EM 2012: Analogblog Halbfinale Deutschland – Italien 1:2

 

6 thoughts on “EM 2012: Analogblog Halbfinale Deutschland – Italien 1:2

  1. EURO 2012 – Halbfinale Deutschland-Italien
    REVIEW:
    Die Deutschen verlieren wieder gegen Ihren Angstgegner Italien mit 2:1 und können sich das Finalspiel von zuhause aus ansehen.

    Spielverlauf
    In der 20. Minute dribbelte sich Cassano auf der rechten Seite geschickt gegen Hummels und Boateng durch und flankte den Ball in den Strafraum. Dort stand Balotelli genau richtig und köpfte zum 1:0 für die Italiener ein.
    Vom gewohnten schnellen Kurzpassspiel der Deutschen war nichts zu sehen und die linke Seite von Podolski war total verwaist.
    Die Italiener standen kompakt und doppelten in der 36. Minute zum 2:0 nach. Montolivo spielte einen langen Ball über die ganze Deutsche Abwehr hinweg direkt auf Balotelli. Dieser zögerte nicht lange und schoss aus vollem Lauf einen Hammer ins linke Lattenkreuz.
    Zwar gelang Özil in der 90. Minute durch Elfmeter noch der Anschlusstreffer, aber kurz danach wurde die Partie abgepfiffen.

    Gründe für die Niederlage:
    Kritik muss sich nach dieser Niederlage sicherlich auch Bundestrainer Jogi Löw gefallen lassen, da seine verwirrende Anfangsaufstellung mit Kroos als Manndecker für Pirlo, definitiv in die Hose ging. Zwar versuchte er seine Fehler mit den Einwechslungen von Reus und Klose in der zweiten Halbzeit noch zu korrigieren, aber die Deutschen konnten das Spiel gegen stark verteidigende Italiener nicht mehr drehen.
    Zudem scheint eine alte Tugend der Deutschen, nämlich die mentale Stärke und kämpfen bis zum umfallen, immer mehr zu einer Schwäche zu werden. Zuwenig hatte man in diesem Halbfinale das Gefühl, dass Deutschland unbedingt den Sieg wollte. Ganz im Gegensatz zu den Italienern in deren Gesichtern man schon während des Singens der Nationalhymne den unbändigen Siegeshunger verspürte.

    Fazit:
    Aus Deutscher Sicht bleiben nach diesem Spiel gemischte Gefühle zurück. Eine Mannschaft die sich selbst als Titelkandidat Nummer eins erklärt hat, scheidet sang und klanglos gegen eine taktisch und kämpferisch absolut überzeugende italienische Mannschaft aus. Ein unter dem Strich verdienter Sieg der Italiener.
    Dem Deutschen Spiel fehlte es an Tempo, Kreativität und vor allem der Entschlossenheit zum Sieg. Ein Schweinsteiger zum Beispiel war verletzungsbedingt meilenweit von seiner WM 2010 Form entfernt und hatte das Spiel im Mittelfeld eher verschleppt anstatt es mit Tempo anzuziehen. Podolski war meistens ein Totalausfall und auch ein Thomas Müller, welcher uns mit seinem begeisternden Fussball an der WM 2010 so verzückte, war bei dieser Euro nur ein Schatten seiner selbst.
    Diese Mannschaft muss sicherlich noch reifen und mit topfiten Leistungsträgern, folgt vielleicht an der WM 2016 der grosse Wurf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*