Otto und Töppi: Zurück in die Zukunft?

König Otto ist zurück! Und neben all den nahe liegenden und berechtigten Scherzchen stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob sich nun auch sein langjähriger Hofberichterstatter zu einem Comeback hinreißen lässt. Klar, um seinen Sohn wollte er sich kümmern. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich ein Vollblutreporter wie Rolf Töpperwien mit dem grauen Familienalltag in Osterode zufrieden gibt, während in Berlin auf dem kleinen Finger gepfiffen wird.

Und was ist mit Otto Rehhagel selbst? Wie wird der als wertkonservativ und autoritär geltende Trainer mit einer Bundesliga zurechtkommen, in der so mancher 23-Jährige – noch dazu unverheiratet – bereits als Routinier durchgeht? Wie mit einem Medienkarussell, das seit seinem Rauswurf in Kaiserslautern vor elfeinhalb Jahren noch einmal kräftig an Schwung zugelegt hat?

„Es dauert nicht mehr lange“, wird er vielleicht befürchten, „dann behelligen mich diese Aasgeier vom Fernsehen noch bei laufendem Spiel auf der Trainerbank“. Etwa so wie in dieser schaurig-kühnen Zukunftsvision des ZDF aus der guten alten Zeit (1979).