Bayer 04 bedankt sich bei 5.500 Zuschauern

Foto: turus.net

Ob man die Stadionkultur der 90er, die Ausläufer des Kuttenschicks, Vokuhilas, Chevignon-Jacken und Adidas-Torsion-Schuhe als Ideal stilisieren sollte? Ich weiß es nicht. Turus.net macht jedenfalls genau das in einem ausführlichen Text. Sehenswert sind aber vor allem die Fotos der zugehörigen Galerie. Großartige Zeitdokumente.

Eindeutige Favoriten: Das überschriftstiftende Foto der Anzeigetafel (steht heute übrigens in Oberhausen) über der alten Gästekurve des Leverkusener Haberland-Stadions und die Kumpeltypen vom FC Berlin.

In diesem Sinne: Nur Gute, keine Piccos. Viel Spaß.

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Heisingens Finest

Es gibt Dinge, die existieren höchstens als fixe Idee in der Köpfen ehrgeiziger Nachwuchskicker, aber niemals, wirklich niemals, in der Realität. Zum Beispiel die Vorstellung, in der Nachspielzeit des Pokalspiels gegen den vermeintlich übermächtigen Erzrivalen alle Gegenspieler übersprinten, auf der Torlinie ein paar Faxen machen und dann die Pille unter dem Gejohle der Fans aber sowas von lässig zum entscheidenden 2:0 einschieben zu können. Total verrückt.

Wenn nun aber Rolf Töpperwien abkommandiert wird, den ungleichen Kampf von David („…der unter der Woche Rinderhälften durch den Schlachthof trägt.“) und Goliath zu kommentieren, wenn ein gebürtiger Essener seiner Heimatstadt einen seiner ersten Trademark-Aussetzer schenkt, dann werden Kindheitsträume eben manchmal doch wahr. Zumindest der von Jörg Lipinski.

Danke, Jens. Mit fast 18 Jahren Abstand lässt sich auch recht locker über diese Schmach reden. Und grüß den Matteschitz ganz lieb von uns.

Totally 90s

3. Liga – 08/09
VfR Aalen – Rot-Weiß Erfurt
0:2 (0:1)
23.08.08, S***-Arena (Aalen)
3.314 Zuschauer (ca. 400 Gäste)

Mit großer Spannung wurde sie erwartet, die nigelnagelneue dritte Liga. Metropolen treffen auf Kleinstädte, moderne Luxustempel auf bessere Sportplätze. Trotz dieser Gegensätze dürfte das sportliche Niveau ziemlich ausgeglichen sein. Auch diese Partie erwies sich als äußerst umkämpft. Letztendlich machten die besseren Einzelspieler, vor allem aber die Klasse der Thüringer Angreifer den Unterschied aus. Albert Bunjaku (der kurz zuvor im Pokal ein formidables Außenrist-Tor gegen die Bayern erzielte) und Massimo Cannizzaro, diese Namen sollte man sich merken.

Als „bestes Sturmduo der Liga“ lobte Aalens Trainer Euro-Eddi Schmitt genau, der vom Siebenzunull die beiden folgerichtig auf der Pressekonferenz. Widersprechen wollte ihm da niemand. Sein Gegenüber Karsten Baumann, der im letzten Jahrzehnt über 250 Bundesligaspiele absolvierte, liess sich gar zu einem zustimmenden Grinsen verleiten. Ob er allerdings noch lange so viel Freude an seinen Schützlingen haben wird, ist fraglich. Mehrere Späher tummelten sich auf der Haupttribüne, darunter auch Augsburgs Übungsleiter Holger Fach – ebenfalls ein alter Bekannter aus den 90ern.

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