Mona Lisa goes schwul

Wann immer eine Sau namens „Homosexuelle Fußballprofis“ durchs Mediendorf getrieben wird, ist Marcus Urban nicht weit. Und damit auch der bzw. die Blödeste kapiert, was den heute als Kommunikations-Berater und Künstler tätigen Thüringer als Fachmann auf dem Gebiet der Schwule-Fußballer-Forschung qualifiziert, greifen die Filmemacher vom TV-Magazin Mona Lisa (ML) in einem Beitrag über „Das letzte Tabu“ (Link zur ZDF-Mediathek) ganz tief in die Antexter-Trickkiste.

Zunächst ist Urban – im Hochsommer – mit einem pinkfarbenen Schal (schwuhuuul!) zu sehen, einige Sekunden später trägt er ein Fußballtrikot mit „Hamburg“-Aufdruck (Fußball-Asi!) und daddelt unmotiviert auf einem Sportplatz herum.

Der Holzhammer wirkt beim bräsigen ZDF-Publikum offenbar immer noch am besten. Etwas komisch ist nur, dass der obligatorische Experte Urban nie professionell, sondern nur in der DDR-Nachwuchsoberliga Fußball gespielt hat und dennoch per Bauchbinde als „Ex-Fußballprofi“ angekündigt wird.

Das ist ungefähr so, als würde man den berüchtigten Münchner „Klatschreporter“ Michael Graeter als Fachmann für „Fans“ und „Fußballspieler“ bezeichnen, nur weil man diesen mit der Kamera in der Fußgängerzone beim etwas verwirrt anmutenden Durchblättern einer Ausgabe der „Sport-Bild“ erwischt hat.

Und auf so eine bescheuerte Idee käme ja nun wirklich niemand, oder?

Leider doch. Und was Graeter zu Fans und Spielern, zu Killern und Schwestern, zu Terminatoren und Ticketverkäufen zu sagen hat, schlägt wirklich dem Fass den Boden aus. Geradezu geschäft… wait for it… schädigend. Überzeugen Sie Sich selbst:

Abmoderiert wird dieser Beitrag von ML-Frontfrau Barbara Hahlweg übrigens mit dem süffisanten Hinweis, dass Fußball-Promis wie Klopp oder Beckenbauer (und andere) eine Sache gemeinsam hätten:

Sie alle hatten Besseres zu tun, als sich zu diesem Thema zu äußern.

Man kann es ihnen wirklich nicht verübeln.

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