Das größte Spiel in der Geschichte des SV Lohhof

Vielleicht fand es in der Saison 94/95 in der damals drittklassigen Regionalliga Süd gegen Darmstadt 98 oder die Offenbacher Kickers statt. Oder 1999/00 in der selben Division gegen den FC Augsburg. Man weiß es nicht genau.

Auf keinen Fall aber war es ein Freundschaftsspiel gegen Hastenichgesehen vor bezahlten Fan-Darstellern, wie es die Marketing-Abteilung eines Pay-TV-Anbieters gerne hätte.

Links KW 48 2010

Es gab nur Lügen, große Lügen.

Lokalzeitungen sind oft am dichtesten dran am Geschehen. Und so berichtet „Der Neue Tag“ auch in aller Ausführlichkeit über die bedauernswerten Vorgänge, die zur Insolvenz des Süd-Regionalligisten SpVgg Weiden geführt haben.

Und der Kommentator Yahiro Kazama, der Ende der 80er-Jahre für zwei Spielzeiten in der zweiten deutschen Bundesliga in Remscheid und Braunschweig gespielt hat, ist genau so schlecht wie bei euch Marcel Reiff: Er sagt nur, was er sagen will, auch wenn das mit dem Spiel manchmal gar nichts zu tun hat.

Big in Japan: Matthias von Schalkefan.de hat ein wirklich herausragend interessantes Interview mit einem weiblichen Schalkeanhänger aus Tokyo geführt. Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

All das, was vorher passiert war, war in dem Moment ja nicht wichtig: Wir schüttelten uns die Hand und damit war diese Sache nun endgültig erledigt. Wenn auch es für eine Privatperson ein klein wenig anstrengender ist, so etwas durchzuexerzieren, als für ein Unternehmen.

Ein Tag in Hollenbach. Was mit einem großen Missverständnis begann, hat mit dem Besuch des Trainers im Katar unter Deutschlands Oberligametropolen einen versöhnlichen Abschluss gefunden. Gottseidank.

Liveblog: EL Megaclásico – S04 II vs. Fortuna II

Herzlich Willkommen zum Liveblog-Event des Jahres! Schalke 04 II spielt in der Regionalliga West gegen die Reserve von Fortuna Düsseldorf. Das Kultspiel zur Kultanstoßzeit am Mittwochmittag. Getreu dem Motto: Barca – Real kann jeder.

Trotz Wintereinbruch hat die Platzkommission den Rasen bereits für bespielbar erklärt. Absagen kann jetzt nur noch der Schiedsrichter. Schau mer mal. Anpfiff ist bzw. wäre am 1.12. um 14.15 Uhr in der legendären Mondpalast-Arena in Wanne-Eickel.

Die Kurz-URL für diesen Liveticker lautet: http://is.gd/i1BdF – gebt bitte Euren am Spiel interessierten Kumpels oder Arbeitskollegen über Twitter oder Facebook Bescheid. Also allen Fünf. Jetzt!

Der Ticker zum Nachlesen:

Schluss! 0:0 – hätte aber auch andersrum ausgehen können

#f95 5 raus, 21 rein

Nr 28 raus, 8 rein #f95

Hektische schlussphase

Baumi setzt sich endlich mal gut auf dem flügel durch, flanke zu ungenau

Statt aus 20 m abzuziehen, versucht baumi durchzustecken. Schlechte wahl.

Da war sie, die riesenchance für #f95 – vergeben

Mein kältestes spiel seit waldhof-saarbrücken anno 2001 #mitleidstweet

Nr. 18 raus, 11 rein #s04

Man muss es so sagen: schalkes standards sind ne katastrophe

Fortuna gewinnt die lange-unterplinten-wertung übrigens mit 4:1

Es bleit dabei #f95 zu kompliziert

Ecke #s04. Abgewehrt 

Off. 100 Zuschauer – von „sicherheitschef willi handgezählt“ 

Nr. 5 #f95 jetz mit turban 

Missverst. Zw tw u abwehrspieler #f95 hätte ins auge gehen können 

2. Hz läuft

Trainer von Preussen Münster ist zum spionieren da. Nix besseres zu tun? 

Spielstände auf den anderen plätzen: _ 

0-0 zur pause. Geht klar. #s04 zuletzt aber mit übergewicht 

Freistoß am 16er. In die mauer. #s04 

Nr. 19 #s04 setzt sich mit feinem trick durch. Toll gehalten 

Erste gute chance. Sphtzer winkel, knapp verzogen #s04 

Unordnung im fortunen-strafraum. #s04 wird stärker 

Erste zaghafte anfeuerungsrufe #s04 

Harmlos 

Ecke s04 

F95-abwehr steht sehr gut, lässt nix zu 

Fortunen neben mir beklagen die sportl entwicklung v Sascha Dum 

Recht ausgeglichen so far. Vllt leichte vorteile für f95

Harmloser rolleq durch nr. 2 v fortuna

F95 bis zum 16er gefällig. Vor dem tor aber zu umständlich

Spiel rieselt etwas vor sich hin

Photo: Die aufstellungen http://tumblr.com/xery2aq2n

ach ja, bevors beschwerden gibt: mir ist völlig wumpe, wer hier
gewinnt. hoffe auf ein unterhaltsames spiel. und glühwein.

Ecke f95. Rausgefaustet

Erste chance f S04. Dirtanzschuss d nr. 6

Gekickt wird mit orangenen cl-bällen

Flotter beginn. Schnee scheint gut bespielbar.

Anpfiff!

Teams kommen. Spiel wird von einer frau geleitet.

kurz vor anpfiff ca. 80 zs.

2. Fortuna-fan gesichtet.

S04 mit baumjohann in der startelf.

Photo: So siehts auffem platz aus. http://tumblr.com/xery273nx

erster eindruck: nur asis, studenten und rentner anwesend. Und schalke-fans. 

Photo: Geilster stadionname ever. http://tumblr.com/xery26fdy

Spiel findet statt. Weitersagen!

Wasserstandsmeldung aus der 301: sieht zum. Nich nach neuen niederschlägen aus.

Regionalliga: Reform follows function

Neben zu vielen Reserveteams – allein zehn in der Weststaffel – war die Undurchlässigkeit der Regionalligen (RL) einer der Hauptkritikpunkte der Amateurvereine am 2008 erfolgten Umbau der höchsten DFB-Ligen. Drei Absteiger sind angesichts 20 Drittligamannschaften in der Tat nicht viel, so dass man in den RL schon Meister werden muss, um die Klasse nach oben zu verlassen. Das bedeutet auch, dass für die meisten RL-Teams das letzte Drittel der Saison zu Spielen um die güldene Ananas verkommt.

Wir fassen zusammen: Reserveteams ziehen keine Zuschauer und bringen wenig bis keine eigenen Fans mit. Freundschaftsspiele ziehen keine Zuschauer. => Massive Finanzprobleme für die in der Regel eh nicht auf Rosen gebetteten Clubs.

Was die 255 stimmberechtigten Delegierten nun dazu bewogen hat, auf dem DFB-Bundestag in Essen die Zahl der RL ab 2013 von drei auf fünf zu erhöhen… ich weiß es nicht, ich kann es mir schlicht und ergreifend nicht erklären. Die Freundschaftsspielproblematik gegen Saisonende wird sich dann also weiter verschärfen und wenn nicht einmal mehr der Meister einer Spielklasse automatisch und sicher aufsteigt, dann krankt das System.

Die „Reviersport“, sonst eigentlich eher nicht für ihren subversiven Humor bekannt, fasst den Geist dieser Veranstaltung mit einer einzigen Bildunterschrift treffend zusammen:

Quelle: Reviersport-Printausgabe vom 25.10.2010

Quelle: Reviersport-Printausgabe vom 25.10.2010

Amateure.

Hoyzer! Hoyzer!

Wappen Holstein KielWappen VFC PlauenRegionalliga Nord – 10/11
Kieler SV Holstein – VFC Plauen
1:3 (1:1)
18.09.10, Holsteinstadion (Kiel)
2.925 Zuschauer (ca. 30 Gäste)

Kiel ist eine auf den ersten Blick – einen zweiten konnte ich mir noch nicht verschaffen – faszinierende Stadt. Wo sonst kann man vor Anker liegende Ozeanriesen direkt neben dem Hauptbahnhof begutachten?

Kiel ist auch der Ort, wo ich das letzte mir noch fehlende Bundesland mit einem Stadionbesuch beehrt habe. Mit diesem Erfolgserlebnis im Hinterkopf lässt sich auch ein eher durchschnittliches Regionalliga-Spiel verschmerzen. Immerhin wurden knapp 3.000 Zuschauer Zeuge einer der skandalösesten Schiedsrichterleistungen der Geschichte. Mindestens.

Fotogalerie (Bilder durch Anklicken vergrößern):

Kiel - Plauen Kiel - Plauen
Kiel - Plauen Kiel - Plauen
Kiel - Plauen Kiel - Plauen
Kiel - Plauen Kiel - Plauen

Links KW 25 2010

Public Langweiling auf Schalke (buerpott.de)

Die Wandlung eines WM-Spieler-Fotos auf ORF.at: Original mit SS-Runenretuschiert bzw. freigestelltersetzt (via @EdDeVere)

Kim Gang Bang (taz.de)

Alles Kaka (freitagsspiel.de)

Saison 10/10: Zehn Zweitvertretungen in der RL West (amateurkick.de)

Wie Spielplanhexer aus Fehlern lernen

Kalender: Wird schon schiefgehen

Samstag, 16.05.2009:
3. Liga, 37. Spieltag
13:30 Uhr: Werder Bremen II – Stuttgarter Kickers
1. Bundesliga, 33. Spieltag
15:30 Uhr: Werder Bremen – Karlsruher SC

Stuttgarter und Karlsruher, Württemberger und Nord-Badner, die mögen sich einfach nicht besonders. Sollte sich eigentlich auch bis nach Frankfurt herumgesprochen haben. Nun waren damals aufgrund des bereits feststehenden Abstieges nicht allzu viele Kickers-Fans in den Norden mitgereist, so dass es wohl  zu keinen größeren Scharmützeln kam, als einige KSC-Anhänger vor Anpfiff der Erstligapartie „am Gästeblock vorbeigeschaut haben“. Glück gehabt.

Doch dieses sicherheitstechnische blaue Auge hat den Kommandozentralen von DFB und DFL keinen Erkenntnisgewinn beschert. Anders sind diese Ansetzungen jedenfalls nicht zu erklären:

Samstag, 08.05.2010:
3. Liga, 38. Spieltag
13:30 Uhr: Werder Bremen II – Erzgebirge Aue
1. Bundesliga, 34. Spieltag
15:30 Uhr: Werder Bremen – Hamburger SV

Selbst wenn es für den HSV am letzten Spieltag um nichts mehr gehen sollte, werden natürlich trotzdem Tausende Hamburger den Weg zum Nordderby antreten. Aue ist momentan Tabellenführer der 3. Liga, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Veilchen just in der Hansestadt den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern werden.

Nun herrscht keine bekannte Rivalität zwischen Aue und Bremen respektive Hamburg, dennoch dürfte die Polizei wenig erpicht darauf sein, gleich drei große Fangruppen trennen zu müssen. Da sich die Spielstätte der Werder-Reserve aber dummerweise direkt auf dem Gelände des Weserstadions befindet, wurde die Drittligapartie vorsorglich in den Stadtteil Oberneuland verlegt.

Dort trägt gewöhnlich der FC Oberneuland seine Heimspiele in der Regionalliga Nord aus. Der „Sportpark am Vinnenweg“, der mit 5.050 Plätzen so gerade eben die Vorraussetzungen für die 4. Liga erfüllt, ist aber eigentlich deutlich zu klein für die höchste DFB-Spielklasse:

Zuschauerkapazität des Stadions von mehr als 10.000 Plätzen, davon mindestens 2.000 Sitzplätze.

Aber der DFB wäre aber nicht der DFB, wenn er für die zweiten Mannschaften nicht noch eine Sonderregelung aus dem Hut gezaubert hätte:

Für 2. Mannschaften der Lizenzligen: Zuschauerkapazität des Stadions von über 5.000 Besucherplätzen;

Und die 5.000er-Marke wird von der schnuckeligen Stadtteil-Arena ja um genau 50 Plätze übertroffen. Alles klar also? Nicht ganz:

Benennung Ausweichstadion für Spiele mit erhöhtem Zuschaueraufkommen bzw. Risikospiele.

Und wenn eine lila-weiße Karawane aus dem Erzgebirge kein „erhöhtes Zuschaueraufkommen“ darstellt, was dann? Pech, dass das für diese Fälle als Ausweichstadion benannte Weserstadion bereits anderweitig belegt ist.

Während also immer wieder Vereine vom Aufstieg in den überregionalen Fußball ausgeschlossen oder zumindest unnötig schikaniert werden, weil die Umrüstung ihrer Stadion mit unangemessenen finanziellen Risiken einherginge, setzt sich der DFB hier nonchalant über die selbst gesetzten Anforderungen für drittligataugliche Spielstätten hinweg.

Basisnähe geht anders. Vernünftige Spieltagsplanung erst recht.

Stadien in Gelsenkirchen (06): Südstadion

Name: Südstadion
Adresse: Am Heidekamp, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf
Fassungsvermögen: 21.680 (1.680 überdachte Sitzplätze)
Heimatverein(e): SG Eintracht Gelsenkirchen
Zuschauerrekord: 17.000 (1966/67, Regionalliga West: SG Eintracht Gelsenkirchen – VfL Bochum 2:2)

Wie es der Name vermuten lässt, steht das drittgrößte noch existierende Stadion tief im Süden der Stadt. Dort verkörperte die SG Eintracht viele Jahre so etwas wie die Kronprinzessin im Gelsenkirchener Fußball. Ihre absolute Blütezeit erlebten die Rot-Blauen in den 60er und 70er Jahren.

In der Saison 1963/64 stieg die Sportgemeinde nach drei dramatischen Aufstiegsspielen gegen den Dortmunder SC 95 erstmals in die Regionalliga West auf. Gekickt wurde zunächst im Stadion am Südpark, ehe man 66/67 in das neue Südstadion übersiedelte. Insgesamt acht Spielzeiten lang durften so illustre Gegner wie der VfL Bochum oder Borussia Dortmund zu Punktspielen in Ückendorf begrüßt werden.

Vor der Saison 73/74 folgte das, was in der Fußballgeschichte selten von Erfolg gekrönt war: Die berühmt-berüchtigte „Bündelung der Kräfte“. Hochzeitspartner war der STV Horst-Emscher. Die einzige gemeinsame Regionalliga-Runde wurde im Horster Fürstenbergstadion absolviert und endete mit dem zweiten und wohl auch endgültigen Abstieg aus dem bezahlten Fußball. Die Unvernunft-Ehe hielt überdies nur fünf Jahre – 1978 gingen beide Vereine wieder getrennte Wege.

Das vorerst letzte, kleine Highlight erlebte der Haidekamp im Sommer 2004, als die heimische Eintracht im DFB-Pokal auf Verbandsebene gegen die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 antreten musste. Einige hundert Neugierige wurden Zeugen einer 1:6-Niederlage. Für den grauen Bezirksligaalltag sind die schöne, aber baufällige Tribüne und die beeindruckenden Stehwälle natürlich deutlich überdimensioniert.

Arme Lilien: Statt Rekord von Spatzen vernascht

Seit einigen Wochen warb der von der Insolvenz bedrohte Regionalligist Darmstadt 98  – unter anderem auch ganz webzwopunktnullig über Twitter – für sein Heimspiel am 07. März gegen den SSV Ulm. Die Lilien hatten sich zum Ziel gesetzt, den Rekord für ein viertklassiges Pflichtspiel in Deutschland zu überbieten. Aktuell soll dieser bei 14.020 Besuchern liegen, aufgestellt beim traditionsreichen Hass-Derby 1. FC Union vs. BFC Dynamo in der Saison 2005/2006. Letzte Wasserstandsmeldung ein Tag vor dem Spiel: 8.000 verkaufte Tickets.

Es stellt sich jetzt natürlich die Frage, ob der in Berlin erreichte Wert tatsächlich die Bestleistung in der vierten Liga darstellt. Zumindest ein Relegationsspiel mit einer größeren Kulisse hat es bereits gegeben. 2001 trafen im aufstiegsentscheidenden Kräftemessen die beiden Staffelsieger der Nordost-Oberligen aufeinanderer, welches der 1. FC Magdeburg wiederum gegen BFC vor 20.000 Zuschauern für sich entscheiden konnte. Für eine reguläre Ligapartie konnte ich aber tatsächlich keine höhere Zuschauerzahl recherchieren.

Ein Vergleich ist auch deshalb kompliziert, weil das hiesige Ligensystem in den letzten 46 Jahren ständigen Umstrukturierungen und Umbenennungen ausgesetzt war. Mangelde Dokumentation in Vor-Internet-Zeiten macht die Sache nicht gerade einfacher. Seit der Einführung der Bundesliga firmierten die höchsten vier Spielklassen jedenfalls folgendermaßen:

* in manchen Landesverbänden auch „Landesliga“ genannt

Daraus ergeben sich folgende Zuschauerrekorde (ab 1963):

An dieser Liste hat sich durch das Spiel am Samstag nichts geändert. Lediglich 11.100 Zahlende wollten das Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen Bundesligisten live vor Ort verfolgen, was natürlich trotzdem eine ordentliche Hausnummer ist. Es ist allerdings mehr als fraglich, ob angesichts der verheerenden 0:4-Niederlage gegen die Spatzen viele der Neo-Stadiongänger zu einem „normalen“ Punktspiel ohne Rahmenprogramm und sonstigem Pipapo wiederkehren werden.

Dem SVD ist auf jeden Fall zu wünschen, dass die Partie ein ausreichend großes Sümmchen in die Vereinskasse gespült hat. Als bekennender Event-Otto, der 2005 beim historischen 8:0 in der Alten Försterei dabei war, bin ich aber natürlich froh, dass die damals gesetzte Marke weiterhin Bestand hat.

RWE bekommt vielleicht ganz sicher ein neues Stadion

DerWesten und Reviersport berichten, dass eine Einigung bezüglich des Stadion-Neubaus in Essen kurz bevor steht. Stadtdirektor Christian Hülsmann präsentierte der Öffentlichkeit bereits einen fertigen Entwurf. Der Baubeginn soll im Herbst erfolgen, feierlich eröffnet würde das neue Schmuckkästchen dann 2011. Der erforderliche Ratsbeschluss am 4. März ist für Hülsmann offensichtlich nur noch Formsache:

Es gibt dort genug Fußballfans und die paar Schalker im Rat kriegen wir in den Griff.

Nun, ganz ketzerisch könnte man entgegnen, dass das mit dem „Schalker in den Griff kriegen“ vergangenes Wochenende noch nicht so wirklich gut funktioniert hat. Bevor an der Hafenstraße das Fundament nicht gesetzt ist, bleibt ein Rest Skepsis. Es wäre schliesslich nicht das erste Mal, dass die Vision von einem zeitgemäßen Stadion zum Teil auch an der Leistung der 1. Mannschaft scheitert.

Bereits 2004, nachdem sein Verein wieder einmal den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatte, verkündete der damalige Präsident Rolf Hempelmann, dass die Finanzierung eines Stadionumbaus gesichert sei. Passiert ist seinerzeit überhaupt nichts. Nach dem sofortigen Wiederabstieg verschwanden die ambitionierten Pläne, die unter anderem eine 90°-Drehung des Spielfeldes vorsahen, wieder in der Schublade.

Die komplette Chronologie von Planungen, Pech und Pannen kann bei Virus RWE nachgelesen werden.