Die große Flatter

Made my day:

Herr Casillas! Ich bitte Sie! Bälle haben einen abgründigen Charakter so wie Außenlinien zur manischen Depressivität neigen, nämlich gar nicht! Sie mögen anders fliegen als andere Bälle, aber die Grundvoraussetzungen für ein ordnungsgemäßes Fußballspiel sind gegeben: rund, knapp ein halbes Kilo schwer, aufgepumpt.

Es geht – ihr habt es sicher längst erraten – um die in regelmäßigen Intervallen (so alle zwei Jahre) aufkeimende Flatterball-Debatte.

Sollten die Flugeigenschaften des neuen WM-Balles tatsächlich so unberechenbar sein, wie jüngst von zahlreichen Vertretern der Trainer- und Torhüterzunft behauptet, müsste das ja für einen zum Torschuss ansetzenden Feldspieler genauso gelten. Nach dieser Logik würde demnach ein Schuss, der, mit einer Oldschool-Kugel ausgeführt, genau im Kreuzeck gelandet wäre, wahlweise ungefährlich in die Tormitte oder fünf Meter über die Latte segeln.

Nur gut also, dass Christiano Ronaldo die Flatterball-Schusstechnik „aus dem Effeff“ beherrscht. Der Bursche heult schließlich eh schon oft genug.

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