Live-Bericht: SC Pfullendorf – SC Freiburg | Groundhopping

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DFB-Pokal – 00/01
SC Pfullendorf – SC Freiburg
1:3 (0:0)
26.08.00, Waldstadion (Pfullendorf)
6.450 Zuschauer (ca. 1.000 Gäste)

Durch die tolle Vorsaison, als der SCP völlig überraschend Platz 2 in der RL Süd erreicht und nur knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasst hat, war man automatisch zum 5. mal für den DFB-Pokal qualifiziert. Losglück bescherte den Linzgauern den südbadischen Bundesligisten SC Freiburg als Gegner.

Pfullendorf liegt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg, 20 km nördlich des Bodensees und hat ca. 13.000 Einwohner. Mit Hilfe des Engagements eines bekannten Küchenherstellers gelang 97/98 der Aufstieg in die dritte Liga. Man muß aber schon sagen, daß Pfullendorf vom Umfeld her (Stadion, Fanaufkommen, Attraktivität etc.) bestenfalls Oberliganiveau hat. Zum Zeitpunkt des Spiels konnte man große Euphorie im Pfullendorfer Umfeld spüren, die sich mittlerweile gelegt haben dürfte, belegt man doch den letzten Platz in der Tabelle. Höchstwahrscheinlich heißen die Gegner in der nächsten Saison wieder Lauda oder Bahlingen statt KSC oder OFC.

Trotz Sauwetters fanden sich also 6450 Unentwegte (Vereinsrekord) im idyllisch gelegenen Waldstadion ein. Darunter auch ca. 1000 Freiburger. Das Waldstadion ist ein Leichtathletikstadion mit Tartanbahn und hat nur eine überdachte Holztribüne, die mit Sitzbänken ausgestattet ist. In einer Kurve (Gästeblock) und auf der Gegengeraden befinden sich Steinstufen. Die andere Kurve ist nicht weiter ausgebaut, sie dient eigentlich nur als „Trampelpfad“. Angeblich sollen 10.000 Zuschauer darin Platz finden, aber wo die „restlichen“ 3.500 hinpassen sollen, ist mir schleierhaft.

Trotz (oder vielleicht gerade wegen?) einiger Animateure kommt kaum mal richtige Stimmung auf. Nur beim gemeinsamen Singen des Badnerliedes (beide Städte liegen in Südbaden) wird es etwas lauter in der Arena.

Anfangs hält der Außenseiter gut mit den FreiburgerBundesligaprofis mit. Diese machen allerdings auch nur das nötigste. Zur Pause steht es leistungsgerecht 0:0, allerdings mußte der Pfullendorfer Abwehrchef und Ex-Bundesligaprofi Alois Schwarz kurz zuvor wegen einer Kopfverletzung ausgewechselt werden, was den SCP spürbar schwächte.

In der 2. Halbzeit zogen dann die Breisgauer das Tempo an und gingen dann auch folgerichtig durch einen Doppelschlag von Iaschwili mit 2:0 in Führung. Kobiaschwili sorgt dann mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung. Danach ließen es die Profis wieder etwas gemächlicher angehen und gewährten den Gastgebern noch den Ehrentreffer.
Insgesamt ein verdienter Sieg für den SC Freiburg, ohne wirklich überzeugt zu haben. Ein typisches Pokalspiel eben.


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