EM 2012: Analogblog Dänemark – Portugal 2:3

 

UEFA EUROPA LEAGUE 2011: Das fast vergessene Finale

Ich schaue täglich wenigstens einmal beim Internetangebot des Kickers vorbei, verirre mich hin- und wieder auch auf anderen Sportseiten, habe außerdem die Feeds diverser Blogs abonniert. Und dann lese ich heute morgen durch Zufall auf der Webseite der UEFA zum ersten mal, dass heute Abend das Finale der Europa League stattfindet. Ich wage mal zu behaupten, dass zumindest in der Fußballneuzeit ein derart bedeutendes Ereignis von der hiesigen Medienlandschaft noch nie derart ignoriert wurde.

Und diesen – auch bei twitter formulierten – Eindruck scheine ich nicht exklusiv zu haben:

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Dabei trifft mit dem FC Porto ein Schwergewicht des europäischen Fußballs auf die Nobodies aus dem 56 km entfernten Braga. Allein diese Konstellation sollte Material genug sein, um eine nette David-gegen-HulkGoliath-Gesichte zu konstruieren. Aber selbst dafür scheint ein rein portugiesische Finale nicht zu taugen. Die Betonung liegt auf scheint, denn das ist wie gesagt nur mein subjektiver Eindruck.

Wie dem auch sei – Sat1 überträgt ab 20.15 Uhr live. Ich bin dabei, einen Vierteldaumen für Sporting Braga gedrückt. Ein gutes Fußballspiel braucht keine mediale Ouvertüre.

555-Schuh

Dieser Text beginnt mit einer kleinen als Quiz getarnten Suggestivfrage – Den Bericht zu welchem Spiel der WM 2010 ziert wohl diese knackige Headline?

Fix das interne Assoziation-Aggregat angeworfen… kann eigentlich nur Italien gegen die Niederlande sein. Ein eher langweiliger Kick im Achtelfinale, der bereits knapp einen Monat nach Turnierende völlig zurecht in Vergessenheit geraten ist.

Wenn man nun aber weiß, oder sich zumindest ins Gedächtnis ruft, dass dieses Spiel so niemals stattgefunden hat, bleibt man zunächst ein wenig ratlos zurück. Das muss ja aber kein Dauerzustand sein:

„Portugal – Brasilien“ wäre also die richtige Antwort gewesen. Leider mag sie weder zum Einen noch zum Anderen passen, diese kraftvolle Titelzeile voller Metaphern und Anspielungen, die übrigens auch im Artikel nicht aufgelöst werden.

Wenn man nun aber weiß, oder zumindest gesagt bekommt, dass diese Fotos Seite 94 des vom Kicker Sportmagazin herausgegeben Standardwerkes „Fussball-WM Südafrika 2010“ partiell abbilden, wenn man weiß, oder sich zumindest ins Gedächtnis ruft, wie der als Kommentator ebenfalls an diesem Buch beteiligte Herausgeber jenes Sportmagazins heißt, dann wird aus einem vermeintlichen Mysterium ganz schnell eine simple Entweder-Oder-Frage:

Wette verloren oder Meuterei gegen den Boss?

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WM 2010: Tipps 28. & 29. Juni

██ = Buchmacher | ██ = ich

Auswertung vom 26. und 27. Juni:

12 Punkte | 6 Punkte

Gesamtstand:

107 Punkte | 79 Punkte

Tipps für den 28. und 29. Juni:

Niederlande – Slowakei 1:0 | 1:1

Und im Elfmeterschießen kommen die Slowaken dann weiter. Oranje vaarwel!

Brasilien – Chile 1:0 | 2:0
Paraguay – Japan 1:0 | 1:1
Spanien – Portugal 1:0 | 2:1

Links KW 25 2010

Public Langweiling auf Schalke (buerpott.de)

Die Wandlung eines WM-Spieler-Fotos auf ORF.at: Original mit SS-Runenretuschiert bzw. freigestelltersetzt (via @EdDeVere)

Kim Gang Bang (taz.de)

Alles Kaka (freitagsspiel.de)

Saison 10/10: Zehn Zweitvertretungen in der RL West (amateurkick.de)

Brainless Body in Topless Bar

Screenshot: lidl-reisen.de

Dolle Sache, dass ich mid dem Liddel zum Foddoschuding nach Südaffrriga farrn durfte. In einer ruhichen Minude hab ich mich aber fei scho gfracht, wieso die Leude in Südaffrriga wie als mei ehemalichen Schüdslinge in Barranaense sbrrechn.

Der historische Schuss (01): Bitte nicht drängeln

WM 2006: Angola – Portugal 0:1 (in Köln)

Luís Figo, Simão, Cristiano Ronaldo, Pauleta. Eine Offensivabteilung, die eigentlich mehr als fünf Minuten guten Fußball erwarten lässt. Aber nach einem Treffer und einem Schuss an den Außenpfosten stellen die Mannen um den aktuellen Weltfußballer bereits nach 300 Sekunden alle Angriffsbemühungen ein.

Dennoch schafft es ein von jeglichem Sachverstand unbelastetes Publikum problemlos, die schwache Darbietung auf dem Rasen zu unterbieten. Effzeh-Hymnen wechseln sich ab mit Karnevalschlagern, deren Tolerierung einen durch Genuss der exklusiv ausgeschenkten Ami-Plörre unmöglich zu erreichenden Alkoholisierungsgrad erfordern. Wer nicht aus Köln kommt, stimmt wahlweise mexikanische Wellen oder Deutschland-Sprechchöre an. So toll die WM auch wahr – gleichwohl lernte man irgendwie auch jeden aufrichtigen Fußball-Hasser zu schätzen.

Es waren die kleinen Geschichten, abseits des Sommermärchen-Hypes, die diesem durchkommerzialisierten Turnier eine Nuance Charme verliehen haben. Und so ließ ein einziges Foto, respektive die ulkige Begebennheit, die mich zum Betätigen des Auslösers animierte, selbst diesen eher durchwachsenen Juniabend in Müngersdorf in guter Erinnerung bleiben:

Die Umständlichkeit, die ein Großteil der angolanischen Fans beim Betreten des Stadions an den Tag legte, war einfach bemerkenswert. Wie Lemminge bildeten die Südwest-Afrikaner lange Schlangen vor den ersten vier Eingangstoren, obwohl sich direkt daneben etwa 15 weitere völlig menschenleer präsentierten. Eine wirklich absurde Szenerie, die in unserer Reisegruppe natürlich eine intensiv geführte Diskussion über soziologische und kulturelle Ursachen zur Folge hatte.

Die von Political Correctness geprägte Debatte hat ihren Höhepunkt längst überschritten, als sich Oberstudienrat Keek B.* aus L. in seinem ihm ureigenen Habitus zu einem lakonischen Fazit hinreißen lässt:

Das sind die bestimmt von der Essensausgabe so gewohnt.

Das nennt man wohl pädagogischen Pragmatismus.

* Name der Redaktion bekannt