1:1 gegen Standard – Genk zum dritten mal Belgischer Meister

Standard schlittert knapp an der Meisterschaft vorbei. Ein Remis im Quasi-Endspiel beim KRC Genk reicht nicht aus, um den Gastgeber vom 1. Platz zu verdrängen. Dabei lagen die Roten von der 45. bis zur 77. Minute mit 1:0 in Führung. Doch dann kam Kennedy. 1:1 – aus die Maus.

Dennoch: Standard hat eine grandiose Play-Off-Runde gespielt, 26 von 30 möglichen Punkten geholt. Genk gibt aufgrund der Hauptrunde allerdings einen würdigen Titelträger ab. Glückwunsch zur dritten Meisterschaft der noch jungen Vereinsgeschichte.

Für Standard bleibt die Hoffnung auf den ersten Pokalsieg seit 1993. Das Finale findet am 21. Ma (Samstag) gegen den KVC Westerlo statt.

Eine an der belgischen Waffel

Aus dem Kapitel „Wenn Verbandstagungen in enthemmte Drogenpartys ausarten“:

In unserem knuffigen Nachbarland spielen ab dem 2. April (<- Aprilscherz, kein) Royal Charleroi und die Königliche Allgemeine Sportvereinigung aus dem deutschsprachigen Eupen den Direktabsteiger aus der 1. Liga aus – in maximal fünf (in Ziffern: 5!) Begegnungen.

Eupen geht dabei als das nach der regulären Saison besser postierte Team mit drei Punkten Vorsprung ins Rennen und dürfte drei mal zu Hause antreten. Richtig gelesen, es wird eine Tabelle mit Punkten und Toren gebildet und nicht etwa wie bei den aus dem Eishockey bekannten Playoffs einfach die Siege gezält.

Der Gewinner dieses Durchlaufs ist aber nicht etwa gerettet, sondern muss sich danach in einer Relagionsrunde mit drei Zweitligisten messen. Dort warten weitere sechs Partien auf den frischgebackenen Eventuellnichtabsteiger, wobei nur der Erstplatzierte dieser „Eindronde“ in die höchste Spielklasse aufsteigen respektive dort verbleiben darf.

Alles klar?

Da Charleroi noch ein bedeutungsloses, am grünen Tisch erzwungenes Nachholspiel zu absolvieren hat, könnte der Fall eintreten, dass die Wallonen bis Mitte/Ende Mai noch zwölf mal antreten müssen. Nur um dann am Ende aufgrund der schlechteren Tordifferenz möglichrweise doch noch abzusteigen.

Keine Frage: Dieser feuchte Funktionärstraum ist viel zu schade für die belgischen Provinzkäffer. Irgendjemand sollte in der Schweiz Bescheid geben.

[Frank Sinatra Voice]

Nyon, Nyon!

[/Frank Sinatra Voice]

Standard de Liège v Club Brügge

Jupiler League – 07/08
Standard de Liège – Club Brügge KV
2:1 (0:0)
02.09.07, Stade Maurice Dufrasne (Lüttich)
24.000 Zuschauer (ca. 1.000 Gäste)

Nach einer sehr langweiligen ersten Hälfte entwickelte sich der Kick nach dem Seitenwechsel zu einer regelrechten Bombe. Ein wirklich packendes, von beiden Seiten mit offenem Visier geführtes Duell, brachte das Stadion zeitweise zum Kochen. Selbst der Teamchef zeigte sich begeistert.

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