Wenn sie subjektiv sind, würde ich an meiner objektiven Linie festhalten

Dass es ein schwieriges Unterfangen ist, die Qualität von Schiedsrichter-Leistungen richtig einzuordnen, wissen wir nicht zuletzt durch zahlreiche Folgen des Schiedsrichter-Podcasts „Collinas Erben“. Oder eben durch zünftige Wirtshaus-Wemsereien.

Der einigermaßen hilflos wirkende Ansatz der Sportpresse greift in der Regel auf das Schulnotensystem zurück, manchmal gibt es als Bonus noch eine zusammenfassende Einschätzung in Tweetlänge. Wesentlich akribischer geht die Gilde der Unparteiischen selbst vor, die mit ihrem berühmt-berüchtigten Beobachtungsbogen ein stark differenzierendes Bewertungswerkzeug entwickelt hat.

Das klingt immerhin schon mal recht selbstkritisch, auch sich selbst gegenüber. Was fehlt, ist der Blick von außen, der möglichst ohne Bias nach standardisierten Maßgaben bewertet. Oder in die schillernde Sprache von Wirtschaftsrechtlern übersetzt: „Wie definiere ich Qualität in Verträgen und Lieferbeziehungen, wie prüfe ich sie [,,,].“

Unter dieser Prämisse haben Ende 2009 Wirtschaftsrecht-Studierende der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen ihren selbst entworfenen Qualitätsbeurteilungsbogen für Fußballschiedsrichter beim Drittligakracher Fortuna Düsseldorf – VfR Aalen (1:1) live und in Echtzeit auf die Probe gestellt – Bogen und Studenten haben offensichtlich bestanden (PDF-Dokument, Laden dauert evtl. einen Moment).

Fotos: Scholz Arena (Waldstadion), VfR Aalen

Scholz Arena, Aalen

Adresse: Stadionweg 5, 73430 Aalen
Heimatverein: VfR Aalen
Kapazität: 11.183 (4.773 überdachte Sitzplätze und 6.410 unüberdachte Stehplätze)
Zuschauerrekord: 13.500 (2010, 1. Runde DFB-Pokal: VfR Aalen – Schalke 04 1:2)
Erbaut: 1949

Infolge des Zweitligaaufstiegs wird das Stadion im Sommer 2012 umgebaut und soll zu Beginn der Saison etwa 14.000 Plätze bieten. Frühere Namen: VfR-Stadion im Rohrwang, von 1988 bis 2008 Städtisches Waldstadion Aalen.

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