Cyber-Panini

Panini. Ein Thema, das durch 11Freunde und Co. in den letzten Jahren eine mittelgroße Renaissance erlebt hat.

Zu meiner eigenen fußballerischen Sozialisation haben die Klebebildchen indes nur marginal beigetragen. Ich erinnere mich an eine Begebenheit Mitte der 80er, als ich beinahe aus dem örtlichen Zeitschriftenladen geschmissen worden wäre. Aber was sollte ich machen? Die Freude über den letzten noch fehlenden Bayern-Spieler musste eben auch akustischen Ausdruck finden. Das war vermutlich auch das letzte mal, dass ein Erdenbürger durch Hans-Dieter „Hansi“ Flick zu Jubelstürmen verleitet wurde.

Nach dieser Saison war dann aber auch schon wieder Schluss – zu teuer. Ich beschloss, mein knappes Taschengeld fortan in wesentlich sinnvollere Dinge zu investieren. Etwa in Masters-of-the-Universe-Figuren. Oder Game-Boy-Spiele (später). Oder Metallica-T-Shirts (noch später).

Für alle, die das Suchtpotential auch 2010 skeptisch betrachten und Angst vor dem finanziellen Ruin haben (immerhin 60 Cent kostet eine Fünfer-Packung aktuell), hat Mutter FIFA herself ein nettes Surrogat programmiert: Das virtuelle Panini-Sticker-Album zur WM 2010.

Man startet mit drei Päckchen und jeden Tag kommt ein neues hinzu. Die Mannschaftskader bestehen – logischerweise – aus elf Spielern, das Verbandswappen gibt es als Bonus, wenn ein Team komplett ist. Wie im echten Sammlerleben müssen die Tütchen aufgerissen und jedes einzelne Flash-Bild fein säuberlich ins Album geklebt werden, so dass auch Puristen auf ihre Kosten kommen. Nette Geschichte.

Wer Lust hat, Dubletten in einer Sammel-Gruppe zu tauschen, bitte in den Kommentaren oder über twitter melden. 82P7W65JZ7JJ

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