Europa-Hugo

November 2005. Inter muss sein Champions-League-Heimspiel gegen Porto in einem menschenleeren San Siro austragen. Hugo Almeida, damals noch in seiner Heimat aktiv, tritt zum Freistoß an:

Wir merken uns: Ein wuchtig im Tornetz einschlagender Ball wirkt um so beeindruckender, wenn das daraus resultierende Geräusch von ein paar Quadratkilometern Beton reflektiert wird.

 

UEFA EUROPA LEAGUE 2011: Das fast vergessene Finale

Ich schaue täglich wenigstens einmal beim Internetangebot des Kickers vorbei, verirre mich hin- und wieder auch auf anderen Sportseiten, habe außerdem die Feeds diverser Blogs abonniert. Und dann lese ich heute morgen durch Zufall auf der Webseite der UEFA zum ersten mal, dass heute Abend das Finale der Europa League stattfindet. Ich wage mal zu behaupten, dass zumindest in der Fußballneuzeit ein derart bedeutendes Ereignis von der hiesigen Medienlandschaft noch nie derart ignoriert wurde.

Und diesen – auch bei twitter formulierten – Eindruck scheine ich nicht exklusiv zu haben:

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Dabei trifft mit dem FC Porto ein Schwergewicht des europäischen Fußballs auf die Nobodies aus dem 56 km entfernten Braga. Allein diese Konstellation sollte Material genug sein, um eine nette David-gegen-HulkGoliath-Gesichte zu konstruieren. Aber selbst dafür scheint ein rein portugiesische Finale nicht zu taugen. Die Betonung liegt auf scheint, denn das ist wie gesagt nur mein subjektiver Eindruck.

Wie dem auch sei – Sat1 überträgt ab 20.15 Uhr live. Ich bin dabei, einen Vierteldaumen für Sporting Braga gedrückt. Ein gutes Fußballspiel braucht keine mediale Ouvertüre.