Aussage-Handlungs-Scheren

Ihr kennt sicher alle den ehemaligen Jugend-Nationalspieler Martin Marten Laciny von Hansa Rostock. Nein? Macht nichts. In einem 11Freunde-Interview erklärt der heute unter seinem Künstlernamen „Marteria“ nicht weniger unbekannte Musiker, warum er bereits mit 17 Jahren die Kickerei aufgab und so auf eine mögliche Profi-Karriere verzichtete:

Ich wollte nicht mit überdimensionierten Autos und dicken Felgen in die Großraumdiskothek fahren, ich wollte auch keinen Berater und ich wollte nicht im Spotlight in Sporthallen einlaufen. Das war mir zu abgehoben.

Dazu dieser ständige „Leistungsdruck“. Zuviel für den durch und durch bodenständigen Marten. Logische Konsequenz: Er begann im gemütlichen US-Kaff New York eine Ausbildung zum staatlich geprüften Super-Model, die er allerdings auch „ziemlich schnell“ wieder abbrach. Seitdem studiert T.A.F.K.A.J.N.S.M.L. Rap auf Lehramt an der Fern-Uni Hagen. Es scheint, als böte die unglamouröse Welt des Hip-Hop der sensiblen Künstler-Seele genau die Nestwärme, die ihr der Moloch Fußball stets verwehrt hat.

Nepper, Schlepper, Spitzen-Rapper

Ein Auszug aus der aktuellen, ähm, Folge (nach dem Ghana-Spiel) der zurecht hochgelobten „Blumentopf-RAPortagen“ im Ersten:

Am Sonntagnachmittaaa(g)
kommts zum Klassikaaa
diesmal in Afrikaaa
kommt schon Jungs, ihr macht das klaaa

Wertung: Sieben „Yo!“s auf der nach unten offenen Claus-Lufen-Skalaaa.