Stadien in Gelsenkirchen (05): Ückendorf

Kleines Update: Schalke 04 hat vergangene Woche bekannt gegeben, dass sowohl die A- als auch B-Junioren die anstehende Bundesliga-Spielzeit in Ückendorf bestreiten werden.

Name: Sportplatz Gesamtschule Ückendorf
Adresse: Bochumer Str. 190, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf
Fassungsvermögen: ca. 5.000
Heimatverein(e): DJK Arminia Ückendorf 1910; FC Kickers Ückendorf 68; FC Zrinski 1975; A- und B-Jugend FC Schalke 04
Zuschauerrekord: k. A.

Fotogalerie (Bilder durch Anklicken vergrößern):

Ein Stadion auf dem Gelände einer öffentlichen Schule – nichts Ungewöhnliches bei us-amerikanischen Highschools, hierzulande dürfte man so etwas eher selten zu Gesicht bekommen. Die Tribüne ist bis auf die nicht vorhandenen Schalensitze mit der des Stadion Lüttinghof in Hassel identisch. Mit weiteren spektakulären Informationen kann ich allerdings leider nicht dienen.

Stadien in Gelsenkirchen (06): Südstadion

Name: Südstadion
Adresse: Am Heidekamp, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf
Fassungsvermögen: 21.680 (1.680 überdachte Sitzplätze)
Heimatverein(e): SG Eintracht Gelsenkirchen
Zuschauerrekord: 17.000 (1966/67, Regionalliga West: SG Eintracht Gelsenkirchen – VfL Bochum 2:2)

Wie es der Name vermuten lässt, steht das drittgrößte noch existierende Stadion tief im Süden der Stadt. Dort verkörperte die SG Eintracht viele Jahre so etwas wie die Kronprinzessin im Gelsenkirchener Fußball. Ihre absolute Blütezeit erlebten die Rot-Blauen in den 60er und 70er Jahren.

In der Saison 1963/64 stieg die Sportgemeinde nach drei dramatischen Aufstiegsspielen gegen den Dortmunder SC 95 erstmals in die Regionalliga West auf. Gekickt wurde zunächst im Stadion am Südpark, ehe man 66/67 in das neue Südstadion übersiedelte. Insgesamt acht Spielzeiten lang durften so illustre Gegner wie der VfL Bochum oder Borussia Dortmund zu Punktspielen in Ückendorf begrüßt werden.

Vor der Saison 73/74 folgte das, was in der Fußballgeschichte selten von Erfolg gekrönt war: Die berühmt-berüchtigte „Bündelung der Kräfte“. Hochzeitspartner war der STV Horst-Emscher. Die einzige gemeinsame Regionalliga-Runde wurde im Horster Fürstenbergstadion absolviert und endete mit dem zweiten und wohl auch endgültigen Abstieg aus dem bezahlten Fußball. Die Unvernunft-Ehe hielt überdies nur fünf Jahre – 1978 gingen beide Vereine wieder getrennte Wege.

Das vorerst letzte, kleine Highlight erlebte der Haidekamp im Sommer 2004, als die heimische Eintracht im DFB-Pokal auf Verbandsebene gegen die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 antreten musste. Einige hundert Neugierige wurden Zeugen einer 1:6-Niederlage. Für den grauen Bezirksligaalltag sind die schöne, aber baufällige Tribüne und die beeindruckenden Stehwälle natürlich deutlich überdimensioniert.

Stadien in Gelsenkirchen

Stadien in Gelsenkirchen

Stadien in Gelsenkirchen… Wieso? Weshalb? Warum?

Nun, diese Serie von Stadionvorstellungen soll ganz einfach demonstrieren, dass Gelsenkirchen in Sachen Fußball viel mehr zu bieten hat als den FC Schalke 04 mit seiner Arena. Die 264.000-Einwohner-Stadt mag vielleicht nicht der schönste Fleck auf Erden sein, die dortige Stadionlandschaft sucht dafür ihresgleichen.

Tatsächlich dürfte es hierzulande keine andere Großstadt geben, die in Relation zur Einwohnerzahl eine derartige Masse an Fußballplätzen mit Ausbau vorzuweisen hat. Unter das Prädikat „ausgebautes Stadion“ fallen für uns dabei Rasen- oder Kunstrasenplätze (man muss ja mit der Zeit gehen…), die mindestens eine Tribüne mit Sitzgelegenheiten und Stehplatzstufen aufweisen können. Insgesamt konnten wir so bislang 13 auf Gelsenkirchener Stadtgebiet liegende Fußball-Stadien berücksichtigen.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit gibt es auf dieser Seite die Links zu sämtlichen bislang vorgestellten Stadien in Gelsenkirchen in einer tabellarischen Zusammenfassung. Um zur Detailseite des jeweiligen Stadions zu gelangen, bitte einfach den fettmarkierten Link oder das kleine Vorschau-Foto anklicken.

Links zu allen 13 Stadien in Gelsenkirchen:

Teil 1: Bezirkssportanlage Oststraße in Erle

Vereine: DJK Eintracht Erle 1928; SpVgg Erle 1919; FC Njegos

Teil 2: Fürstenbergstadion in Horst

Vereine: BV Horst Süd 1962; früher: STV Horst-Emscher Husaren

Teil 3: Stadion Lüttinghof in Hassel

Vereine: SC Hassel 1919; YEG Hassel 1993

Teil 4: Bezirkssportanlage Auf der Reihe in Rotthausen

Vereine: SSV/FCA Rotthausen 2000; DJK TuS 1910 Rotthausen

Teil 5: Sportplatz Gesamtschule Ückendorf

Vereine: DJK Arminia Ückendorf 1910; FC Kickers Ückendorf 68; FC Zrinski 1975; A- und B-Jugend des FC Schalke 04

Teil 6: Südstadion in Ückendorf

Verein: SG Eintracht Gelsenkirchen

Teil 7: Bezirkssportanlage Braukämperstraße in Beckhausen

Verein: SuS Beckhausen 05

Teil 8: Jahnstadion Heßler

Vereine: SV Hessler 06; Grün-Weiß Heßler 1921

Teil 9: Veltins-Arena

Verein: FC Schalke 04

Teil 10: Parkstadion

Verein: FC Schalke 04

Teil 11: Stadion Löchterheide

Verein: SSV Buer 07/28

Teil 12: Bezirkssportanlage Im Emscherbruch

Verein: FV Viktoria Resse 75

Teil 13: Glückauf-Kampfbahn

Verein: DJK Teutonia Schalke-Nord; früher: FC Schalke 04