Eine Arena mit Esprit

Statt als flugzeughangarähnliches Etwas könnte sich das ehemalige Düsseldorfer Rheinstadion heute auch als zeitgemäße Leichtathletikarena präsentieren. Wenn, ja wenn diese Machbarkeitsstudie von 1998 eines Krefelder Architekturbüros in die Realität umgesetzt worden wäre. Die „vorhandene charakteristische Pylonstruktur“, die dem Rheinstadion „etwas Majestätisches“ verlieh, hätte so erhalten werden können.

Neben ästhetischen gibt es natürlich auch ganz praktische Gründe, die für den Verbleib der Laufbahn sprächen. Platzsturm-Witze bitte im Bedarfsfall selbstständig bei twitter nachlesen.

Die Nr. 2 der Stadt

Nachdem wir uns spätestens gestern gedanklich in die Winterpause verabschiedet haben, ist es mal wieder an der Zeit für eine kleine Statistikspielerei. Einfache Frage: Auf welchem Niveau kicken eigentlich die am zweithöchsten klassierten Vereine der 20 größten Städte Deutschlands?

Einfache Antwort:

Rang Stadt Level Verein(e) Einwohner
1. Frankfurt/Main II Eintracht Frankfurt; FSV Frankfurt 679.664
2. München II TSV 1860 München 1.353.186
3. Hamburg II FC St. Pauli 1.786.448
4. Berlin II 1. FC Union Berlin 3.460.725
5. Stuttgart IV Stuttgarter Kickers 606.588
6. Köln IV Fortuna Köln 1.007.119
7. Mannheim V VfR Mannheim 313.174
8. Bielefeld V TuS Dornberg 323.270
9. Duisburg V VfB Homberg 489.599
10. Leipzig V 1. FC Lok Leipzig 522.883
11. Bremen V die meisten Vereine der Bremen-Liga 547.340
12. Essen V ETB Schwarz-Weiß 574.635
13. Bochum VI SG Wattenscheid 09; DJK TuS Hordel 374.737
14. Nürnberg VI Dergah Spor Nürnberg 505.664
15. Hannover VI mehrere Vereine der Landesliga Hannover 522.686
16. Dortmund VI mehrere Vereine in der Verbandsliga Westfalen II 580.444
17. Düsseldorf VI TuRu Düsseldorf 588.735
18. Bonn VII Bonner SC; DJK BW Friesdorf; 1. SF Brüser Berg 324.899
19. Wuppertal VII mehrere Vereine in der Landesliga Gruppe 1 349.721
20. Dresden* VII FV Dresden 06 Laubegast, SG Weixdorf, Post SV Dresden 523.058

*Der eigentlich in der fünftklassigen Oberliga Nordost-Süd aktive SC Borea Dresden hat seine Mannschaft kurz nach Saisonbeginn zurückgezogen.

Bei der Sortierung der Liste wurde bei gleichem Level die kleinere Stadt besser platziert. Den Vogel abgeschossen hat mal wieder die ehemalige Hauptstadt Bonn, wo selbst der beste Verein der Stadt nicht über einen Mittelfeldplatz in der 7. Liga hinaus kommt. Aber auch so manche als Fußballhochburg geltende Ortschaft hat neben dem sportlichen Aushängeschild augenscheinlich nicht viel zu bieten.

Sonntagsschuss: Concrete Monster

Aus einer Zeit, als die Fassaden von Fußballstadien noch nicht mit jedem Quadratzentimeter „Saubere Unterhaltung für die ganze Familie“ geschrien haben.

Wer dieses Betonmonster erkennt, dem spendier‘ ich außerdem ein Spezi (ohne Eis).

Stein um Stein

Warum das Bauland auf dem Gelände des 2006 abgerissenen Bökelbergstadions ein Ladenhüter ist (bzw. war)? Ganz einfach:

Wieso es mit dem Verkauf nicht klappt, darüber rätselt man bei der Stadt. Dabei sind sich Fachleute einig: Die wahren Fans, denen der Mythos Bökelberg etwas bedeutet, die gerne ihr Haus am Elfmeterpunkt bauen würden, können sich die Preise nicht leisten. Und die, die es sich leisten können, ziehen lieber in ein Gebiet, das bereits voll erschlossen ist. „Oder gleich nach Düsseldorf„, wie ein Gladbacher Architekt süffisant bemerkt.

Wenn nur alles im Leben so nachvollziehbar zu erklären wäre. Mittlerweile soll sich die Nachfrage nach Bökelberg-Grundstücken allerdings deutlich erhöht haben.

Tennis World Team Cup 2010 in Düsseldorf

Eine Sportart im Abseits?

Tennis war einmal verdammt populär in diesem Lande. Ein Garant für Rekord-Einschaltquoten, Vereine konnten sich vor neuen Mitgliedern kaum retten. Doch die Boom-Zeiten der späten 80er- und frühen 90er-Jahre sind sind passé. König Fußball regiert unangefochten. In Düsseldorf kämpft eines der letzten großen Turniere um seinen Fortbestand.

Ein nobles Wohngebiet im Osten der Landeshauptstadt. Einfamilienhäuser und Zahnarzt-Villen verströmen gediegene Langeweile. Weltklasse-Sport würden hier wohl nur die Wenigsten vermuten. Und doch erregt dieser Ort Jahr für Jahr im Mai die Aufmerksamkeit der Tenniswelt. Seit 1978 wird im Stadtteil Ludenberg die so genannte Mannschaftsweltmeisterschaft ausgetragen. Punkt zwölf Uhr mittags soll die diesjährige Ausgabe starten. Das Quecksilber zeigt 17 Grad, der Himmel ist leicht bewölkt – ideales Tenniswetter.

Kohlschreiber gegen Chardy lautet die Auftakt-Paarung auf „Center Court 1“. Das Match des deutschen Spitzenspielers beginnt mit leichtem Verzug. Noch immer betreten Zuschauer die Anlage und suchen nach ihren Plätzen. Viele sind komplett in Weiß gekleidet und kommen damit einem Aufruf des Veranstalters nach, der den ersten Turniertag zum „White Sunday“ erhoben hat.

Ein bisschen Spaß muss sein

Einer, der sogar den passenden Nachnamen zum weißen Sonntag trägt, darf natürlich nicht fehlen: Roberto Blanco. Mit kalkulierter Verspätung zelebriert der Republik oberster Tennisfan seinen Einmarsch. Drei Spiele sind zu diesem Zeitpunkt bereits absolviert, Philip Kohlschreiber hat gerade zum ersten mal seinen Aufschlag abgegeben. Die Maxime des Schlagerbarden ist klar: Wer pünktlich kommt, fällt auch nicht auf.

Beachtung wünschen sich freilich auch die Finanziers des Sportevents. Doch diese kann das hierzulande zur Randsportart verkommene Tennis längst nicht mehr garantieren. Trotz Live-Übertragung im WDR-Fernsehen hat der Hauptsponsor, der Düsseldorfer ARAG-Konzern, vor kurzem das Ende der Zusammenarbeit verkündet. Ob und wie das Turnier auch 2011 ausgetragen werden kann, ist derzeit noch unklar. Man sei „aber zuversichtlich“, beschwichtigte Turnierdirektor Dietloff von Arnim, obwohl Unternehmen „vornehmlich in die Fußball-Bundesliga investieren“ würden.

Phillip Kohlschreiber hat den ersten Satz mit 2:6 verloren. Auch im zweiten liegt sein französischer Gegner bereits mit einem Break in Führung. Kein guter Start für Team Deutschland, das gemeinsam mit drei anderen Nationen Rekordsieger des World Team Cups ist. Boris Becker gewann hier den einzigen Sandplatz-Wettbewerb seiner Karriere.

Helden aus der zweiten Reihe

Athleten dieses Kalibers machen mittlerweile allerdings einen großen Bogen um den Rochusclub. Der Tscheche Tomáš Berdych ist als gerade einmal 16. der Weltrangliste der nominell stärkste Spieler im Feld. Zum einem liegt das am sportlichen Wert des Cups – Ranglisten-Punkte gibt im Gegensatz zum parallel ausgetragenen ATP-Turnier in Nizza nicht zu erringen. Die Stars der Szene nutzen aber ohnehin verstärkt finanziell lukrativere Schaukämpfe als Vorbereitung für die eine Woche später beginnenden French Open.

Für Kohlschreiber käme das Grand-Slam-Turnier in Paris eindeutig zu früh. Chancenlos ist er gegen den bärenstark aufschlagenden Jérémy Chardy. 2:6 und 4:6 – das nüchterne Ergebnis einer einseitigen Partie. Frankreich führt somit 1:0, Deutschlands Nummer zwei ist jetzt gefordert. Ein 24-Jähriger, der sich seinen Namen ausgerechnet mit einem Fußball-Nationalspieler teilt.

Während auf dem Hauptplatz nun 15 Minuten Pause angesagt sind, wird auf „Center Court 2“ noch gespielt. Der US-Amerikaner Querry und der Australier Luczak liefern sich einen packenden dritten Satz. Hier ist alles eine Nummer kleiner, die Zuschauerränge flacher. Windböen behindern die Spieler beim Aufschlag. Solche Feinheiten sind von der Stehplatz-Tribüne besonders gut zu erkennen. Sie ist so etwas wie die Nordkurve der wahren Tennisfans.

Sehen und gesehen werden

„Die da drüben kommen doch nur zum Kaviarfuttern hierhin“, meint Manfred, ein Mittvierziger mit beeindruckendem Schnauzbart. Er deutet mit verächtlicher Miene auf das VIP-Zelt auf der gegenüberliegenden Spielfeldseite. Zehn Euro kostet das Tagesticket für den Stehplatz-Bereich. Live-Tennis muss also keineswegs nur ein Thema für Gutbetuchte sein.

Dennoch sind auf der Anlage nur wenige Familien zu sehen, es dominiert der Düsseldorfer Geldadel. Dabei spielt der World Team Cup hier seine Stärken aus: Die Atmosphäre ist intim und unverkrampft, die Anhänger kommen so dicht an die Spieler ran wie bei kaum einem anderen Turnier. Minutenlang schreibt etwa der baumlange Sam Querry nach seinem knappen Erfolg Autogramme.

Von Arnim wäre gut beraten, potentiellen Geldgebern genau solche Szenen zu zeigen. „Alleinstellungsmerkmal“ nennt sich das im Marketing-Sprech. Und nicht nur für das Turnier, auch für das deutsche Herrentennis besteht noch Hoffnung. Andreas Beck, der Mann mit dem Fußballernamen, hat im Duell mit Frankreich zum 1:1 ausgeglichen.

Impressionen: Fortuna Düsseldorf – Union Berlin

2. Bundesliga – 10/11
Fortuna Düsseldorf – 1. FC Union Berlin
3:0 (2:0)
15.04.11, Airberlin-World (Düsseldorf)
18.900 Zuschauer (ca. 1.200 Gäste)

Ja, ich bin spät dran. Aus Gründen. Deshalb nur in aller Kürze einige Eindrücke vom ersten Spiel in der Lena-Arena aka „airberlin world“:

Fortuna hat ein Stadion,
da muss man sich benehmen.
Drum bauen wir ein zweites hin,
benehmen uns daneben.

Fotos:







Interview – Fortuna-Blogger Dirk über das Ausweichstadion: „Ich freu mich auf den ‚Hexenkessel'“

Am 14. Mai wird sich Lena Meyer-Landrut an der Titelverteidigung beim Eurovision Song Contest (ESC) in der Düsseldorfer Esprit-Arena versuchen. Zweitligist Fortuna Düsseldorf muss daher für drei Spiele in ein eigens dafür errichtetes Stahlrohrstadion (>> Vor-Ort-Bericht und Fotogalerie) ausweichen.

In den Kommentarspalten lokaler Medien wird der 2,8 Millionen Euro teure Umzug durchaus kontrovers diskutiert. Doch wie sieht die Stimmung innerhalb der Fanszene aus? Wir sprachen mit Fortuna-Fan Dirk, Betreiber des bekannten Blogs „1895mythos„.

Hallo Dirk, toll, dass Du spontan für dieses Gespräch zur Verfügung stehst. Vielleicht zum Anfang kurz was zu Deiner Person: Wie lange bist Du schon Fortuna-Fan und wie sieht in etwa Dein Fußball-Konsum aus?

Ich bin seit 25 Jahren Fortuna-Fan, habe eine Dauerkarte und bis letztes Jahr dort nebenbei gearbeitet. Wenn möglich fahre ich auch zu Auswärtsspielen, was aber in letzter Zeit weniger geworden ist.

Kannst Du mir was über die aktuelle Stimmungslage sagen – wie steht die Fangemeinde unabhängig von Fortuna zu der Tatsache, dass der ESC in Düsseldorf stattfindet?

Das allgemeine Feedback sieht recht positiv aus. Natürlich gibt es immer Nörgler, aber der Großteil findet es gut. Es ist für Düsseldorf ein Imagegewinn und Fortuna entstehen dadurch keine finanziellen Nachteile. Gut ist auch, dass es in dieser Saison um nichts mehr gut. sonst würde die Stimmung eventuell anders aussehen

Und speziell auf den Umzug für drei Spiele bezogen?

Dadurch, dass das mobile Stadion direkt neben der Arena steht, wird die Situation recht entspannt angesehen. Die Aufteilung der Blöcke ist seitens Fortuna schon erfolgt und es wurde alles getan, um die Wünsche der Fans umzusetzen.

Die Kapazität (20.168) liegt allerdings unter Fortunas bisherigem Zuschauerschnitt (21.570) und die Gästeteams werden ihre Kontingente sicher auch vollständig in Anspruch nehmen. Könnte das ein Problem werden?

Das habe ich anfangs auch gedacht, aber da es um nichts mehr geht, werden von Fortuna-Seite hier keine Probleme entstehen. Mit Aachen, Bielefeld und Union kommen Mannschaften, die ebenfalls keine Ziele mehr haben. Arminia ist abgestiegen, Aachen und Union stehen im Mittelfeld. Aber natürlich hast du recht, dass das Stadion immer ausverkauft sein wird. Da werden die meisten Fans, die nur hin und wieder ins Stadion kommen, wohl keine Karten bekommen. Alle Dauerkarten-Inhaber haben ihre Tickets allerdings sicher.

Fortunas Tabellenposition im gesicherten Mittelfeld ist so gesehen also ein Glücksfall für die Verantwortlichen.

Absolut! Stell Dir doch mal vor, wir würden gegen den Abstieg oder um den Aufstieg spielen. Sollte dann irgendwas in die Hose gehen, möchte ich nicht wissen, welche Wellen das schlüge. Ein Punkt muss aber auch erwähnt werden: Der Umzug ins Paul-Janes-Stadion hätte große Sicherheitsrisiken aufgeworfen. Gerade mit den Fans von Union gab es letzte Saison großen Ärger. Schon allein deshalb wurde im Fanlager die Lösung mit einem mobilen Stadion an der Arena wohlwollend aufgenommen.

Stand denn ein Umzug ins Paul-Janes-Stadion ernsthaft zur Debatte?

Ja, das war die erste Option von Stadt, ESC-Planern und Fortuna. Das Paul-Janes-Stadion sollte instand gesetzt werden. Ausschlaggebend für die Entscheidung dagegen waren in erster Linie die fehlende Infrastruktur – Stichworte: Parkplätze, VIP-Bereich, Fan-Trennung – und die Sicherheitsbedenken der Polizei

Gibt es auch Fans, die lieber in einer anderen Stadt gespielt hätten? Alternativen wären mit Krefeld, Mönchengladbach, Leverkusen oder Köln ja durchaus vorhanden.

Nicht wirklich. Über Leverkusen wurde diskutiert und man munkelte, dass es bereits Gespräche mit Bochum gegeben hatte. Aber die Fangemeinde wollte natürlich einen Verbleib in Düsseldorf, die Entscheidung wurde dann auch gut aufgenommen. Köln und Gladbach wären nie eine Option gewesen. Dort wäre das Sicherheitsrisiko noch viel höher.

Letzte Frage: Dein persönliches Fazit bezüglich der ganzen Thematik fällt also auch eher positiv aus?

Man muss es nehmen wie es kommt. Aufgrund der aktuellen Tabellensituation sehe ich das alles recht entspannt. Da der ESC in meinen Augen ein absolutes Highlight für die Stadt Düsseldorf darstellt, fand ich die Planung gut, hier wurde wirklich konstruktiv für alle Seiten die beste Lösung gesucht und in meinen Augen auch gefunden. Ich freu mich auf den „Hexenkessel“. Um erste Eindrücke zu gewinnen, werde ich am 26. März auch das U17-Länderspiel Deutschland – Ukraine besuchen.

Vielen Dank.

Taken by a Stranger: Lena schickt Fortuna ins Ausweich-Stadion (+Fotos)

Düsseldorf hat den Aschermittwoch-Blues. Es nieselt, dunkle Wolken schweben bedrohlich über der Stadt und zwingen die Autofahrer bereits am frühen Nachmittag zur Benutzung des Abblendlichts. Gegen 16 Uhr werkeln nur noch wenige Arbeiter auf der bekanntesten Baustelle Fußballdeutschlands.

Durch Lena Meyer-Landruts Titelverteidigung beim Eurovision Song Contest ist die angestammte Heimat des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf sechs Wochen lang belegt. Zwar wären in Krefeld, Leverkusen oder Mönchengladbach bundesligaerprobte und gut zu erreichende Alternativspielorte vorhanden, doch Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) hat Fortunas Verbleib in der Landeshauptstadt zur Chefsache erklärt. In Sichtweite der Esprit-Arena entsteht daher momentan ein temporäres Stadion mit rund 20 000 Zuschauerplätzen.

Es ist gar nicht so einfach, sich auf dem Messegelände im Nordwesten der Landeshauptstadt zu orientieren. Im Gewirr von Parkplätzen, Zäunen und Hinweisschildern gelingt die Suche nach der Baustelleneinfahrt nicht auf Anhieb. Einmal dort angekommen, steigt einem sofort der intensive Duft von Rindenmulch in die Nase. Großzügig ausgelegt soll dieser den Bauschutt kaschieren. Der Rollrasen wurde noch nicht verlegt, dafür sind die vier überdachten Tribünen bereits unfallfrei begehbar. Keine Frage, der ungewöhnliche und 2,8 Millionen Euro teure Spielort wird bis zu seinem ersten Zweitliga-Einsatz am 15. April auf jeden Fall fertig.

„Lena-Arena“ lautet der passende Arbeitstitel des noch namenlosen Stadions. Denn Gemeinsamkeiten zwischen Bardin und Sportplatz sind durchaus vorhanden: Beide sind neu, auf eine gewisse Weise frech, taugen für einen veritablen Hype, lassen aber gleichzeitig Substanz vermissen und werden bald schon wieder vergessen sein – lediglich drei Profi-Partien werden inmitten der gewagt anmutenden Stahlrohrkonstruktion ausgespielt.

Das flüchtige Just-in-time-Stadion als architektonisches Chiffre der Wegwerfgesellschaft? Oder erleben wir hier nicht weniger als die Zukunft des Sportstättenbaus? Bitte entscheiden Sie selbst:

Fotogalerie:

Termine:

U-17-Länderspiel, 26.05.11, 15:00 Uhr: Deutschland – Ukraine
30. Spieltag, 15.04.11, 18:00 Uhr: Fortuna Düsseldorf – Union Berlin
31. Spieltag, 24.04.11, 13:30 Uhr: Fortuna Düsseldorf – Arminia Bielefeld
33. Spieltag, 08.05.11, 13:30 Uhr: Fortuna Düsseldorf – Alemannia Aachen

Heute: Entscheidung über Fußballmuseum-Standort

+++ Update +++

Wie vermutlich eh schon jeder mitbekommen hat: Gelsenkirchen hat verloren. Herzlichen Glückwunsch an die andere Stadt!

Spaß beiseite – über die Gründe der Niederlage könnte man nun sicher stundenlang diskutieren. Lag es an den technischen Problemen während der Präsentation? Sind die Proteste der Gelsenkirchener Amateurfußballer den DFB-Relevanten übel aufgestoßen? War, wenn auch kaum vorstellbar, das Konzept der Gewinnerkommune einfach das Bessere? Wir werden es wohl nie erfahren.

Noch länger könnte darüber gestritten werden, ob eine offizielle DFB-Einrichtung in der eigenen Stadt überhaupt so eine tolle Sache wäre…

+++ Update Ende +++

Wie wir an dieser Stelle bereits berichtet haben, fällt am heutigen Freitag auf dem außerordentlichen Bundestag des DFB in Düsseldorf die Entscheidung, ob das nationale Fußballmuseum an Gelsenkirchen oder eine andere Stadt im Ruhrgebiet (s. google) vergeben wird. Derwesten.de bietet sogar einen live-Ticker an.

Was war auf Horny Mikes Speicherkarte?

Es gibt Dinge, die gibt es gar nicht! Oder anders ausgedrückt: Manchmal erfährt man Neuigkeiten, die derart absurd erscheinen, dass man sie einfach kaum glauben kann. Das hier ist zum Beispiel so ein Fall. Michael Skibbe ist mit der angedrohten Veröffentlichung gewisser Fotos erpresst worden. Die delikaten Aufnahmen, aus dem gestohlenen Mobiltelefon des Ex-Bundestrainers stammend, sollen ihn und seine ehemalige Lebensgefährtin

in intimen Situationen

zeigen.

So weit, so lustig. Zwei Dinge verstehe ich allerdings nicht:

  1. Das Intimleben von jemand wie Michael Skibbe, dem menschgewordenen Bausparvertrag, stelle ich mir in etwa so aufregend wie die „schönsten Bahsntrecken Deutschlands“ vor. Wer außer Günter Hetzer sollte an der Veröffentlichung dieser ominösen JPGs interessiert sein?
  2. Wie kommt man auf die wirklich saublöde Idee, seine Team- intimen Fotos auf dem Handy mit sich herumzuschleppen?