Kyriakos Papadopoulos: Baby of the class

Nett, was die UEFA im Jahre 2008 während der damals stattfindenden U-19-Europameisterschaft beobachtete:

Baby of the class in the tournament’s youngest team, Papadopoulos belied his 16 years with eye-catching performances in the Greece rearguard. The English-style centre-back showed perfect timing and positional play with a goal-saving tackle against Italy.

Von den anderen aufgelisteten „potential stars of the future“ (unter anderem dabei: ein gewisser Richard Sukuta-Pasu) hört und liest man heute eher weniger.

EM 2012: Analogblog Halbfinale Deutschland – Italien 1:2

UEFA EUROPA LEAGUE 2011: Das fast vergessene Finale

Ich schaue täglich wenigstens einmal beim Internetangebot des Kickers vorbei, verirre mich hin- und wieder auch auf anderen Sportseiten, habe außerdem die Feeds diverser Blogs abonniert. Und dann lese ich heute morgen durch Zufall auf der Webseite der UEFA zum ersten mal, dass heute Abend das Finale der Europa League stattfindet. Ich wage mal zu behaupten, dass zumindest in der Fußballneuzeit ein derart bedeutendes Ereignis von der hiesigen Medienlandschaft noch nie derart ignoriert wurde.

Und diesen – auch bei twitter formulierten – Eindruck scheine ich nicht exklusiv zu haben:

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Dabei trifft mit dem FC Porto ein Schwergewicht des europäischen Fußballs auf die Nobodies aus dem 56 km entfernten Braga. Allein diese Konstellation sollte Material genug sein, um eine nette David-gegen-HulkGoliath-Gesichte zu konstruieren. Aber selbst dafür scheint ein rein portugiesische Finale nicht zu taugen. Die Betonung liegt auf scheint, denn das ist wie gesagt nur mein subjektiver Eindruck.

Wie dem auch sei – Sat1 überträgt ab 20.15 Uhr live. Ich bin dabei, einen Vierteldaumen für Sporting Braga gedrückt. Ein gutes Fußballspiel braucht keine mediale Ouvertüre.

Eine an der belgischen Waffel

Aus dem Kapitel „Wenn Verbandstagungen in enthemmte Drogenpartys ausarten“:

In unserem knuffigen Nachbarland spielen ab dem 2. April (<- Aprilscherz, kein) Royal Charleroi und die Königliche Allgemeine Sportvereinigung aus dem deutschsprachigen Eupen den Direktabsteiger aus der 1. Liga aus – in maximal fünf (in Ziffern: 5!) Begegnungen.

Eupen geht dabei als das nach der regulären Saison besser postierte Team mit drei Punkten Vorsprung ins Rennen und dürfte drei mal zu Hause antreten. Richtig gelesen, es wird eine Tabelle mit Punkten und Toren gebildet und nicht etwa wie bei den aus dem Eishockey bekannten Playoffs einfach die Siege gezält.

Der Gewinner dieses Durchlaufs ist aber nicht etwa gerettet, sondern muss sich danach in einer Relagionsrunde mit drei Zweitligisten messen. Dort warten weitere sechs Partien auf den frischgebackenen Eventuellnichtabsteiger, wobei nur der Erstplatzierte dieser „Eindronde“ in die höchste Spielklasse aufsteigen respektive dort verbleiben darf.

Alles klar?

Da Charleroi noch ein bedeutungsloses, am grünen Tisch erzwungenes Nachholspiel zu absolvieren hat, könnte der Fall eintreten, dass die Wallonen bis Mitte/Ende Mai noch zwölf mal antreten müssen. Nur um dann am Ende aufgrund der schlechteren Tordifferenz möglichrweise doch noch abzusteigen.

Keine Frage: Dieser feuchte Funktionärstraum ist viel zu schade für die belgischen Provinzkäffer. Irgendjemand sollte in der Schweiz Bescheid geben.

[Frank Sinatra Voice]

Nyon, Nyon!

[/Frank Sinatra Voice]

Torlos glücklich

UEFA Europa League – 09/10
FC Salzburg – Standard de Liège
0:0
25.02.10, R** Arena (Wals-Siezenheim)
26.500 Zuschauer (ca. 2.500 Gäste)

Falls ihr euch immer schon einmal gefragt habt, wo die ganzen Halbstarken wech sind, die es mit traumwandlerischer Sicherheit bewerkstelligen, die morgendliche Straßenbahnfahrt zur Maloche oder in die Uni, wenn die Laune natürlich eh schon in den Seilen hängt, vollends zu vermiesen: Ich kanns euch verraten.

Die werden in Salzburg produziert. Unglaublich was da rumläft. Abseits des Marzipan-Overkills muss sich in der Mozart-Stadt von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt ein neuer Exportschlager etabliert haben. Quasi Krocha made in Salzburg.

Fußball gab es natürlich auch zu sehen. Und zwar ein – wie sagt man so schön? – 0:0 der besseren Sorte. Standard kam auf dem ungewohnten Kunstgeläuf von Beginn an gut zurecht und schaukelte das Ding am Ende souverän über die Zeit. Einen etwas ausführlicheren Bericht gibt es auf 11Freunde Auswärtsspiel.

Fotos:

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*UPDATE* Alles auf Rot: Standard vs. HSV

*UPDATE*
19.03.: Die folgenden Angaben dürfen natürlich auch gerne von Anhängern des Hamburger SV genutzt werden. 😉
*UPDATE Ende*

Jawoll, die gestrige Auslosung für die nächste Runde der Europa League hat ergeben: Standard darf rotes Tuch bei den *hüstel* roten Bullen spielen. Und, liebe Salzburger, damit ihr euch bei der Suche nach Infos zu eurem Eliminator  in spe nicht unnötig anstrengen müsst (Referrer sind was feines), gibt es hier alles Wissenswerte auf einen Blick.

Anschrift
Royal Standard de Liège
2, Rue de la Centrale
4200 Liège
Tel.: +32 4 2 52 21 22
Fax: +32 4 2 52 14 69

Offizielle Website: www.standard.be

Allgemeinwissen
Stamnummer: 16
Vereinsfarben: Rot und Weiß
Spitzname: Les Rouches (die Roten)

Standard spielt in der Saison 09/10 das insgesamt 91. Jahr in der höchsten belgischen Spielklasse – davon mittlerweile 86(!) hintereinander.

Geschichte in Stichworten
27.05.1898: Gründung als Standard FC Liège
1910: Umbenennung in Standard Club Liège
1923: Umbenennung in Royal Standard Club Liège
1973: Umbenennung in Royal Standard Liège
1996: Anschluss von RFC Seraing

Erfolge
Belgische Meisterschaft: (10) 1958, 1961, 1963, 1969, 1970, 1971, 1982, 1983, 2008, 2009
Belgischer Pokal: (5) 1954, 1966, 1967, 1981, 1993.

Stadion
Name: Stade Maurice Dufrasne (auch bekannt als „Sclessin“)
Kapazität: 26.659 Sitzplätze

Als Sahne Schlagobershäubchen noch zwei Spielberichte zum Anfixen:

Standard – Club Brügge 2:1 (September 2007)
Standard – Anderlecht 2:0 (April 2008)