spielbetrieb abzumelden. Es folgte gar die komplette Auflösung des Vereins. Immerhin gab der notwendig gewordene Neubeginn den Vereinsverantwortlichen die Möglichkeit, einen kapitalen Fehler zu korrigieren:

Mit der Gründungssitzung wurde am 12.04.2000 ein neuer Verein gegründet. […] Da die schwarz-gelben Farben in Gelsenkirchen nicht gerade beliebt sind, änderten sich auch die Vereinsfarben in blau-gelb.

Die Platzanlage teilt sich der Spiel- und Sportverein mit der DJK TuS 1910. Der sehr gepflegt wirkende Hauptplatz ist nur auf einer Längsseite ausgebaut. Das aber recht ordentlich in Gestalt einer gefälligen und von neun Stehplatzstufen gesäumten Tribüne.