Die deutsche Fußball-Landkarte 2011/2012

Dem äußerst frühen Saisonstart der 2. Bundesliga ist es geschuldet, dass wir die aktualisierte Auflage der deutschen Fußballlandkarte bereits Mitte Juli präsentieren dürfen. Diese errechnet sich folgendermaßen: Die im überregionalen Fußball aktiven Teams jedes unserer 16 Bundesländer werden gezählt, je nach Höhe der Spielklasse bewertet und die Summe mit der Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt.

Folgende Punkteskala kommt dabei zur Anwendung:

1. Bundesliga: 4 Punkte
2. Bundesliga: 3 Punkte
3. Liga: 2 Punkte
Regionalliga: 1 Punkt

Da sie ihre Heimspiele zumeist unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und so nur eine äußerst geringe fußballkulturelle Tragweite besitzen, werden den Reserveteams der Profiteams nur jeweils den halben Wert zugesprochen.

Wie erwartet (und wie vermutlich auch noch in 50 Jahren) führt Bremen die Abschlusstabelle mit deutlichem Vorsprung an (sortiert nach Punkte/Mio. Einwohner):

Rang 2010 Land Teams Einw. (Mio.) Punkte Punkte/Mio.
1. 1. Bremen 2 0,662 5 7,553
2. 2. Hamburg 4 1,774 8 4,510
3. 4. RLP 8 4,013 13 3,239
4. 3. Saarland 2 1,023 3 2,933
5. 5. NRW 26 17,873 50,5 2,825
6. 6. Ba-Wü 15 10,745 27,5 2,559
7. 7. Bayern 15,5* 12,510 31 2,478
8. 9. Berlin 4 3,443 8,5 2,469
9. 13. Sachsen 5 4,169 10 2,399
10. 8. Hessen 8,5* 6,062 14,5 2,392
11. 11. BB 3 2,512 6 2,389
12. 10. Thüringen 3 2,250 5 2,222
13. 12. NS 9 7,929 17 2,144
14. 14. MVP 1 1,651 3 1,817
15. 15. SA 3 2,356 3 1,273
16. 16. SH 2 2,832 2 0,706
*Der Regionalliga-Süd-Aufsteiger FC Bayern Alzenau ist zwar, Nomen est Omen, geographisch in Bayern beheimatet, nimmt aber traditionell am Spielbetrieb des Hessischen Fußballverbandes (vgl. Viktoria Aschaffenburg) teil. Von daher habe ich ganz salomonisch jeweils einen halben Punkt an die beiden Bundesländer verteilt.

Aufsteiger des Jahres ist Sachsen, das sich durch die Erfolge von Dynamo Dresden und dem Chemnitzer FC um vier Positionen gegenüber dem Vorjahr verbessern konnte. Hessen und Thüringen verlieren hingegen jeweils zwei Plätze.

Überdurchschnittlich gut fällt mit einem Quotienten von 3,576 das Ergebnis des außer Konkurrenz gestarteten Ruhrgebiets aus. Mit diesem Wert beläge man als eigenständiges Bundesland den dritten Rang in der Liste.

Aufbereitet als „Wetterkarte“ ergibt sich folgendes Bild:

Punkte / Mio. Einwohner ≥ 4
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 3
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 2
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 1
Punkte / Mio. Einwohner < 1

Die deutsche Fußball-Landkarte 2010

Pünktlich zum Start der Spielzeit 2010/2011 gibt es auf stadioncheck.de die aktualisierte Version der deutschen Fußballlandkarte. Diese errechnet sich folgendermaßen: Die im überregionalen Fußball aktiven Teams der 16 Bundesländer werden gezählt, je nach Höhe der Spielklasse bewertet und die Summe mit der Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt.

Folgende Punkteskala kommt dabei zur Anwendung:

  • 1. Bundesliga: 4 Punkte
  • 2. Bundesliga: 3 Punkte
  • 3. Liga: 2 Punkte
  • Regionalliga: 1 Punkt

Da sie ihre Heimspiele zumeist unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und so nur eine äußerst geringe fußballkulturelle Tragweite besitzen, werden den Reserveteams der Profiteams nur jeweils den halben Wert zugesprochen.

Bremen führt die Abschlusstabelle erneut mit deutlichem Vorsprung an (sortiert nach Punkte/Mio. Einwohner):

Rang 2009 Land Teams Einw. (Mio.) Punkte Punkte/Mio.
1. 1. Bremen 3 0,663 6 9,050
2. 2. Hamburg 3 1,771 8,5 4,800
3. 11. Saarland 3 1,037 4 3,857
4. 3. RLP 7 4,046 13 3,213
5. 4. NRW 26 17,997 52 2,889
6. 6. Ba-Wü 15 10,750 27,5 2,558
7. 7. Bayern 15 12,520 30,5 2,436
8. 8. Hessen 9 6,073 14,5 2,388
9. 5. Berlin 4 3,416 7,5 2,196
10. 9. Thüringen 3 2,289 5 2,184
11. 13. BB 3 2,536 5,5 2,169
12. 12. NS 9 7,972 16,5 2,070
13. 14. Sachsen 5 4,220 8 1,896
14. 10. MVP 1 1,680 2 1,190
15. 16. SA 2 2,412 2 0,829
16. 15. SH 2 2,837 2 0,705

Aufsteiger des Jahres ist das Saarland, das sich acht Positionen höher als in der Vorsaison platzieren konnte. Aufgrund der geringen Einwohnerzahl haben die Aufstiege von Saarbrücken (3. Liga) und Homburg (RL) jeweils eine Verdoppelung von Punktezahl und Quotient bewirkt.

Berlin beweist einmal mehr eindrucksvoll, dass es alles andere als eine Fußballstadt ist und verliert vier Plätze. Am Tabellenende schließlich tauschen Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein die rote Laterne.

Aufbereitet als „Wetterkarte“ ergibt sich folgendes Bild:

Punkte / Mio. Einwohner ≥ 4
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 3
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 2
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 1
Punkte / Mio. Einwohner < 1

Deutschlandkarte 01: Das Herz…

…des deutschen Fußballs schlägt nicht im Westen, wie Franz Beckenbauer 1997 behauptet hat, sondern im Norden der Republik. Zu diesem Ergebnis kommt, wer die im überregionalen Fußball aktiven Teams der 16 Bundesländer zählt, je nach Höhe der Spielklasse bewertet und die Summe mit der Einwohnerzahl ins Verhältnis setzt.

Folgende Punkteskala kam dabei zur Anwendung:

  • 1. Bundesliga: 4 Punkte
  • 2. Bundesliga: 3 Punkte
  • 3. Liga: 2 Punkte
  • Regionalliga: 1 Punkt

Da sie ihre Heimspiele zumeist unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und so nur eine äußerst geringe fußballkulturelle Tragweite besitzen, habe ich den Reserveteams der Profiteams nur jeweils den halben Wert zugesprochen.

Bremen führt die Abschlusstabelle mit deutlichem Vorsprung an (sortiert nach Punkte/Mio. Einwohner):

Land Teams Einw. (Mio.) Punkte Punkte/Mio.
1. Bremen 3 0,663 6 9,050
2. Hamburg 4 1,771 8 4,517
3. RLP 7 4,046 13 3,213
4. NRW 26 17,997 56 3,112
5. Berlin 5 3,416 9,5 2,781
6. Ba-Wü 16 10,750 28 2,605
7. Bayern 15,5* 12,520 30 2,396
8. Hessen 8,5* 6,073 14,5 2,388
9. Thüringen 3 2,289 5 2,184
10. MVP 2 1,680 3,5 2,083
11. Saarland 2 1,037 2 1,929
12. NS 8 7,972 15 1,882
13. BB 2 2,536 4 1,577
14. Sachsen 4 4,220 6 1,422
15. SH 2 2,837 3 1,057
16. SA 2 2,412 2 0,829
Prüfsumme 110 82,219

* Der Regionalliga-Süd-Aufsteiger FC Bayern Alzenau ist zwar, Nomen est Omen, geographisch in Bayern beheimatet, nimmt aber traditionell am Spielbetrieb des Hessischen Fußballverbandes (vgl. Viktoria Aschaffenburg) teil. Von daher habe ich ganz salomonisch jeweils einen halben Punkt an die beiden Bundesländer verteilt.

Als Infografik aufbereitet, ergibt sich folgendes hübsche Bild:

deutschlandkarte01

Punkte / Mio. Einwohner ≥ 4
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 3
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 2
Punkte / Mio. Einwohner ≥ 1
Punkte / Mio. Einwohner < 1

Dass die Stadtstaaten Bremen und Hamburg in diesen Vergleich die Bestnoten kassieren, ist wenig überraschend. Verblüfft hat mich hingegen – vom reinen Bauchgefühl her – der dritte Platz von Rheinland-Pfalz, gleichzeitig Spitzenreiter unter den Flächenländern.

Das Durchschnitts-Land kann 6,875 Teams im bezahlten Fußball und 5,139 Millionen Einwohner vorweisen, erzielt nach unserer Rechnung 12,844 Punkte und kommt so nach Adam Riese auf einen Quotienten von 2,499. Hessen kommt diesen Daten erstaunlich nahe. Überdurchschnittlich gut  fällt mit 4,003 hingegen das Divisionsergebnis des außer Konkurrenz gestarteten Ruhrgebiets  aus.

Anzumerken wäre noch, dass diese Rangordnung auch von der verwendeten Punkteskala abhängt und natürlich nicht in Stein gemeisselt ist. Ein Aufstieg vom 1. FC Magdeburg oder Chemie Halle, und Schleswig-Holstein kann sich vielleicht in der nächsten Saison damit rühmen, Deutschlands Fußball-Diaspora Nr. 1 zu sein.

+++ Update +++

Hier gibt es die Gesamtübersicht der Punkteverteilung als Google-Doc.