Karlsruher FC

Unsere Freunde von der weltbesten Kundenzeitschrift mobil mal wieder:

Quelle: "mobil", Nr. 09 2011, Seite 63

Quelle: "mobil", Nr. 09 2011, Seite 63

„Stell Dich nicht so an!“, höre ich euch schreien, „Kann doch mal mal passieren!“.

Klar, kann es. Zum Beispiel auf der nächsten Seite:

Quelle: "mobil", Nr. 09 2011, Seite 64

»KFC olé, olé,

Superteam aus Baden.«

 

Klingt eigentlich gar nicht schlecht.

Blau-Weiß Powerplay

Na, sofort erkannt?

Der Schnauz ist ab, der Vokuhila einem pfiffigen Kurzhaarschnitt gewichen. Allerdings hat sich der siebenfache Nationalspieler lange gegen Trends auf dem Gebiet der Frisurgestaltung gewehrt. Die Ehrung als Jahrgangsbester des 54. DFB-Fußball-Lehrer-Lehrgangs nahm der gebürtige Sachse Ende 2007 jedenfalls noch mit altbekannter Matte entgegen.

Dirk Schuster lautet natürlich der Name des oben Abgebildeten, der mittlerweile die Stuttgarter Kickers in der Regionalliga trainiert. Und außerdem heute seinen 43. Geburtstag feiert. Herzlichen Glückwunsch! Auf dass er seinen Schützlingen niemals die Vorzüge der Schutzschwalbe näherbringen möge.

Wie Spielplanhexer aus Fehlern lernen

Kalender: Wird schon schiefgehen

Samstag, 16.05.2009:
3. Liga, 37. Spieltag
13:30 Uhr: Werder Bremen II – Stuttgarter Kickers
1. Bundesliga, 33. Spieltag
15:30 Uhr: Werder Bremen – Karlsruher SC

Stuttgarter und Karlsruher, Württemberger und Nord-Badner, die mögen sich einfach nicht besonders. Sollte sich eigentlich auch bis nach Frankfurt herumgesprochen haben. Nun waren damals aufgrund des bereits feststehenden Abstieges nicht allzu viele Kickers-Fans in den Norden mitgereist, so dass es wohl  zu keinen größeren Scharmützeln kam, als einige KSC-Anhänger vor Anpfiff der Erstligapartie „am Gästeblock vorbeigeschaut haben“. Glück gehabt.

Doch dieses sicherheitstechnische blaue Auge hat den Kommandozentralen von DFB und DFL keinen Erkenntnisgewinn beschert. Anders sind diese Ansetzungen jedenfalls nicht zu erklären:

Samstag, 08.05.2010:
3. Liga, 38. Spieltag
13:30 Uhr: Werder Bremen II – Erzgebirge Aue
1. Bundesliga, 34. Spieltag
15:30 Uhr: Werder Bremen – Hamburger SV

Selbst wenn es für den HSV am letzten Spieltag um nichts mehr gehen sollte, werden natürlich trotzdem Tausende Hamburger den Weg zum Nordderby antreten. Aue ist momentan Tabellenführer der 3. Liga, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Veilchen just in der Hansestadt den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern werden.

Nun herrscht keine bekannte Rivalität zwischen Aue und Bremen respektive Hamburg, dennoch dürfte die Polizei wenig erpicht darauf sein, gleich drei große Fangruppen trennen zu müssen. Da sich die Spielstätte der Werder-Reserve aber dummerweise direkt auf dem Gelände des Weserstadions befindet, wurde die Drittligapartie vorsorglich in den Stadtteil Oberneuland verlegt.

Dort trägt gewöhnlich der FC Oberneuland seine Heimspiele in der Regionalliga Nord aus. Der „Sportpark am Vinnenweg“, der mit 5.050 Plätzen so gerade eben die Vorraussetzungen für die 4. Liga erfüllt, ist aber eigentlich deutlich zu klein für die höchste DFB-Spielklasse:

Zuschauerkapazität des Stadions von mehr als 10.000 Plätzen, davon mindestens 2.000 Sitzplätze.

Aber der DFB wäre aber nicht der DFB, wenn er für die zweiten Mannschaften nicht noch eine Sonderregelung aus dem Hut gezaubert hätte:

Für 2. Mannschaften der Lizenzligen: Zuschauerkapazität des Stadions von über 5.000 Besucherplätzen;

Und die 5.000er-Marke wird von der schnuckeligen Stadtteil-Arena ja um genau 50 Plätze übertroffen. Alles klar also? Nicht ganz:

Benennung Ausweichstadion für Spiele mit erhöhtem Zuschaueraufkommen bzw. Risikospiele.

Und wenn eine lila-weiße Karawane aus dem Erzgebirge kein „erhöhtes Zuschaueraufkommen“ darstellt, was dann? Pech, dass das für diese Fälle als Ausweichstadion benannte Weserstadion bereits anderweitig belegt ist.

Während also immer wieder Vereine vom Aufstieg in den überregionalen Fußball ausgeschlossen oder zumindest unnötig schikaniert werden, weil die Umrüstung ihrer Stadion mit unangemessenen finanziellen Risiken einherginge, setzt sich der DFB hier nonchalant über die selbst gesetzten Anforderungen für drittligataugliche Spielstätten hinweg.

Basisnähe geht anders. Vernünftige Spieltagsplanung erst recht.

Jeder 5. Mensch ist ein Chinese

Könnte, liebe Sportschau, lieber Reinhold Beckmann, die wirklich erstaunliche Tatsächlichkeit der vor dem heutigen Aufeinandertreffen seit elfeinhalb Jahren andauernden Schalker Heimspiel-Torflaute gegen den KSC in Wahrheit nicht eine etwas weniger erstaunliche Begleiterscheinung jener neun Spielzeiten sein, die die Nordbadner zwischenzeitlich in unterklassigen Gefilden verbringen mussten?

Und was ist eigentlich aus der ran-Datenbank geworden?