Farewell 2010

Wir wünschen allen unseren Lesern ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2011!

Die Highlights der vergangenen 365 Tage gibt es kurz und schmerzvoll im Schnelldurchlauf:

Der schönste Treffer:

Der beste Spieler:

Manuel Neuer, natürlich.

Trainer des Jahres:

Es kann nur einen geben.

Zitat des Jahres:

Hoffenheim hat kein Stadion für 60.000 bis 80.000 Zuschauer und auch keine 50.000 Mitglieder – wir gehören zweifelsfrei zu den kleineren Vereinen. […] Was wir aber vorweisen können, ist eine exzellente Jugendarbeit, aus der heraus wir Talente für unsere Profi-Mannschaft entwickeln.

The Godfather

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Tanze Teamgeist mit mir

Früher war alles besser. Zumindest schöner. Sogar so ein vermeintlich egaler Gegenstand wie ein Fußball. Die Rede ist natürlich nicht von irgendeinem, sondern von dem Fußball schlechthin. Benannt nach einem südamerikanischen Standardtanz und seit seiner Entwicklung 1978 viele Jahre der Inbegriff eines hochwertigen Spielballs.

Foto: Shine2010 (CC-Lizenz)

Der Nachbarsjunge bekam Ende der 80er einen, ein billiges Replikat aus Plastik. Änderte blöderweise nichts an meinem Neid. Im Sommer 1994 leistete sich unser Dorfverein einen „Questra“ − der offizielle Tango der Weltmeisterschaft in den US of A. Einen echten. Einen einzigen. Der musste für alle mit Bällen der Größe 5 spielenden Teams ausreichen. Und ab und zu durfte sogar die B-Jugend zum Tanz bitten.

Diesen seltenen Momenten fieberten die wenigen guten Techniker in unserer Mannschaft regelrecht entgegen. Auch für uns Torhüter waren Schüsse mit dem Tango eine wahre Wohltat. Fühlte sich einfach nach Fußball an, im krassen Gegensatz zu den bei Übungseinheiten verwendeten Eisenkugeln aka Trainingsbälle. Jene wettergegärbten Ellipsoide, von einem stadtbekannten Choleriker aka Jugendleiter bis kurz vor dem Platzen mit Druckluft befüllt, die insbesondere während der harten südbadischen Winter jeglichen Spielspaß an verstauchten Fingern abprallen ließen.

Das langsame Ende der Tango-Ära im klassischen Triaden-Design läutete die WM in Südkorea und Japan ein. Mit einer „syntaktischen Schaumschicht“ und einem bunten Asia-Look konnte der damalige Turnierball „Fevernova“ aufwarten. Die Nachfolger „Teamgeist“ (2006), „EUROPASS“ (2008) und „Jabulani“ (2010) sind bestimmt ebenfalls qualitativ hochwertige Sportgeräte. Und vielleicht bekommen auch die heutigen Nachwuchskicker feuchte Augen beim Anblick dieser Hightech-Produkte, ich weiß es nicht.

Ganz sicher bin ich mir hingegen, dass wir damals im Leben nicht auf die Idee gekommen wären, uns über die Flugeigenschaften „unseres“ Tangos zu beschweren.

Farewell 2009

Und wieder geht ging ein Jahr. Oder auch nicht. Wie dem auch sei, nehmen wir diesen schnöden Jahreszahlwechsel doch einfach als willkommene Gelegenheit, auf die fußballerischen Highlights der vergangenen 365 Tage zurückzublicken.

Live-Spiel des Jahres:

War leider kein wirklich herausragendes dabei.

Zitat des Jahres:

Ist Ihnen aufgefallen, dass Piotr Trochowski beim Hamburger SV neuerdings auch Kommentare abgibt? […] Der kann normalerweise keine zwei Sätze geradeaus sprechen, und jetzt spricht er über Fußballpolitik!

Uli Hoeneß

Der schönste Treffer:

Das 2:0 von Ángel Di María im EL-Spiel SL Benfica – AEK (den Ton bitte wegdenken).

Mannschaft des Jahres:

Hmmm, Barca vielleicht?

Der wertvollste Blog-Beitrag:

Wie JAKO anderen Leuten das letzte Trikot auszieht (allesaussersport.de)

Zum Abschluss noch ein paar selbstreferenzielle Fakten:

Der mit Abstand beliebteste Suchbegriff, um dieses Webangebot im weltweiten Datendschungel aufzuspüren ist „asi erich“. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die Suchenden hier wirklich das finden, was sie sich von ihrer Recherche erhofft haben.

Die drei am häufigsten angeklickten Artikel:

Ich möchte mich hiermit bei allen Lesern für ihr Interesse bedanken und vielleicht noch den Schaafschützen-Text ans Herz legen. Einfach, weil ich da einiges an Arbeit reingesteckt habe.

Ansonsten: Frohes Neues!

(ja, etwas versptätet…)