Regionalliga: Reform follows function

Neben zu vielen Reserveteams – allein zehn in der Weststaffel – war die Undurchlässigkeit der Regionalligen (RL) einer der Hauptkritikpunkte der Amateurvereine am 2008 erfolgten Umbau der höchsten DFB-Ligen. Drei Absteiger sind angesichts 20 Drittligamannschaften in der Tat nicht viel, so dass man in den RL schon Meister werden muss, um die Klasse nach oben zu verlassen. Das bedeutet auch, dass für die meisten RL-Teams das letzte Drittel der Saison zu Spielen um die güldene Ananas verkommt.

Wir fassen zusammen: Reserveteams ziehen keine Zuschauer und bringen wenig bis keine eigenen Fans mit. Freundschaftsspiele ziehen keine Zuschauer. => Massive Finanzprobleme für die in der Regel eh nicht auf Rosen gebetteten Clubs.

Was die 255 stimmberechtigten Delegierten nun dazu bewogen hat, auf dem DFB-Bundestag in Essen die Zahl der RL ab 2013 von drei auf fünf zu erhöhen… ich weiß es nicht, ich kann es mir schlicht und ergreifend nicht erklären. Die Freundschaftsspielproblematik gegen Saisonende wird sich dann also weiter verschärfen und wenn nicht einmal mehr der Meister einer Spielklasse automatisch und sicher aufsteigt, dann krankt das System.

Die „Reviersport“, sonst eigentlich eher nicht für ihren subversiven Humor bekannt, fasst den Geist dieser Veranstaltung mit einer einzigen Bildunterschrift treffend zusammen:

Quelle: Reviersport-Printausgabe vom 25.10.2010

Quelle: Reviersport-Printausgabe vom 25.10.2010

Amateure.